Köhler wiedergewählt: Der nächste Sargnagel für Republik und Demokratie

Sonntag, 24. Mai 2009-11:20 -|-Thema: Demokratie

Von moltaweto | – Jetzt ist es also amtlich … der „laut Demokratie_U_Behr_101_0125repräsentativen Meinungsumfragen beim Volk größtenteils sehr beliebte“, wenn auch ebenso nichtssagende wie korrupt-verlogene Bundespräsident Dr. Horst Köhler wurde von der Bundesversammlung mit „knapper absoluter Mehrheit“ für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Bravo … oder doch eher armes Deutschland?!? – Darüber habe ich mir „wieder einmal“ ein paar Gedanken gemacht.

Ob dieser Mann wirklich „das deutsche Volk“ repräsentieren würde, wenn dieses ihn direkt wählen könnte und zugleich halbwegs umfassend über seinen Werdegang und die dabei „für das Volk“ erbrachten Leistungen informiert wäre?  – So schwierig wäre es nicht einmal, sich diese Informationsgrundlagen zu beschaffen – dafür ist die Online-Enzyklopädie

Wikipedia trotz aller Zweifel an ihrer Geschäfts- und Gestaltungspraxis sowie gegenüber ihrer unübersehbaren einseitigen „politischen Korrektheit“ durchaus geeignet. Darüber hinaus muss man dann aber schon selbst recherchieren und sich dabei möglichst an die weniger offiziell publizierten, aber dennoch nachvollziehbaren Informationen halten – dann fällt es garantiert nicht schwer, den Politiker und Finanzexperten Horst Köhler umfassend genug „kennen zu lernen“, um zu wissen, für wen und was er auch als Bundespräsident steht! – Als Stichworte sollten hier der „Maastricht-Vertrag“ und die „Abwicklung der DDR im Zuge der Pseudo-Wiedervereinigung“ (—> Plunderland) sowie seine Berufung zum geschäftsführenden Direktor des Internationalen Währungsfonds genügen – es wäre aber auch nicht verkehrt, dabei zu beachten, dass Köhler die strikt neoliberale Agenda- und „Reformpolitik“ von Anfang an toll fand und auch heute noch dazu steht, obgleich ihm die (gegen die Mehrheit der Bevölkerung gerichteten) Reformen natürlich niemals weit genug gingen!

Es ist auch empfehlenswert, sich die zahlreichen Artikel anzuschauen und gründlich durchzulesen, die in den letzten Monaten über „unseren Bundes-Hotte“ veröffentlicht wurden. Nur beispielsweise etwa zwei aktuelle bei unserer Partnerseite Duckhome

Was die Wahl dieses Lieblings aller neoliberalen Kräfte in unserem Land angeht, der es (siehe oben) sicher nicht ohne Grund und auf Empfehlung des nur wenig später geschassten Ex-Bundeskanzlers Schröder bis zum „geschäftsführenden Direktor“ des IWF hatte bringen können– was fraglos eine sich selbst erklärende, von der uneingeschränkten Kapitalhörigkeit unserer politischen Klasse bedingte „Wechselwirkung“ hinsichtlich seiner breiten Unterstützung bei CDU/CSU, FDP und den marktradikalen Kreisen aller übrigen „etablierten“ Parteien ergibt, kann man sicherlich Spekulationen anstellen. Scusi! tut das – Bezug nehmend auf eine im Internet aufgeschnappte Meldung über die Schweizer Bundesversammlung – und selbstverständlich stellt er zutreffender Weise (?) fest, dass so etwas hierzulande „völlig undenkbar wäre“. Aber ein bisschen phantasieren und spekulieren sollte man schon dürfen, wenn man sonst schon (noch) nichts gegen dieses brandgefährliche, politische Affentheater ausrichten kann, oder?!

Ich stimme voll und ganz mit der Redaktion von Mein Parteibuch überein, die in einem gestrigen Artikel feststellte … „60 Jahre FDGO* – kein Grund zu feiern“ (* Freiheitlich-demokratische Grundordnung) … und ich denke auch wie Urs1798 und schließe mich der bildhaft gestellten Frage und überaus treffenden Feststellung an … „In guter Verfassung“ ~ Demokratie ~ So, wirklich???

Demokratie_U_Behr_101_0125Nun gut, dieses Thema ist nun also auch gegessen – und für uns hat sich dadurch nichts verändert, weil es definitiv egal ist, welcher oder welche verfügbare Mann/Frau das „höchste repräsentative Amt im Staate“ innehat. Was politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich usw. geschieht, bestimmen eh andere – und diese wiederum handeln dabei auch wieder nur auf Befehl anderer „Schattenherrscher“ und deren mächtigen Zwischenhändler …

Darüber haben sehr viele kritisch schreibende Frauen und Männer im Internet schon genug veröffentlicht und auch auf unserer Seite kann der/die wirklich interessierte Leser/in (Bürger/in) diverse Artikel inklusive beweisführender Argumentationen finden. Doch was nutzt und bringt es, wenn all dieses Geschriebene entweder nicht ernst genommen, aus Angst oder Oberflächlichkeit ignoriert oder, falls doch etwas ankommt und hängen bleibt, nicht weiterverbreitet wird?

Es muss – bald, in friedlicher und basisdemokratischer Art und Weise gewaltig – etwas  geschehen und was immer es im Endeffekt auch sein wird, es kann nur von unten nach oben passieren – von der gesellschaftlichen Basis, die sich aus der abgeschriebenen „Unterschicht“ und dem im freien Fall befindlichen „Mittelstand“ zusammensetzt, ausgehend und in Richtung „Eliten“ so viele Menschen aus den unterschiedlichen Schichten wie möglich mitnehmend. – Auch das habe ich persönlich, aber auch viele andere Menschen schon lange und breit dargelegt … all diese kritischen und zum ultimativen Aufbruch aufrufenden Appelle zusammengenommen enthalten auch sämtliche Lösungsansätze, mit deren Hilfe man das Ende eines sich selbst ad absurdum führenden politischen und wirtschaftlichen Systems erzwingen kann, das stets nur für eine verschwindend kleine Elite aller Gesellschaften unserer Welt „funktioniert“ hat.

Wie das genau gemeint ist, kann man am leichtesten in der von mir vor einiger Zeit „aufgestellten Aufbruchsthese“ >< nachlesen … hier habe ich versucht, mit strikt logischen und nachvollziehbaren Argumenten darzulegen, warum bislang kein geeigneter Widerstand gegen das elitäre Klassensystem entstehen konnte – und warum das für alle kritisch aktiven (egal ob schreibend oder sich durch Aktionen ausdrückend) Menschen fast schon peinlich zu nennen ist. Warum? – Nun, weil es im Endeffekt an denselben intellektuellen Barrieren und davon getragenen „klassischen Systeminstrumenten“ scheitert, aber definitiv nicht so sein dürfte, wenn die gemeinsame Sache und nicht die eigene Person in den Mittelpunkt gestellt würde!

Die Situation, die nicht zuletzt wegen dieser anhaltenden „Unvereinbarkeit“ der individuellen Ideen, Zielsetzungen und bevorzugten Wege des Widerstands entstanden ist und bislang i
mmer noch Bestand hat, umschreibt der Begriff „aktive Passivität“ geradezu genial, den ich bei Wahrheiten.org aufgeschnappt habe … und dieser „liebgewonnene Schlaf“ des überwiegenden Großteils der „Volksherde“ bleibt so lange ungestört, wie sich keine konkrete, ebenso laute wie überzeugende Bewegung einstellt, die diesen Tagträumern, die den Wald der Wahrheit vor lauter Bäumen der Lüge und Propaganda nicht sehen, die Augen öffnen und erfolgversprechende Alternativen aufzuzeigen vermag.

Auch diese Situation beschreibt Urs1798 im Rahmen ihres Projekts „Mauerfall“ genauso erschreckend wie perfekt … weil die Wahrheit hinter Propaganda und Lüge immer grausam und schrecklich war und es auch bleiben wird, wenn wir uns nicht geschlossen dagegen wenden!

20 Jahre Mauerfall_U_Behr_Blogs_000_00232

Das Wichtigste im Hinblick auf einen zivilen, basisdemokratischen Widerstand, der die schiere Übermacht der Geld- und Machteliten ausgleichen kann, welche sich aus der Kontrolle von Regierungen, Banken, Industrien, Medien usw. ergibt, muss vor allem eines sein: konstruktiv, entschlossen, auf ein feststehendes Ziel fixiert, nicht berechenbar und vielfältig – sowie auf möglichst viele tragende, „individuelle und unabhängige“ Schultern verteilt!

Beginnen muss es allerdings mit „staatsbürgerlichem Verantwortungsbewusstsein, menschlich-gesellschaftlicher Solidarität und beidem zuarbeitendem bürgerschaftlichen Engagement … und das wiederum bedeutet, dass wir auch die demokratische Möglichkeit von Wahlen nutzen und im Sinne der Beendigung des gerade in unserem Land extrem ausgeprägten machtpolitischen Größenwahns, der immer und überall mit der totalen Unterwerfung gegenüber den in Wahrheit bestimmenden Kräften und Kreisen einhergeht, anwenden!

Eine unabdingbare Notwendigkeit – sozusagen die vorderste Front des aktiven Widerstands – muss die Herausforderung des politischen Systems und seiner globalen Verstrickungen auf der Grundlage von beweisbaren, von den „Gesetzgebern der westlichen Welt“ aber brutal und gewaltsam unterdrückten Fakten unseren „Staat“ betreffend sein. Sie wird bereits auf unterschiedlichen Plattformen und mit verschiedenen Argumentationen betrieben … hier nur einige Beispiele …

Staat Deutschland

Volksgewerkschaft

Selbstverwalter (bspw. B. J. Fischer)

Kreative Aufklärer

unterschiedliche alternative Medien

… dazu gehören aber auch wirklich alle kritischen Internetseiten, die sich mit ihren Veröffentlichungen gegen den Meinungs- und Medien-Mainstream wenden, um eine wahrheitsgemäße, Aufklärung  praktisch als logisches Nebenprodukt produzierende Gegenöffentlichkeit zu erzeugen … diesen ist angesichts der zu erkennenden Bestrebungen unserer politischen Klasse dringend zu empfehlen sich in (Partner-) Netzwerken von Seiten und/oder Autoren zusammenzuschließen!

Auf der Grundlage dieser unbegrenzten solidarischen Kooperation habe ich heute auf unserer diesem Zweck gewidmeten „Werkstattseite“ auch einen entsprechenden und aktuellen Beitrag veröffentlicht …

Hinter dieser Front, mit der sich die Gegenseite befassen muss, da sie diese Störelemente schon lange nicht mehr ignorieren kann, müssen aber alle anderen Formen des Engagements ebenso zielstrebig und entschlossen gestaltet und vorangebracht werden … egal, ob es sich dabei um generelles soziales, gesellschaftliches oder politisches Engagement oder eine spezielle Interessenvertretung handelt. – Die oft und gerne erwähnten, da immer und überall vorzufindenden „Schnittstellen“ nutzend, muss dieses Engagement in Verbindung mit einer der Situation und den Zeichen der Zeit angepassten „Wahlbereitschaft“ im Juni und September dieses Jahres mit all dem verknüpft werden, was die oben genannten Frontkämpfer/innen an gangbaren und erfolgversprechenden Aktivitäten hervorbringen …

Das ist der Weg, den wir beschreiten und – jeder auf die Weise und den Gebieten, die ihm persönlich am ehesten entsprechen – zwar getrennt marschierend, aber demselben Ziel zustrebend unbeirrbar folgen – und den wir wegen dem unbestreitbar identischen Ziel trotz aller scheinbar trennenden Unterschiede gleich welcher Art gemeinsam bis zum Ende gehen müssen.

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gelesen: 220 · heute: 2 · zuletzt: 19. März 2010

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