Achtung, Piraten voraus!
Samstag, 2. Mai 2009-17:58 -|-Thema: Steht auf !
Von Redaktion | Mein Parteibuch Blog
Zu Zeiten von Adolf Hitler war
die Kultur geordnet. Die Kultur lieferte ihren Beitrag dazu, dass der Führer die Ausbreitung des Bolschewismus erfolgreich stoppen konnte. Früher hat die STAGMA dafür gesorgt, dass die Deutschen mit der richtigen Kultur versorgt werden und des Führers liebste Künstler auch ein bisschen Geld bekommen haben.
Wofür früher die STAGMA gesorgt hat, dafür sorgt seitdem ihre Rechtsnachfolgerin, die GEMA. Klar, das darf man genauso wenig vergleichen wie Hitlers liebste Richter und die unabhängige Justiz der Bundesrepublik Deutschland, aber darum soll es hier in diesem kleinen Besinnungsaufsatz gar nicht gehen.
In den 60er Jahren ist dann aus den USA doch noch mal eine unerfreuliche Welle nach Deutschland herüber geschwappt. Chaoten wie Jimmy Hendrix haben da zum Beispiel die Nationalhymne des Kapitalismus geschändet, indem sie die Töne zu Bomben gemacht haben. Diese Wehrkraftzersetzung war wirklich gefährlich, denn diese Subjekte hätten beinahe aus vielen Millionen von anständigen jungen Menschen Pazifisten gemacht. Glücklicherweise haben die amerikanischen Freunde das Problem mithilfe der Operation CHAOS in den Griff bekommen. Der ketzerischen Musikpresse wurde der Saft durch den Entzug der Anzeigenfinanzierung abgedreht und die Helden vermittelten der Jugend fortan entweder die richtigen Werte oder sie waren zufällig genauso tot wie John Lennon, Jimmy Hendrix, Tim Buckley, Jim Morrison, Janis Joplin und Kurt Cobain. Anständige Leute aus dem Zirkel saßen dann an den richtigen Schalthebeln, bestimmten jahrzehntelang darüber, was cool war und scheffelten obendrein dicke Kohle von der doofen Jugend, die jedem noch so blöden Trend hinterherrannte. Aber auch darum soll es in diesem kleinen Besinnungsaufsatz nicht gehen.
Nun droht wieder eine große Gefahr. Aus Schweden heraus schwappt eine gefährliche Welle nach Deutschland herüber, die es jedermann ermöglicht, digitale Kulturgüter in beliebiger Menge zu konsumieren. Natürlich ist das zu begrüßen, wenn junge Leute durch den Konsum der Kulturgüter unserer amerikanischen Freunde die richtigen Werte verinnerlichen. Die finanziellen Fragen sind für die Agency handhabbar. Schließlich hat die Agency schon mit dem Congress for Cultural Freedom gezeigt, dass sie die Finanzierung von Kultur genuso leicht wie der Führer bewältigen kann. Und die Agency hat mit ihrer Kultur schon Wunder bewirkt. Nach nur wenigen Jahren Pocketbook beteten die Deutschen der Westzonen anstelle von Hitler sein Vorbild Henry Ford und das Wirtschaftswunder an. Kultur ist eben nichts anderes als Operative Information und muss deshalb von Experten kontrolliert, gelenkt und gesteuert werden. Solch eine wichtige Aufgabe darf nicht Amateuren überlassen werden, die womöglich aus Versehen entartete Kunst verbreiten und ihren Herstellern Geld geben würden.
Es kann aber nicht sein, dass der Staat des Führers Lieblingskünstler nun selbst bezahlen muss. Schlimm und gefährlich an der aus Schweden herüberschwappenden Welle ist, dass sich dadurch bei jungen Leuten die Einstellung verbreitet, sie müssten für das Kopieren von Kulturgütern nicht bezahlen. Das darf nicht sein, denn wer mitreden will und schicke Mädchen damit beeindrucken will, dass er Hottentotten-Musik hat und sinnleere Gags aus den neuesten Filmen rezitieren kann, der hat dafür gefälligst zu bezahlen. Wo soll das sonst enden, da können wir ja gleich den Kommunismus einführen.
Es ist zu begrüßen, dass mit den Drahtziehern dieser kulturellen Deformation in Schweden nun endlich kurzer Prozess gemacht wurde. Unvorstellbar ist jedoch, was für Anfänger da in Schweden am Werk waren. Wie kann man nur so dumm sein, da wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen zu verurteilen? Hätten die Schweden die Rädelsführer gleich nach bewährtem Muster wegen kommunistischer Umtriebe verhaftet, dann müssten sich Richter und Ankläger nun auch nicht anhören, parteiisch und befangen gewesen zu sein. Nun ja, was will man von den Schweden auch erwarten? Diese Amateure haben ja nicht mal das lustige Spiel mit den U-Booten vor der Küste durchschaut.
Wie soll es bloß weitergehen? Es droht nun sogar, dass schwedische Rädelsführer der kommunistischen Umtriebe ins Europaparlament einziehen. Und auch in Deutschland ist die Piratenpartei kaum mehr unter Kontrolle zu bringen. Selbst das Löschen des Parteiprofils von der Jugendplattform der Erben von des Führers bestem Zeitschriftendrücker verhilft den Piraten nur wieder zu neuem Zulauf.
Gegen solche kommunistischen Umtriebe hilft nur eins: mit eisener Faust dazwischenschlagen. Richtig ist, dass das EU-Parlament nun kurzfristig dafür sorgen wird, dass in Zukunft Internet nicht mehr heißt, dass jeder auf das ganze Internet Zugriff hat. Damit können die Telefongesellschaften endlich anstelle des gefährlichen Internets Abos für verschiedene von der Agency kontrollierte Kanäle verkaufen. Damit ist dann Schluss mit den kommunistischen Umtrieben der Piraten. Der Einzug der Piraten in die Parlamente muss zum jetztigen Zeitpunkt um jeden Preis verhindert werden. Das darf erst geschehen, wenn die Führungsebene der Partei so umfassend mit Vertrauensleuten des Nachfolgeprogrammes von COINTELPRO besetzt wurde wie es beispielsweise bei den Grünen der Fall ist, die ja auch einst gefährliche pazifistische Umtriebe verbreitet haben und – peng – nun wie jeder anständige Volksdeutsche die NATO und deren Kriege zur Durchsetzung der westlichen Werte praktisch vorbehaltlos unterstützt.
PS: Wer in disem Artikel Ironie, Satire oder Zynismus findet, der mag sich überlegen, The Pirate Bay und die Piratenpartei zu unterstützen. Der Krieg gegen das Internet geht in die nächste Runde und die Piraten kämpfen in der ersten Reihe.
Quellenachweis: Mein Parteibuch-Blog
























