Mohn/Bertelsmann verkauft die Manipulation des Internets

Freitag, 22. Mai 2009-11:21 -|-Thema: Wirtschaft

Von Jochen Hoff | Duckhome | – Dass die Firma Arvato innerhalb des arvato bertelsmann Bertelsmann-Konzerns eine besondere Rolle einnehmen soll, ist seit langem bekannt. Sie ist Adresshändler, verwaltet Städte und will auch die Logistik der Bundeswehr übernehmen, soll allerdings ebenso die Kinderhorte und Kindergärten im festen Griff der Mohn/Bertelsmann-Doktrin der Unfreiheit halten.

Damit ist aber noch lange nicht Schluss. Momentan existieren Bemühungen, die Sekundarstufe der Schulen zu privatisieren, damit die Kosten für Universitäten schon dadurch verringert werden, dass immer weniger Schüler zu einem Studium zugelassen werden. Beim Studium selbst sollen Studiengebühren ärmere Studenten abschrecken oder verhindern. Was die Universitäten noch an Wissen verbreiten dürfen, bestimmt das CHE durch politische Einflussnahme und sein dämliches unwissenschaftliches Ranking.


Nachdem Zensursula nun den Weg zur Sperrung kritischer Webseiten freigemacht hat, kommt Arvato mit dem nächsten Schritt. Arvato bieten seinen Kunden ganz offen die Manipulation des Internets an.

München (ots) – arvato online services, Full-Service-Dienstleister für Online-Marketing und Loyalty-Services, hat sein Portfolio um Social Media Monitoring erweitert. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, relevante Foren, Blogs und Communities zu beobachten und die Darstellung des eigenen Portfolios und Images im Netz zu überwachen. Bei negativen Ergebnissen bietet arvato online services seinen Kunden die richtige Strategie, um dem aktiv entgegenzuwirken. Mit ihrem umfangreichen Portfolio können die Münchner Online-Experten zielgruppengenaue Marketing-Aktionen planen und durchführen und Unternehmen dabei helfen, die Eigendarstellung im Netz kontrollieren und steuern zu können.

Natürlich kann Arvato nicht die Berichterstattung über diverse Konzerne in Blogs beeinflussen. Auch nicht die Berichterstattung über sich selbst und den schmutzigen Bertelsmann Konzern mit seiner unnützen Stiftung. Es muss also etwas anderes gemeint sein. Dieses Andere ist Wikipedia. Denn über den Spiegel und die Bertelsmann-Tochter "Wissen Media Group" hat Mohn/Bertelsmann auch die Wikipedia fest im Würgegriff. Seit April 2008 arbeitet auch der 1. Vorsitzende des Vereins Wikimedia Deutschland bekanntlich als bezahlter Redakteur für "Spiegel Wissen" und ist damit ein Mann von Bertelsmann.
Natürlich hat es innerhalb von Wikipedia Deutschland eine harte Diskussion zum Thema gegeben, aber daraus folgte leider kein entsprechender Schluss. Die Zusammenarbeit mit Bertelsmann geht weiter. Durch die klaren Worte von Arvato ist klar, dass Mohn/Bertelsmann Wissen im Internet zugunsten wirtschaftlicher Interessen und gegen Geld manipulieren will und wohl auch schon manipuliert.
Durch die Nähe von Wikipedia zu Bertelsmann stellt sich die Frage, inwieweit den Inhalten von Wikipedia noch zu trauen ist. Es ist kaum zumutbar, jedes Mal nachzusehen, ob der Inhalt manipuliert wurde oder nicht. Damit ist das gesamte Konzept in Frage gestellt, zumal es für wirkliche Insider auch Mittel und Wege geben dürfte, Artikel zu ändern, ohne dass dies in der Historie des Artikels auftaucht.
Wer Wikipedia und sich selbst an Mohn/Bertelsmann verkauft hat, hat damit das Vertrauen in Wikipedia zerstört, und dies war wohl auch ein Ziel der Bertelsmänner. Es ist schade, aber wohl nicht mehr zu ändern. Überall wo die Familie Mohn, der Bertelsmann Konzern oder die Bertelsmann Stiftung ihre Finger drin hatten, bleiben nur noch zerstörtes Vertrauen, Lügen und Schmutz übrig. Das reicht von den Gewerkschaften bis in die Politik – und nun leider auch in die einzige freie Web-Enzyklopädie.

Quellennachweis: Beitrag von Jochen Hoff von Duckhome im Partnernetzwerk

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