Griechische Regierung will der TU Athen das Internet kappen
Freitag, 10. Juli 2009-9:38 -|-Thema: Internetzensur, ausland
Von Redaktion | Mein Parteibuch Blog | – Die Internetzensur in Europa breitet sich immer weiter aus. In Griechenland beabsichtigt die rechte Regierung nun, der TU Athen die Internetzugänge zu kappen, weil dort die Server der Webseite athens.indymedia.org stehen, die Faschisten in Griechenland in Dorn im Auge sind.
Wie Heise berichtet, hat der griechische Telekom Konzern OTE, an der der deutsche Stasi-2.0-Konzern Deutsche Telekom AG mit 30% beteiligt ist, der Universität angedroht, die Internetleitungen zu kappen, wenn die missliebigen Server nicht abgeschaltet werden.
Hintergrund der Drohung mit der Totalabschaltung des Internets ist, dass sich die in Griechenland spätestens seit der Machtübernahme durch die CIA übliche scharfe Zensur in der Uni immer noch nicht so einfach wie gewünscht durchsetzen lässt.
Aber nicht nur in Griechenland, sondern auch in Deutschland läuft die Zensur weiter auf Hochtouren. Nachdem der Uschi-Filter nun beschlossen wurde, bereitet Jasmin Klofta beispielsweise gerade mit dem Beitrag Hass und Hetze im “Weltnetz” in der deutschen Märchenschau den Boden für die Einführung der politischen Vorzensur des Internets vor. Da wird zum Beispiel Matthias Schwenk vom Blog bwlzweinull als “Unternehmensberater für Web 2.0-Anwendungen” vorgestellt und zitiert:
“Anders als Erwachsene, die das Internet gezielt wie ein Buch aufschlagen und an einigen wenigen Stellen suchen, sind Jugendliche wegen der Fülle an Informationen nicht mehr auf einzelne Medien ausgerichtet.”
Jugendschutz, ick hör dir trapsen. Man darf also annehmen, dass Die nächste Erweiterung des Uschi-Filters wird dann also den Schutz der Jugend vor extremistischen politischen Webseiten betreffen. Schließlich muss die deutsche Jugend davor geschützt werden, dass Jugendliche etwas anderes für wahr halten als die geliebte Bundesregierung ihnen erzählt. Es soll sogar Extremisten geben, die leugnen, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird. Und dass deutsche Jugendliche von solchen Hindukusch-Leugnern fehlgeleitet werden, das verbietet schon die Staatsräson der deutsch-amerikanischen Freundschaft.
Ach, ja, Zensur ist bei der Märchenschau auch mal wieder ein Thema. Im fiesen Iran, wo die Regierung sich einfach das Recht nehmen will, selbst zu entscheiden, zu welchen Bedingungen und an wen sie das viele amerikanische Öl verkaufen will, dass liebe Herrgott unter dem Sand im Iran verbuddelt hat, da wird ganz heftig zensiert. Dass der Iran gerade den von den USA mit rund 400 Millionen Dollar gesponsorten Versuch eines Staatsstreiches abgewehrt hat, verschweigt die Märchenschau dabei natürlich wieder. Die Märchenschau darf die Staatsräson der deutsch-amerikanischen Freundschaft schließlich nicht verletzen.
Davon, dass Griechenland nun so massiv von der Zensur betroffen ist, dass der Athener Uni die Internetleitung gekappt werden soll, erfahren Konsumenten der Märchenschau natürlich nichts. Schließlich ist Griechenland ja auch ein befreundetes Land der NATO, und da ziemt es sich für die Märchenschau nicht, über die alltägliche Zensur dort zu berichten. Natürlich genauso wenig, wie die Märchenschau darüber berichtet, dass in Deutschland kritische Blogger monatelang ins Gefängnis gesperrt werden und Beobachter der Zensurjustiz mit Dutzenden von Zensurverfahren überzogen werden.
Quellennachweis: Mein Parteibuch Blog. Dieser Beitrag steht unter einer Piratenlizenz.
























