Was man so alles in seinem E-Mail-Postfach findet. Ich gebe die Mail hiermit ungekürzt wieder:
BaSta-Stellungnahme zu einer leistungsfeindlichen dpa-Meldung:
Die Gesetzmäßigkeit der DFB-Erfolge seit dem 3:2 gegen Österreich (!) am 7. Juni 1934 setzt sich nicht im Selbstlauf fort
Drei Tage nach der 1:2-Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft und einen Tag vor dem
„Gruppe B-Endspiel“ Österreich-Deutschland in Wien am morgigen Montag (16. Juni) sieht sich das Büro für absurde Statistik (BaSta) zu folgender Stellungnahme gezwungen:
Die vom BaSta entdeckte Gesetzmäßigkeit der DFB-Erfolge seit dem 7. Juni 19342 setzt sich nicht im Selbstlauf fort. Hintergrund für diese offensichtlich notwendige Klarstellung:
Am 12. Juni 2008, etwa zwei Stunden vor Anpfiff (!) des zweiten Gruppenspiels der deutschen Fußballnationalmannschaft in Klagenfurt (gegen Kroatien) meldeten diverse Online-Medien unter Berufung auf dpa (Deutsche Presse-Agentur) “Büro für absurde Statistik tippt auf Deutschland”.
„Bremen (dpa) – Nach dem Gesetz der Serie können sich Schweini, Poldi, Ballack und Co. entspannt zurücklehnen. Die Erfolge der deutschen Fußballnationalmannschaft folgen einer Gesetzmäßigkeit.
…“ (vgl. Meldung auf Seite 2; Hervorhebung durch Verfasser)
Das Büro für absurde Statistik (BaSta) kann keine Verantwortung für die absurde dpa-Interpretation der Ergebnisse der BaSta-Studien zur „Gesetzmäßigkeit der DFB-Erfolge“ übernehmen. Die leistungsfeindliche „dpa-Botschaft“, „Schweini, Poldi, Ballack und Co. können sich entspannt zurücklehnen“, widerspricht allen Erkenntnissen der Forschungen über die „Grundlagen des Erfolgs“.
Selbstverständlich kann vom BaSta auch keine Verantwortung dafür übernommen werden, dass sich die Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft im Kroatien-Spiel am 12. Juni 2008
ganz offensichtlich mehr oder weniger an dieser dpa-Botschaft orientiert haben und das Spiel mit 1:2 verloren wurde.
Auch für die Konsequenz, die Deutschlandradio in den Kulturnachrichten am Tag nach dem Spiel aus der 1:2-Niederlage zog, kann das BaSta keine Verantwortung übernehmen. Unter der Überschrift “Büro für absurde Statistik: Deutschland wird Europameister” heißt es in einer Meldung vom
13. Juni 2008: “Glaubt man dem Büro für absurde Statistik in Bremen, können die deutschen Fußball-Nationalspieler trotz des gestrigen Patzers entspannt bleiben. …” (vgl. Meldung auf Seite 2; Hervorhebung durch Verfasser)
Die Veröffentlichung der vom Büro für absurde Statistik (BaSta) im WM-Jahr 2006 entdeckten „Gesetzmäßigkeit des DFB-Erfolgs“ war als Ansporn gedacht – und nicht als Aufforderung zum Zurücklehnen und Entspannen!!!
1 Spiel um den 3. Platz bei der zweiten Fußballweltmeisterschaft (Neapel/Italien)
2 Die Gesetzmäßigkeit der DFB-Erfolge lautet: Ein einmal erzielter Erfolg einer deutschen Fußballnationalmannschaft wird nicht nur in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen wiederholt, sondern er
wird, ausgehend vom ersten entsprechenden Erfolg, immer im Abstand von exakt 36 Jahren wiederholt.
(vgl. uefa-euro-2008-basta-prognose.pdf vom 23. Mai 2008)
In Erwartung des Spiels gegen Österreich am kommenden Montag (16. Juni) hofft das BaSta, dass Bundestrainer Joachim Löw den Spielern der deutschen Mannschaft die absurde Statistik-Gläubigkeit bis zum Anpfiff dieses „Gruppe B-Endspiels“ ausgetrieben wurde.
Ansonsten zerplatzt die aus der (bisherigen) Gesetzmäßigkeit der DFB-Erfolge abgeleitete BaSta-Prognose. Und zwar kurioserweise genau in dem Spiel, mit dem am 7. Juni 1934 alles begann -Deutschland-Österreich. (siehe BaSta-Studie vom 23. Mai 2008)
BaSta hofft am kommenden Montag im „Gruppe B-Endspiel“ gegen Österreich auf ein Ergebnis wie an jenem 7. Juni 1934: 3:2 (Halbzeit 3:1). Warnung: Dies ist wg. der negativen Erfahrungen, siehe oben, keine Prognose!!!
Die insgeheim gewünschte, weniger Nerven schonende Alternative:
Ein Spielverlauf wie Österreich-Holland am 26. März 2008. Zunächst zur Freude der gastgebenden Österreicher: 1:0 in der 8. Minute, 2:0 in der 18. Minute, 3:0 in der 35. Minute – und dann weiter 3:1 in
der 37. Minute, 3:2 in der 67. Minute, 3:3 in der 86. Minute und schlussendlich 3:4 in der 87. Minute. ..
Verfasser: Paul M. Schröder (BaSta)
sueddeutsche.de – erschienen am 12. Juni 2008 um 16:00 Uhr:
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/54511
„Büro für absurde Statistik tippt auf Deutschland
Bremen (dpa) – Nach dem Gesetz der Serie können sich Schweini, Poldi, Ballack und Co. entspannt zurücklehnen. Die Erfolge der deutschen Fußballnationalmannschaft folgen einer Gesetzmäßigkeit.
Das zumindest hat das Büro für absurde Statistik in Bremen herausgefunden.
Der Ball ist rund, ein Spiel dauert bis zum Abpfiff und die Kicker im deutschen Trikot wiederholen alle ihre erstmals erzielten Erfolge nach genau 36 Jahren. Nach dem ersten Titelgewinn bei einer Europameisterschaft 1972 müsste nun also außer Frage stehen, dass das Löw-Team am 29. Juni beim Endspiel in Wien den Platz als Sieger verlässt.
Dokumentieren lässt sich dies vor allem anhand der Platzierungen bei den Weltmeisterschaften. 1934 gewannen die Deutschen im kleinen Finale gegen Österreich und holten erstmals den dritten Platz. In
Abständen von jeweils 36 Jahren wiederholten sie dies 1970 und 2006. 36 Jahre nach dem Wunder von Bern 1954, dem ersten Weltmeistertitel, stand Deutschland 1990 wieder an der Spitze des Weltfußballs – zum insgesamt dritten Mal. Nach der ersten Niederlage in einem WM-Endspiel 1966 durch das legendäre Wembley-Tor der Engländer zog das deutsche Team auch 2002 – 36 Jahre später – gegen Brasilien den Kürzeren und wurde Vizeweltmeister.“ ..
Deutschlandradio, Kulturnachrichten, Freitag, 13. Juni 2008 11:30 Uhr:
http://www.dradio.de/kulturnachrichten/20080613110000
„Büro für Absurde Statistik: Deutschland wird Europameister
Glaubt man dem Büro für absurde Statistik in Bremen, können die deutschen Fußball-Nationalspieler trotz des gestrigen Patzers entspannt bleiben. Das Büro will nämlich herausgefunden haben, dass die
Erfolge der deutschen Elf einer Gesetzmäßigkeit folgen. Demnach wiederholen sich die Triumphe der Deutschen nach genau 36 Jahren. Nach dem ersten Titelgewinn bei einer EM 1972 müsste das Löw- Team also beim Endspiel am 29. Juni den Rasen als Sieger verlassen. Die Mitarbeiter des Büros ziehen für ihre Statistik die Platzierungen bei den Weltmeisterschaften heran. So gewannen die Deutschen das erste kleine Finale 1934 und wiederholten dies jeweils 16 Jahre (muss natürlich
heißen: 36 Jahre; der Verfasser) später 1970 und 2006. Ebenfalls 36 Jahre Abstand gab es zwischen den Weltmeistertiteln 1954 und 1990.“ ..
Büro für absurde Statistik (BaSta)
c/o Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung
und Jugendberufshilfe (BIAJ)
Knochenhauerstraße 20-25
28195 Bremen
Tel (0421) 30 23 80
eMail institut-arbeit-jugend@t-online.de
BaSta – Postfach 10 67 46 – 28067 Bremen