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Kalte Füße, Herr Arbeitsminister!

Mittwoch, 28. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Auch im februar sind die arbeitslosenzahlen rückläufig und es darf bei der neoliberalen lehre die in unserer republik herrscht, weiter gejubelt werden, denn für sie ist lohndisziplin der vater aller siege an der arbeitsmarktfront. Aber dem bundesminister für arbeit und soziales, franz müntefering, scheint dieses alles nicht ganz geheuer zu sein und er zieht lieber seine winterfellschuhe an, sprich, er hat wohl kalte füsse bekommen, wie man seiner pressemitteilung von heute entnehmen kann:

“Der Wettlauf um die schönste Prognose, der in den vergangenen Tagen in Teilen der Politik und der Wissenschaft ausgebrochen scheint, ist kontraproduktiv, ist dumm. Die weltweit beeinflussten Rahmenbedingungen bleiben labil. Wer jetzt die Zukunft am Arbeitsmarkt rosarot malt – ‘wenn denn alles ganz und besonders gut läuft’ – handelt unverantwortlich.” (Weniger Arbeitslose im Februar – das gab es lange nicht)

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Heuschrecken: Das fressen geht weiter

Mittwoch, 28. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Die beiden amerikanischen Private equity unternehmen KKR und TPG, kaufen den größten texanischen stromproduzenten TXU für 44 milliarden dollar – und tätigen damit die bislang grösste übernahme in der branche. Die umwelt darf sich ein klein wenig freuen, da der geplante bau der TXU für 11 weitere kohlekraftwerke nicht erfolgt. Texas pacific und kohlberg kravis roberts -KKR/TPG sind offenbar bereit, lediglich nur drei der geplanten kohlekraftwerke zubauen. Die nachfolgende grafik zeigt, das deutsche grossunternehmen nun auch in den bereich der heuschrecken gelangen.

Heuschrecken

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Für den Mindestlohn

Dienstag, 27. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

“Das Argument, Mindestlöhne vernichteten Arbeitsplätze, weil diese dann zu teuer würden, geht davon aus, dass sich die Niedriglöhne auf einem Markt mit freiem und fairem Wettbewerb gebildet hätten. Dann würden sie genau ihrem Grenzprodukt entsprechen. Aber genau diese Machtbalance existiert in weiten Bereichen des Arbeitmarktes nicht mehr. Deshalb bilden sich eben Löhne unterhalb des Grenzproduktes. In diese Richtung weist auch, dass solche Niedriglöhne weniger in Bereichen anzutreffen sind, die stark im globalen Wettbewerb stehen (etwa Exportindustrien). Sie tauchen eher in jenen Branchen auf, in denen fast ausschließlich die Binnennachfrage relevant ist, beispielsweise bei Friseuren und Bäckern. Es ist also nicht der Globalisierungsdruck, der hier wirkt, es sind die Machtverhältnisse auf deutschen Arbeitsmärkten.”

“Aber auch aus der Perspektive der Unternehmensseite erscheint die Befürchtung, dass Arbeitsplätze verloren gehen, unbegründet. Schließlich verlieren jene Unternehmen, die bislang weniger als den Mindestlohn gezahlt haben, nicht ihre Wettbewerbsfähigkeit, da in Zukunft alle mindestens diesen Lohnsatz zahlen müssen. Und jene Unternehmen, die bisher mehr als den Mindestlohn zahlen, werden sogar konkurrenzfähiger, da der Kostenabstand zu den übrigen schrumpft. Mit anderen Worten: Mindestlöhne sorgen für fairen Wettbewerb bei mindestens gleich hoher Beschäftigung. Dieser Befund rechtfertigt einen Eingriff des Staates. Der Staat ist zudem noch unmittelbar Geschädigter von Niedriglohnbereichen. Denn im Vergleich zu einer gleichgewichtigen Lohnbildung entgehen ihm Steuereinnahmen und Sozialbeiträge in nennenswertem Umfang. Das bedeutet: Mit einem gesetzlichen Mindestlohn stünde unsere Wirtschaft besser da.” ( Quelle: Handelsblatt )

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Erinnert

Dienstag, 27. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Wenn die Fahne fliegt, ist der Verstand in der Trompete.

Konrad Lorenz (07.11.1903 – 27.02.1989)

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Der Bundeswirtschaftsminister

Montag, 26. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Mit einem Mindestlohn verbietet der Staat per Gesetz Arbeitsplätze zu einem niedrigeren Lohn. Diese Arbeitsplätze gehen verloren. Von einem Mindestlohn von 4,50 Euro wären 1,2 Millionen Arbeitnehmer betroffen, viele davon in Ostdeutschland.

Für den herrn minister sind die löhne wohl immer noch nicht niedrig genug und seine genannte zahl von 1,2 millionen arbeitnehmer, sagt ja schon aus, dass bereits diese menschen einen stundenlohn von unter 4,50 euro bekommen.

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“Arm ist nicht gleich arm”

Sonntag, 25. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Da gibt es die “verwalteten Armen“, oder wie es im amtsdeutsch heisst, der “sozialhilfeadel“, der seit generationen von transferleistungen des staates leben und sich bestens mit ihren ansprüchen auskennen. Diese gruppe macht etwa 5 prozent aller armen an der gesamtbevölkerung aus.
Da haben wir die große gruppe der “erschöpften Einzelkämpferinnen“, mütter die mit geld umgehen können, wenigstens halbtags arbeiten, sich gut um ihre kinder kümmern, aber immer unter einem ständigen zeitdruck stehen. Diese frauen werden von den sozialämtern genauso behandelt wie die “verwalteten Armen“. Mache mutter verzichtet aus frust, weil behördentermine einfach nicht in ihren tagesablauf passen, auf beihilfen.
Die “vernetzten aktiven“: intakte familie, ein gutes netz mit sozialen kontakten haben. Sich das leben mit wenig geld angenehm machen. Für ihre kinder alles tun, um z.b. noch geld zu sparen für die klassenfahrt ihres kindes, die summe nicht ganz zusammen bekommen und beim sozialamt um beihilfe bitten. Die antwort der sozialbehörde lautet: ja, wenn sie kein geld hätten würden wir alles bezahlen, aber, sie konnten ja noch geld sparen, also bekommen sie gar nichts.
Zu guter letzt gibt es leute, die sogenannten “ambivalenten Jongleuere“, die mit einem übermass an optimismus an lebensentscheidungen herangehen und sich regelmäßig finanziell übernehmen.

Arm ist nicht gleich arm

(Quelle: Die Zeit Nr.9 vom 22.02.2007, Seite 5, der text wurde von mir frei bearbeitet und bezieht sich auf ein gespräch von susanne gaschke mit der familienforscherin Uta Meier-Gräwe. Sie berät die bundesregierung und die bertelsmann stiftung in fragen der armutsprävention)

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PC-Abschalttag am 24.März 2007 – Shutdown Day

Sonntag, 25. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

isd de

Weitere informationen gibt es hier: Side Effects und auf der page der initiatoren: Shutdown Day .

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“Seelenfrost”: Musik von Elias Schwertfeger

Sonntag, 25. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

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Lebhafte Binnenwirtschaft

Freitag, 23. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Herr bundeswirtschaftsminister ist mit dem konjunkturverlauf voll und zufrieden:

Nach der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Detailrechnung trugen hierzu weiterhin kräftige außenwirtschaftliche Impulse und eine lebhafte Binnenwirtschaft bei.

23.02Richtig seine aussage. Aber wie gehabt, es werden uns nur zahlen präsentiert die uns sagen wollen wie toll es in deutschland vor-an-geht. Für mich ist dieses eine weiterhin gespalteter Konjunktur mit stark wachsenden diskrepanzen zwischen arbeitseinkommen einerseits und unternehmens- und vermögenseinkommen, diese sind im vierten quartal 2006 um 10 % gestiegen, anderseits.

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Erinnert an: Erich Kästner

Freitag, 23. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern. Erich Kästner (23.02.1899-29.07.1974)

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Wörter des Tages

Donnerstag, 22. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Chefwechsel bei RWE und prompt bildeten sie das schlusslicht im dax. Die Union im bundestag verlangte bei der geplanten umstellung der Kfz-Steuer vom hubraum auf den schadstoff-ausstoß als berechnungsgrundlage zwei bis drei jahre übergangsfrist für ältere fahrzeuge.

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Gefläschte Rechnungen von Amazon.de im Umlauf

Donnerstag, 22. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Gleich zwei rechnungs-mails von amazon.de landeten in meinem postfach mit einem trojanischem pferd im anhang. Achtung also! und zwischen durch regelmässig hier TU-Berlin vorbei schauen.

ama1

ama2

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Gefühlter Aufschwung: was passiert mit den Arbeitseinkommen

Mittwoch, 21. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Die nachfolgende grafik zeigt eindeutig wo “der hase im pfeffer” liegt. Die binnennachfrage muss einen aufschwung erleben. Und das geht nicht wenn die löhne stagnieren und immer mehr erwerbstätige in den niedriglohnsektor abgegeben werden. Exportweltmeister zu sein ist nicht alles, die zahlen belegen, wie diese zustande gekommen sind.

lohn

(Quelle: Jahnke.net)

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Leiharbeiter in Deutschland

Mittwoch, 21. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Ich gehöre zu denen, die der neuen beschäftigung zweiter klasse angehören: zeitarbeiter, leiharbeitnehmer mit zeitverträgen, deren zahl bereits bei 600.000 liegt. Staunen wir schon jetzt, was wir am ende dieses monats wieder für, ach so tolle, beschäftigungszahlen zu lesen und zu hören bekommen.
leiharbeiter
(Quelle:Jahnke.net)

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Malcom X Zitat

Mittwoch, 21. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Ich halte es für ein Verbrechen, wenn jemand, der brutaler Gewalt ausgesetzt ist, sich diese Gewalt gefallen lässt, ohne irgend etwas für seine eigene Verteidigung zu tun. Und wenn die “Christliche” Lehre so auszulegen ist, wenn Gandhis Philosophie uns das lehrt, dann nenne ich diese Philosophie kriminell.

Malcolm X 19.05.1925 – 21.02.1965

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IKEA-Rechnung

Dienstag, 20. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Mein eintrag von heute früh, zum thema falsche IKEA-Rechnungen, war in der datenbank, aus welchen gründen auch immer, abhanden gekommen. Sorry dafür!

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Achtung! Gefälschte IKEA-Rechnungen im Umlauf

Dienstag, 20. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Heute früh erhielt ich per e-mail eine IKEA-rechnung mit anhang als zip-datei. Ich gehe davon aus, dass in der angehängten zip-datei nicht gutes steckt.

Ikearg

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Carne vale

Sonntag, 18. Februar 2007 | Eingestellt von: Lopez Suarez

Aber erst begebe ich mich zu tanz, ess-und trinkgelagen. Ab aschermittwoch darf ich mich ja dann 40 tage ausruhen und buß- und fastenandachten lauschen.

“Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid – ich will euch erquicken.” (Matthäus 11, 28)

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