Haiti: Wiederaufbauhilfe läuft an Regierung vorbei
Dienstag, 22. Mai 2012 | Karibik | Haiti |
Geber und internationale Hilfsorganisationen in der Kritik. Von Carey L. Biron – Washington | IPS |
Mehr als zwei Jahre nach dem Erdbeben im Januar 2010 werden die sozialen Grunddienste in Haiti noch zu 80 Prozent von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und privaten Vertragsfirmen erbracht. Die Präsenz der vorwiegend internationalen Akteure habe eine »Parallelstaatsstruktur« geschaffen, die mächtiger als die Regierung sei, warnt das Entwicklungsforschungsinstitut ‘Center for Global Development’ (CGD) in Washington. Wie aus einem neuen CGD-Bericht hervorgeht, haben »diese Organisationen zwar eine alternative Infrastruktur zur Bereitstellung sozialer Dienste geschaffen«.
Mexiko: Jährlich über 14.000 Tote durch Luftverschmutzung
Dienstag, 22. Mai 2012 | Mexiko |
Die Luftverschmutzung in Mexiko verursacht Jahr für Jahr den Tod von mehr als 14.000 Menschen. Dies belegen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Mexiko-Stadt zählt nicht nur zu den größten Metropolen der Welt, sondern die Bewohner der Hauptstadt atmen auch eine Luft, die belastet ist wie nur an wenigen anderen Orten auf der Erde.
Uruguay: Dokumentenfund weist auf Geheimgefängnis hin
Dienstag, 22. Mai 2012 | Uruguay |
Montevideo | comcosur | NPLA-poonal |
Am 4. Mai wurden aus dem Museum für präkolumbische Kunst (Museo de Arte Precolombino), dem ehemaligen Sitz des Verteidigungsministeriums, zwischen 20 und 25 Pakete mit Informationen aus der Zeit der Diktatur sichergestellt, um näher untersucht zu werden. Die bevorstehenden Ermittlungen sollen klären, ob sich an jenem Ort ein Geheimgefängnis befand.
Generäle in Mexiko verhaftet
Montag, 21. Mai 2012 | Mexiko |
Armeeangehörige sollen Drogentransporte gedeckt haben. Von Andreas Knobloch – jungeWelt vom 21.05.2012
Das mexikanische Verteidigungsministerium hat am Wochenende einen weiteren ehemaligen Angehörigen der Streitkräfte festnehmen lassen. Oberstleutnant der Kavallerie a. D. Silvio Isidro de Jesús Hernández Soto wurde nach seiner Verhaftung der Generalstaatsanwaltschaft (PGR) übergeben. Er ist schon der vierte hochrangige Militär, der in den vergangenen Tagen festgenommen worden ist. Hernández war am 30. November 2002 auf eigenen Wunsch aus dem Dienst geschieden.
Brasilien: Regierung will Rio+20 zum Erfolg führen
Montag, 21. Mai 2012 | Hintergrundberichte u. Analyse |
Von Fabiana Frayssinet — Rio de Janeiro | IPS |
Als Gastgeberin von Rio+20 hat die Regierung Brasiliens Richtlinien definiert, die den bevorstehenden UN-Nachhaltigkeitsgipfel Rio+20 zum Erfolg führen sollen.
Die Konferenz dient der Revision und Stärkung der Projekte, die auf dem historischen Erdgipfel 1992 zur Umsetzung beschlossen wurden. Unabhängige Beobachter zweifeln jedoch daran, dass auf dem Treffen greifbare Ergebnisse erzielt werden. Über den Entwurf des Gipfel-Abschlussdokuments gibt es bisher keinen Konsens.
Parteiführung der Regierungspartei wegen Korruption angeklagt
Montag, 21. Mai 2012 | Costa Rica |
Venezuela – telesur | NPLA-poonal |
Zerplatzen jetzt die Seifenblasen? /Foto: Casa Presidencial de la República de Costa ica, Flickr
Der costa-ricanische Oberste Wahlgerichtshof TSE (Tribunal Supremo de Elecciones) hat die Staatsanwaltschaft damit beauftragt, Ermittlungen gegen 90 führende Persönlichkeiten der Partei Liberación Nacional (PLN) zu starten. Auslöser dafür war die Erkenntnis, dass die Regierungspartei sich – neben den ihr zustehenden Geldern für ihre Wahlkampagne, – vom Staat 800.000 US-Dollar für Mietverträge von Autos auszahlen ließen, die, so scheint es, nur vorgetäuscht wurden.
Honduras, 28. Mai: Internationale Anhörung zur Menschenrechtslage in Bajo Aguán
Montag, 21. Mai 2012 | Hintergrundberichte u. Analyse |
Am 28. Mai findet in Tocoa, Colón (Honduras) eine von lokalen, nationalen und internationalen Menschenrechtsorganisationen organisierte Anhörung zur Lage der Menschenrechte der Bauernfamilien im Bajo Aguán statt. Als Beobachter nehmen Vertreter der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, des UN Hochkommissariats für Menschenrechte und des Europäischen Parlaments teil. Die menschenrechtliche Lage im Bajo Aguán ist verstörend.

