Lehrstellenmarkt angespannter als dargestellt

Sonntag, 5. August 2007-10:42 -|-Thema: Allgemein

Da wissen Müller und Meier noch nicht so genau wie es auf dem Ausbildungsmarkt definitiv aussieht. Der DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte nun der “Wirtschaftswoche”:

Wir werden in diesem Jahr mit insgesamt über 600.000 abgeschlossenen Verträgen einen neuen Rekord erzielen. Ich bin zuversichtlich, dass die Lehrstellenlücke am Jahresende, nach den Nachvermittlungsaktionen, nahezu geschlossen sein wird.

Dieser Aussage widerspricht allerdings die Bundesagentur für Arbeit. Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt sei deutlich angespannter als von der Wirtschaft dargestellt. So waren Ende Juli – vier Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres – bei den Arbeitsagenturen bundesweit noch mehr als 236.000 “unversorgte” Lehrstellenbewerber registriert. Zu diesen Unversorgten kommen weitere 82.530 junge Menschen, die zwar vorrangig eine Lehrstelle wünschen, zur Not aber auch bereit seien, ab Oktober eine Alternative zu ergreifen. Oft handelt es sich dabei um Abiturienten, die dann statt der zunächst favorisierten Lehre ein Studium aufnehmen.
Hoffentlich schaltet sich jetzt nicht wieder unser Bundeswirtschaftsminister Michael Glos mit solchen Aussagen ein:

Die Höhe der Lehrlingsgehälter ist gerade für kleine Betriebe ein Hemmschuh, wenn es darum geht, einen zusätzlichen Lehrling auszubilden. (sagte er der Bild am Sonntag im Mai 2006)

(Quellen zum Nachlesen: tagesschau.de und heute.de)

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  1. Herr Glos hat auch keinen blassen Schimmer von der Realität, denn seit Juni gibt es eine Änderung in Sachen Ausbildungsförderung für Betriebe, wodurch es sich auch für kleinere Betriebe lohnt, (weitere) Lehrlinge auszubilden. Dass er davon nichts gewusst hat – einen Monat vorher! – kann er meinetwegen dem lieben Gott weißmachen, für mich ist dieser jedoch genauso hanebüchen und fehl am Platze wie Erich “Stasi 2.0″ Schäuble.

    cu, w0lf.

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