Drogeriemärkte Müller machen glücklich
Sonntag, 19. April 2009-7:12 -|-Thema: Arbeitsmarkt
Von Jörg Fuhrmann/Duckhome. Das jedenfalls verkündet das
Unternehmen auf seiner Internetseite. Dort überschlägt man sich förmlich vor lauter Verbreitung von Glücksgefühlen. “Einkaufen bei Müller – das ist etwas, worauf man sich freuen kann …
Nun bezieht sich diese Aussage freilich nur auf das Einkaufen bei "Müller". Was das Arbeiten bei diesem Unternehmen betrifft, so erfährt man darüber etwas in der Süddeutschen Zeitung.
Werte Müller Ltd. & Co. KG Geschäftsführung
Sie werden ja nicht müde ständig zu verkünden, dass Müller glücklich mache. Allerdings kommen mir an dieser Aussage einige Zweifel. Nein, ich bin nicht mit meinem Rasierschaum unglücklich. Es ist die Süddeutsche Zeitung, die mein Glück mit Ihnen getrübt hat. Was ich da über Sie lesen musste, ist ja nun auch wirklich nicht sehr erfreulich. Sie gehören also auch zu der Sorte von Chefs, die den eigenen Mitarbeitern nachschnüffeln. Dabei lassen Sie sich nicht einmal durch geltende Gesetze abschrecken. Sie sind also nicht nur schäbig, sondern auch noch dreist.
Dieses Verhalten legt nahe, dass das Arbeiten bei Müller offensichtlich nicht glücklich macht. Denn dem Vernehmen nach versetzen Sie nicht nur Ihre Verkäuferinnen in Angst, um deren Krankengeschichten zu erfahren. Selbst in Ihrer Etage soll mancher eher damit glücklich sein, wenn er nicht mehr für Sie arbeitet. Auch mit der betrieblichen Mitbestimmung hat der Herr Müller wohl erhebliche Probleme. Das ein derartiger Steinzeitkapitalismus krank macht, ist doch wohl verständlich. Statt also den Krankheiten Ihrer Mitarbeiter nachzuforschen, sollten Sie sich mal lieber um die Krankheitsursachen kümmern.
Denn so wie es zur Zeit bei Ihnen läuft, macht Müller nicht glücklich, sondern eher krank. Das ist auch der Grund, warum ich Ihren Läden in Zukunft fern bleiben werde. Denn auf das, was Sie als "glücklich" bezeichnen, kann ich gerne verzichten.
Da haben Sie nun schon einen ganzen Laden voll Reinigungsmittel. Doch hinten stapelt sich der Dreck weit über das Erträgliche. Versuchen Sie es doch mal mit einer gründlichen Reinigung. Hygiene, und die soziale im Besonderen, soll ja wahre Wunder bewirken. Dann klappt es vielleicht auch mit dem Glück.
Bis dahin Ihr unglücklicher Ex-Kunde
Jörg Fuhrmann
Hinweis:
Dieser Artikel wurde mir von Jörg Fuhrmann von Duckhome Mitglied im Partnernetzwerk, zur weiteren Verbreitung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!










