Gender Trouble bei den Piraten

Freitag, 4. September 2009-16:35 -|-Thema: Parteien, Ticker

Von Benni | Keimform | – Schon länger gibt es eine schwelende Auseinandersetzung in und um die Piratenpartei. Sie wurde oft als Männerpartei bezeichnet und meist war das kritisch gemeint. Jetzt hat eine harmlose Nachfrage die Blogosphäre zum Kochen gebracht. Julia Seeliger (Grüne) wollte bloß wissen, wie hoch denn der Anteil der Frauen bei den Piraten sei.

Das kann ihr nun aber leider niemand beantworten, weil dieses Datum bei den Piraten nicht erhoben wird. Nun könnte man das einfach mit Datensparsamkeit begründen, aber das hieße die ideologische Bombe zu unterschätzen, die in diesem an sich harmlosen Fakt lauert.

An der daraus sich entwickelnden Auseinandersetzung kann man nämlich viel lernen. Sowohl über die Piraten als auch über den aktuellen Stand des Feminismus hierzulande. Die ganze Auseinandersetzung hat sehr viele Parallelen zu Fragestellungen um den niedrigen Frauenanteil in Freien Sofware Projekten, was ja hier auch schon öfter Thema war. Scheinbar regt das Thema Nerdkultur vs. Feminismus jetzt aber mehr auf, wo es in die politische Sphäre vordringt.

Bei den Piraten scheint es zwei große Fraktionen zu geben. Beide geeint in der Abwehr von Aufforderungen von Außen mehr dafür zu tun, dass sich Frauen bei den Piraten wohl fühlen. Zum einen gibt es jede Menge waschechte Antifeministen, bis hin zu nur kaum verhohlenem Frauenhass.

Die haben wohl offensichtlich den Ratgeber “Making Discrimination Easier” gelesen und die eigentlich satirische Absicht dahinter ignoriert. Die interessantere Position ist eine postfeministische, die auch von selbstbewussten Frauen bei den Piraten vertreten wird. Ich zitiere Mela Eckenfels als Beispiel:

“Ich möchte selbstverständliche Gleichberechtigung statt Feminismus. Jeder weibliche Pirat denkt für sich selbst.
Wir müssen nicht gerettet werden.
Wir wollen nicht gerettet werden.

Versteht das und versteht das wir ‘Frauenpolitik’ für ein Instrument des letzten Jahrhunderts halten, das Ungleichheit zementiert statt sie zu beseitigen.”

Sie schildert selbst den biografischen Hintergrund von dem aus sie zu dieser Auffassung gekommen ist:

“Als Teenager hatte ich schwere Probleme mit meinem Frau-Sein. Aber nicht das Frau-Sein war das eigentliche Problem, sondern eine Frau in dieser Gesellschaft zu sein. Es wurden Ansprüche an mein Verhalten und Sein an mich herangetragen die ich weder erfüllen konnte, noch wollte. “Es ist gefährlich als Frau alleine im Dunkeln unterwegs zu sein…” war nur eine dieser Einschränkungen die ich für mich nicht annehmen wollte.

Ich habe mich dadurch nicht behindern lassen. Ich habe die Angst vor der Schwäche als Frau mein Leben nicht bestimmen lassen. Ich habe meinen Freundes- und Bekanntenkreis so zusammengestellt das mein Frau-Sein keine Rolle spielte. Ich habe einen Beruf gewählt, der für Frauen doch ach so ungewöhnlich sein muß. Es machte keinen Unterschied. Ich bin eine Person und werde als solche angenommen. Mein Umfeld wertet meine Worte nicht nach der Frage ob sie von einer Frau oder einem Mann kommen.. Sie kommen von einer Person, die sie je nach Sinnhaftigkeit meiner Aussagen mehr oder weniger ernst nehmen.

Seitdem habe ich keine Probleme mehr mit meinem Geburtsgeschlecht.

Und nun kommt IHR und wollt mir erzählen das ich anders bin und das Anderssein vor mir herzutragen habe? Ist es zu gefährlich für mich in der dunklen Gleichberechtigung der Piratenpartei?”

Das ist eine wie ich finde völlig nachvollziehbare Einstellung. Wer einmal gelernt hat, nicht mehr Opfer zu sein, will sich diese Rolle auch nicht mehr aufdrängen lassen. Doch taugt es auch als politische Maxime? Was ist mit den Teenagern die heute in der Lage sind, in der Mela früher war? Was ist mit den Frauen, die nicht ihren Weg gegangen sind, weil sie vielleicht nicht die Kraft hatten sich über gesellschaftliche Konventionen hinweg zu setzen? Oder was ist mit den Frauen, die immer noch deutlich schlechter verdienen als ihre männlichen Kollegen?

Was mit den immer noch zahlreichen Opfern männlicher Gewalt? Und schließlich: was ist mit den Frauen, die sich gerne für Bürgerrechte engagieren würden, die aber die piratige Nerdkultur in der es immer auch die Fraktion der oben geschilderten Sexisten gibt nicht ertragen? Ich glaube sofort, dass man damit kein Problem haben muss, aber ist das wirklich ein Argument? Reicht es nicht, wenn nur eine Frau aufsteht und sagt: “He, ich würde an sich gerne bei euch mitmachen aber der unterschwellige Sexismus hält mich davon ab.”? Was die Piraten antworten ist bloß: Jeder kann bei uns mitmachen, so lange er ein Mensch ist (Ich vermute mal, sie würden das sogar sofort ausweiten, wenn es auch nur leiseste Anzeichen extrahumaner Intelligenzen gäbe).

Das wiederum wirft eine andere Frage auf. Der Feminismus hat immer betont, dass die ganze westliche Geistesgeschichte mindestens seit der Aufklärung immer von “Mensch” gesprochen hat, wenn sie “Mann” meinte (Und Antirassisten haben das auf “weißer Mann” erweitert (und die Schwulenbewegung auf “weißer heterosexueller Mann” (und …))). In diese Falle tappen die Piraten hier. Sie erklären die Utopie der Aufklärung (in diesem Fall hier für die Frauen) für schon eingetreten. Alle Menschen sind gleich. Leider ist dem nicht so. Auch nicht bei den Piraten.

Die Piraten sollten mehr auf die Leute in ihren eigenen Reihen hören, die sich dieses Problems bewusst sind. Nur weil man selbst ein Problem nicht hat, sei es aufgrund von Privilegien oder auf Grund von einem langen Lernprozess, sollte man es nicht zu einem “Problem anderer Leute” machen.

Ein anderes spannendes Thema wäre mal genauer zu gucken, wie denn die verschiedenen Strömungen des Feminismus in dieser Frage auftreten. Schließlich erinnert die Piratenposition “Das Netz macht uns gleich” auch sehr an den Cyborg-Feminismus einer Donna Haraway. Machen differenzfeministische oder gleichstellungsfeministische Positionen hier einen Unterschied? Wenn ja, welchen?


Quellennachweis für diesen Beitrag:Keimform – Die Beiträge von Keinform sind gemeinfrei (”public domain”). Gleichwohl freuen wir uns über eine Quellenangabe und andere Hinweise auf den Blog keimform.de.


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Thema: Parteien, TickerBeitrag drucken |
gelesen: 2673 · heute: 7 · zuletzt: 11. März 2010

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15 Kommentare

  1. Ich kann nur dazu sagen wer auf Unterschiede besteht, will keine Gleichberechtigung.

  2. Zum einen gibt es jede Menge waschechte Antifeministen, bis hin zu nur kaum verhohlenem Frauenhass.

    Interessante Aussage. Wie kommst du zu solch einer Meinung?

    Es gibt gar keine Auseinandersetzung von “Nerdkultur” vs. Feminismus bei den Piraten. Dieses ganze Gender Gesülze wird von aussen an die Partei getragen und kommt nicht von der Partei selbst. Und es prallt wunderbar ab, und das ist auch gut so, denn die Piraten unterscheiden nicht zwischen Geschlechten, was bei anderen Parteien schon der erste Schritt der Diskrimierung ist. Aye

  3. Was sollen die Piraten denn deiner Meinung nach machen? Inwiefern kann denn ein bestimmtest Geschlecht benachteiligt werden, wenn man von vornherein davon ausgeht, dass das Geschlecht als Faktor keine Rolle spielt?

  4. Wie mein Vorposter Woxel0r: “Zum einen gibt es jede Menge waschechte Antifeministen, bis hin zu nur kaum verhohlenem Frauenhass.” – Bitte wo?? Zitate wären Gold wert.

    Dein Artikel stützt sich auf Nicht-Vorhandenes und Du zitierst eine Piratin, um deine Argumente zu untermauern. Funktioniert aber nicht, denn die Piratin hat Recht. Sie ist zufrieden mit der Art, wie die Piraten das “Problem” der Geschlechter angehen: Nämlich gar nicht! Und so sollte man es handhaben. Gleichberechtigung fängt da an, wo man aufhört, zu unterscheiden.

    Sobald man zwanghaft versucht, eine scheinbare “Ungerechtigkeit” mithilfe temporärer Bevorzugung auszugleichen, läuft man erst recht in Gefahr, sich diskriminierend gegenüber einer Bevölkerungsgruppe zu benehmen.

    Na und, dann gibt es eben 90% männliche Piraten. Wer sich da benachteiligt fühlt, ist selbst Schuld daran, wenn ’sie’ nicht den Schneid hat, einfach mal Mitglied zu werden um sich selbst zu überzeugen. Die Piraten haben keine “Ablage W” für die Mitgliedsanträge von Frauen! 90% Männer, egal! Mädels, es liegt an euch. Sollen die Piraten jeden zweiten Mitgliedsantrag wegwerfen, um eine Frauenquote zu erreichen? Ich bitte Dich.

    Whynodd,
    männlich, (noch) kein Pirat.

  5. 5
    Piratenparteimitglied 
    Samstag, 5. September 2009

    Ich wähle die Piratenpartei gerade WEIL es dort keine Frauenquote gibt, WEIL es dort nicht das übliche feministische Opfer-Gejammere von Frauen gibt, die ohne Quote nichts geregelt kriegen.

  6. Zitat: “Oder was ist mit den Frauen, die immer noch deutlich schlechter verdienen als ihre männlichen Kollegen?”

    Die sollen bitteschön vor’s Arbeitsgericht ziehen und auf gleichen Lohn klagen. Wenn man das Diskriminierungs-Gesülze in den Medien und in den politischen Parteien für bare Münze nähme, müssten die Erfolgsaussichten bombig sein bei derart offenkundiger Benachteiligung. Zensursula selber hat früher immer gesagt, dass Frauen für gleiche Arbeit 23 Prozent weniger Lohn bekommen als Männer (wundert mich sehr, dass angesichts dessen überhaupt noch Firmen gibt, die Männer einstellen). Also, ihr vielen Millionen benachteiligten Frauen: Nehmt euch Anwälte und klagt vor dem Arbeitsgericht!
    Komischerweise hat das jedoch seit gut 20 Jahren kaum noch jemand gemacht. Was zeigt: Dieses Gerede von der weiblichen Einkommensbenachteiligung ist nichts als ein Märchen.

  7. 7
    Peter Peiler 
    Samstag, 5. September 2009

    Ich finde es lustig. Wie viele von denen, die hier immer von Sexismus etc. pp. schreiben, haben versucht in der PP mitzuarbeiten? Wer hat schon selbst Erfahrungen sammeln können? Man stützt sich auf Einträge in Foren, die von jeder beliebigen Person kommen können und nicht belegbare Aussagen über eine weiblichen Anteil von Mitgliedern. Ob das so aussagekräftig ist, weiß ich nicht.

    In ihrer ganzen Kritik übersehen die Verfechter des Feminismus aber zu gerne, dass die Wählerschaften der einzelnen Parteien recht ausgewogen sind. Die Werte schwanken immer zwischen 47% und 52% Frauenanteil. Eine besondere Bevorteilung von frauenaffinen Parteien, wie die Grünen lässt nicht feststellen. Trotz ihrer Quotenregelung von 50%+x erhaltene sie nur einen Wähleranteil von 52%. Ebensoviel erhält die CDU mit einem Quorum von 33%. Einen Vorsprung durch eine sehr aggressive Frauenpolitik ist in der Wählerschaft nicht zu erkennen. Wählen Frauen doch eher nach Programm als nach interner Frauenquotenregelung?

  8. Ich bin weder Piraten- noch Grünen-Wähler und auch in keiner Partei aktiv, aber das hier ist doch wirklich unter Zimmertemperatur. Scheint mir fast so, als würde da jemand die Konkurrenz fürchten?

    Nur, weil irgendwo Leute nicht Zahlenschieber zwischen zwei Spalten spielen, von denen die eine mit “männlich” und die andere mit “weiblich” betitelt ist, werden sie gleich als Frauenfeindlich abgestempelt. Kleinkariert nenne ich so was!

    Und dann wird auch noch ausgeholt und von Themen geschrieben, die mit dieser Sache nichts zu tun haben. Wie intollerant und arrogant kann man eigentlich sein? Und das als Grüne?

    Dieses “Gender-Gerede” ist nicht zeitgemäß, es ist schlicht und einfach lächerlich. Wer es nötig hat immer noch zwischen Männern und Frauen unterscheiden zu müssen und nicht merkt, dass beide nur Menschen sind, ist für sich anscheinend noch nicht mit der Geschlechtsunterscheidung im Frieden.

    So ein Schubladendenken hätte ich den Grünen nicht zugetraut!

  9. Ich kan nur sagen wow. Die PP habe ich bewußt gewählt, weil sie auf den Genderschmuss komplett verzichtet und sich bewußt Themen zu wendet die sie kennt und beackeren kann. Das die Partei niemlas allein eine Mehrheit bilden wird ist mir dabei durchaus klar. Eine CDU zu ersetzten war glaube ich auch nicht das Ziel. Bloss den Kurs ändern.
    Da hat sich also jmd. Gedanken um etwas gemacht, eine Partei gegründet, Unterstützer und Wähler um sich versammelt und aktiviert UND jetzt folgt eine Gruppe die sich ins gemachte Nest setzt und nach einer Quote plärrt? Sorry, dann werde ich doch lieber Nichtwähler. AAARRRR.

  10. Sexismus siehst du wo genau bei den Piraten? Wenn Piraten das Geschlecht gar nichts entscheiden lassen…. wie soll das gehen.

    Du fragst: “Was ist mit den Teenagern die heute in der Lage sind, in der Mela früher war?”
    ja was denn, sollen die auch Angst bekommen vor den bösen Männern oder einfach tun was sie selbst wollen?
    Du fragst: ” Was ist mit den Frauen, die nicht ihren Weg gegangen sind, weil sie vielleicht nicht die Kraft hatten sich über gesellschaftliche Konventionen hinweg zu setzen?” denen geschieht das gleiche wie Männern in dieser Situation. – und ohne Leidensdruck ändern die Menschen ihr unpassendes Verhalten nicht.

  11. Nehmen wir als Vergleich die Rassenfrage. Thomas Sowell, in seinen Studien,Ethnic America und Race and Culture, hat gezeigt das nachdem alle Gesetzte die gegen eine Gruppe diskriminieren, gestrichen sind, es etwa 10 Jahre dauert bis alle Rassen proportional zur Gesamtbevölkerung, in allen Berufen aufgenommen werden. Nach etwa 20 Jahren besteht kein nennenswerter Unterschied in Einkommen zwischen der neuen Gruppe und den nationalen Durchschnitt.

    1980 hat man in Süd Afrika die beruflichen Einschränkungen gegen Inder und Farbige gestrichen und etwa der gleiche Zeitplan hat sich wieder bestätigt, trotz vieler Vorurteile in der Bevölkerung.

    Etwa vor 30 Jahren sind die letzten Gesetzte die Berufswahl der Frauen einschränken gefallen. Wenn Frauen immer noch manchen Berufe seltener wählen, dann ist das weiß Gott ihre eigenes Tun.

    Ausserdem kann ich beim besten Willen nicht verstehen warum das schlimm ist.

  12. 12
    Seelensammler 
    Samstag, 5. September 2009

    Ich denke, ich spreche für eine Vielzahl, wenn nicht die überwiegende Anzahl derer, die die PP eben gerade auch wegen der Absenz von Gender und Quoten wählen. Mir ist es schlicht ein Rätsel mit welcher Chuzpe Feministen vesuchen die PP zu kapern, noch bevor offene Gewässer erreicht sind. Ein Blick nach Skandinavien reicht; dort gibt es feministische Parteien und es bleibt auch hier in Deutschland Frauen unbenommen, eine solche Partei zu gründen, wenn sie sich bei den etablierten Parteien nicht aufgehoben fühlen. Was mir aber unverständlich ist, gerade auf die Ursachen des Entstehens der PP bezogen, warum Themen im Vordergrund stehen sollen, die originär höchstens am Rande bis gar nichts mit der PP zu tun haben.

    Sollten diese Themen, ähnlich wie bei den Grünen, die innerparteiliche Debattenkultur dominieren, wäre ich sofort weg. Dafür muss man nicht mal Anti-Feminist sein, es reicht, wenn man die demokratischen Kulturtechniken höher einschätzt, als eine Verquotierung von Politik.

  13. Also ehrlich, was für ein Unfug. Es gibt in der Piratenpartei nicht mehr Antifeministen als anderswo auch. Und von Frauenhass kann ja nun wirklich nicht die Rede sein. Mela hat vollkommen recht. Das Bewußtsein, dass sie als Mensch akzeptiert werden, muss jede Frau für sich selbst entdecken!

    Ich sehe keinen Sinn in Frauenquoten, geschlossenen Frauengruppen und Frauenbeauftragten. Wie Mela schon sagte, die Frauenförderung ist ein Instrument aus dem letzten Jahrhundert. Mir sind bei einer Partei Inhalte wichtiger als die Geschlechterverteilung! Wer sich den bis zum Exzess kultivierten Gleichstellungswahnsinn bei den Grünen oder den Linken anschaut, der kann nicht im Ernst fordern, so einen Unfug auch noch in der Piratenpartei zu fordern. Die hohe Politik ist kein Verein zur Förderung psychisch beeinträchtigter Frauen, die kein bischen Selbstbewußtsein haben und deshalb meinen auf “Frauenpolitik” angewiesen zu sein. Und sie ist auch nicht dazu da den Feministinnen mittels Quote auf gute Posten kommen zu lassen. Und was bitte nutzt den Grünen ihr hoher Frauenanteil, wenn die Mitglieder dann in wichtigen Abstimmungen im Parlament ihre Stimme enthalten? So geschehen z.B. beim Zugangserschwerungsgesetz.

    Wesentlich aussagekräftiger finde ich, dass die Wählerschaft der Grünen im Schnitt steinalt ist. Das spiegelt sich offenbar auch im gelebten Parteialltag wider. Die Wähler der Piratenpartei dürfen sich dagegen über ein durchschnittlich sehr niedriges Ergebnis freuen. Was bedeutet: die Piratenpartei spricht besonders junge Wähler an, also gerade die Gruppe, die die anderen Parteien in der Vergangenheit nur wenig mobilisieren konnten.

    Nun kommen ein paar einzelne Frauen daher – wovon eine übrigens früher einmal öffentlich 20-lagiges Toilettenpapier in Damenklos gefordert hat – und meinen, nein fordern, dass man den Gleichstellungskäse auch in der Piratenpartei mitmacht. Da hat wohl jemand den Knall nicht gehört. Zumal diese Frauen mit Transparenz offenbar nichts zu tun haben. Die ist aber ein Maxim der Piratenpartei.

    Diese Emanzen haben der Piratenpartei leichtfertig Schaden zugefügt. Und, wie ich meine, aus egoistischen Motiven heraus. Sie sollten lieber zu den Grünen oder den Linken gehen, da wären sie gut aufgehoben. Die Piratenpartei ist eine moderne Partei und bleibt hoffentlich auch in Zukunft frei von ideologischen Denkweisen.

  1. [...] Gender Trouble bei den Piraten » Piraten, Frauen, Frau, Feminismus, Mann, Problem » Womblog [Worte... (tags: gender piratenpartei geschlecht ppd feminismus frauen politik parteien) [...]

  2. [...] Dann klappt es auch mit dem Feminismus. [...]

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