Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit

Dienstag, 28. April 2009-14:00 -|-Thema: Umwelt

Von Eifelphilosoph – Ich bin oft sehr betrübt, wenn ich mich hinsetze, und meine, Dinge verknüpfen, zusammenfügen zu müssen, die alles andere als hoffnungsfroh stimmen. Der Antrieb dazu kommt sicherlich aus einer doppelten völligen Verblüffung heraus, die einerseits darin besteht, das die Regierung wirklich so skrupellos, hinterhältig, verlogen und gemein ist.

So etwas zu machen (was ich in der Bonner Republik für undenkbar gehalten hätte) und andererseits aus der noch viel größeren Überraschung heraus, das das Volk das alles mit sich machen läßt.

Viele davon sind doch studiert oder haben Abitur, alle sehen die gleichen Nachrichten wie ich, alles geschieht vor den Augen der Öffentlichkeit … und obwohl der Bierkonsum eingebrochen ist und man eigentlich nicht mehr vermuten kann, das die jetzt alle besoffen und besinnungslos unter´m Sofa liegen, regt sich … überhaupt nichts.

Im Gegenteil … es gibt immer noch 20% der Deutschen, die wollen SPD wählen. Und etliche mehr, die ihre alten Sklaventreiber mit noch größerem Hang zu Leid und Qual an die Macht bringen wollen.

Da kann noch irgendetwas nicht stimmen?

Vielleicht ist aber in den letzten Jahren, wo ich mich sehr zurückgezogen hatte, irgendetwas an mir vorbeigegangen, vielleicht habe ich irgendetwas nicht mitbekommen.

Möglicherweise ist ja jetzt von mir völlig unerkannt eine umfassende Sado-Maso-Kultur ins Land gezogen …
der gestrige Besuch beim "Waldkindergarten" und der gedankenlose und gnadenlose Umgang mit lebenden Tieren, den ich dort erleben mußte, deutet schon in dieser Richtung hin. Gibt es jetzt eine umfassende Lust dazu, andere zu quälen und selbst fürchterlich gequält zu werden? Nun, einen erkennbaren Rückgang des normalen sexuellen Austausches zwischen Frau und Mann soll es ja sogar in Partnerschaften umfassend geben, vielleicht … hat man hier mitlerweile Alternativen gefunden.

Oder vergiften jetzt diese "Chemtrails" unsere Willenskraft so sehr, das wir noch nicht mal mehr in der Lage sind, unserer jämmerlichen Existenz ein Ende zu setzen … immerhin steigen die Selbstmordraten auch nicht analog zur wirtschaftlichen Realität – wie es zu erwarten gewesen wäre?

Manche meinen auch, es sei der Elektrosmog, der über Magnetfelder eine allgemeine Lähmung hervorruft.
Quellen für diesen Smog gibt es ja genug, ich warte nur noch auf die Einführung der allgemeinen Handypflicht. Mich wird man davon verschonen, bei uns gibt es keinen Empfang. Aber ich bin mir sicher, das die Dinger zumindest bald verschenkt werden, damit auch ja bald jeder eins davon hat.

Oder reicht die Erklärung der "Kultur der Angst", die ich einst versuchte zu formulieren, inklusive einer schnell einsetzenden Angststarre, diese seltsame phlegmatische Dynamik des Deutschen zu erklären?

Eigentlich … brennt es an allen Ecken, die Politiker schützen mit aller Macht die Brandstifter, es wird einem schon warm am Hintern … und alle bleiben ruhig sitzen.

Oder ist es eine Schockreaktion, die Überforderung des Welterklärungsmodells von Wohlstandsblasen, die
der festen Überzeugung sind, wenn sie nur alles immer sofort tun, was die Obrigkeit von ihnen verlangt,
dann wird es ihnen bis zu ihrem Tode gut und schön ergehen, weil man so viel schönen Wohlstandsmüll
für sie produziert, mit dem man sich noch weit über sein Lebensende hinaus beschäftigen könnte.

Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Angst der Wohlstandsblasen vor dem Tode lediglich darin begründet liegt, die nächste Handygeneration nicht mehr ausprobieren zu können und noch eine allerletzte Fernreise zu versäumen, die in Gefilde führt, die von Wohlstandsblasentourismusterror bislang noch verschont geblieben war.

Gerade flüstert mir meine menschliche Muse und Lebensgefährtin von hinten ins Ohr: nein, die Angst der Wohlstandsblasen vor dem Tode ist die Angst vor der Konfrontation mit dem eigenen Nichts … nun, das mag auch sein. Aber … das sollte doch wenigstens dazu führen, dazu motivieren und animieren, an der eigenen Nichtigkeit etwas zu arbeiten … oder habe ich da etwas falsch verstanden.

Vielleicht ist es aber auch … und darin lege ich in der Tat eine gewisse Hoffnung … die Stimme der Instinkte, die sagt … eigentlich ist das alles nicht so real, wie es uns vorkommt. Eigentlich …
ist das alles nicht so schrecklich wirklich und so schrecklich wichtig, wie man uns die letzten zweihundert Jahre weiß machen wollte.

Eigentlich … ist die Wirklichkeit menschlichen Seins ganz anders gestrickt und es wird Zeit, sich daran zu erinnern…oder man wird in diesen Zeiten ganz automatisch dran erinnert, aber es sickert noch nicht ins Bewußtsein, weil das gerade wieder mit einer nagelneuen Angst vollgestopft wird, weil irgendwelche Schweine in Mexiko sich erkältet haben.

Vielleicht ist es das Bild, das ein Zen-Buddhist einst zeichnete:

wir sind nicht, wie man uns weiß machen will, der Wasserstrudel, der sich kurz hinter einem Hindernis bildet, seine Kreise zieht und sich dann ins Nichts entschwindet … wir sind der Bach und das Wasser selbst.

Zumindest einen gab es, der fern von dem was es geben darf und nicht geben darf eine ganz eigene Realität lebte, sich von scharfen Gegenständen durchbohren ließ, die anderen den sicheren Tod gebracht hätten:

Unverwundbarer Prophet

Seltsame Geschichte, ein moderner Mythos, von dem ich fürchtete, er sei in den Siebzigern endgültig verschollen, aber jetzt … taucht er dankenswerter Weise wieder auf.

Nun … er ist nicht der einzige, der die Kraft des menschlichen Geistes über die Materie anschaulich demonstrieren konnte, aber er ist derjenige, der wissenschaftlich am Besten untersucht wurde.

Vielleicht ist es das, was alle anderen im Lande jetzt schon verstanden haben, nur ich nicht.

Aber darum bin ich ja aus der Versenkung wieder aufgetaucht, um fragend um mich zu blicken und zu sehen, was denn da draußen eigentlich so abgeht und kaum noch mit dem üblichen gesunden Menschenverstand zu begreifen ist.

Aber vielleicht schlafe ich auch einfach noch und träume den ganzen Wahnsinn nur …

Schön (und bequem!) wär´s ….


Quellennachweis: Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit von Eifelphilosoph


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  1. Schöner Beitrag.

    (Bist du dir sicher das du nicht einen an der Waffel hast?) :D

  2. Absolut sicher ! :-)

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