Kommunikationsguerilla: Im Herz der Bestie – Medien hacken

Samstag, 23. Januar 2010-11:47 -|-Thema: Deutschland, Gesellschaft, Manipulationen, Partnernetzwerk

Von POLITEIA | – Interessanter Vortrag über die Methoden der Kommunikationssguerilla beim 26th Chaos Communication Congress Ende letzten Jahres in Berlin:

 

Was haben Friedrich Engels und die Yes Men gemeinsam? Was ist Kommunikationsguerilla und wie unterscheidet sie sich von der Medienguerilla? Wie kann ich den Botschafter der USA mit einer kleinen lancierten Fotomontage zur Absage eines öffentlichen Auftritts zwingen? Medienguerilla kann Aktienkurse rutschen lassen oder einfach nur Spaß machen. Anhand von unterhaltsamen Beispielen werden verschiedene Methoden und Techniken gezeigt, mit denen Mainstream-Medien gehackt werden können. Dabei werden Sicherheitslücken und Einfallstore für Medienhacking demonstriert und Möglichkeiten für Hacks in der Zukunft aufgezeigt. Denn Medienguerilla lebt vom Mit- und Selbermachen…”Wer in der Kommunikation die Regeln der kulturellen Grammatik nicht nur unbewusst praktiziert, sondern kreativ mit ihnen umgeht, kann sie für seine eigenen Zwecke benutzen, instrumentalisieren oder umdrehen, indem er sie mit abweichenden Inhalten füllt, in die ritualisierten Gewänder schlüpft, sich fremde Rollen anmaßt und dabei unter Umständen im Tonfall der Macht spricht”, verrät das Handbuch der Kommunikationsguerilla.

Mediengueriller@s etablieren falsche Pro-Kriegs-Organisationen, täuschen Aktionen an und eskalieren Verkaufsevents von Elektronikmärkten. Sie bauen falsche Websites und geben sich professionell als Pressesprecher von Unternehmen und Institutionen. Sie verschicken falsche Einladungen und Pressemitteilungen, ändern mit Ankündigungen polizeiliche Feindbilder und stiften subversive Verwirrung. Sie schmuggeln sich in Fernsehbeiträge und Talkshows, spielen mit der Rhetorik ihrer Gegner und klatschen für Leute, die diesen Beifall gar nicht haben wollen.

Wer Medien hacken will, muss den kulturellen Code kennen. Dazu gehört das Eindringen in das System, um es von innen heraus zu manipulieren. Hier ist die Schnittmenge von Medienguerilla und Hacken.

“Ist die beste Subversion nicht, die Codes zu entstellen, statt sie zu zerstören?”, fragte der französische Philosoph und Wissenschaftler der strukturellen Semiotik, Roland Barthes. Recht hat er.

Links:

* http://www.hedonist-international.org

* http://www.twitter.com/muentefering

* http://www.schoener-krieg.tk

* http://tito.blogsport.de

Weitere lohnenswerte Videos finden sich hier.

Quelle: – POLITEIA – Dieser Beitrag steht unter einer CC-Lizenz.

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gelesen: 255 · heute: 3 · zuletzt: 10. März 2010

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