Vorauseilender Gehorsam bei SourceForge?
Donnerstag, 28. Januar 2010-7:29 -|-Thema: Internetzensur
Von StefanMz | keimform.de | – Das große Plattform für die Entwicklung Freier Software, SourceForge, sperrt seit einigen Tagen Nutzer mit IP-Adressen aus Syrien, Kuba, Iran, Nordkorea und dem Sudan aus. SourceForge rechtfertigt den Schritt damit, dass diese Länder auf der »Schurkenstaat-Liste« der US-Regierung stehen und man sich an US-Gesetze halten müsse.
Netzpolitik.org weist darauf hin, dass US-Außenministerin Clinton die Freiheit des Internet beschwört. Das liest sich so:
EN: We stand for a single internet where all of humanity has equal access to knowledge and ideas. And we recognize that the world’s information infrastructure will become what we and others make of it.
DE: Wir stehen für ein einziges Internet, mit dem die ganze Menschheit gleichen Zugriff auf Wissen und Ideen hat. Und wir erkennen, dass die Informationsinfrastruktur der Welt das werden wird, was wir und andere aus ihr machen.
Oder ist der zweite Satz doch als versteckte Drohung zu lesen?
SourceForge hat keinen Grund voreilig und untertänig vermeintliche Wünsche der US-Administration zu erfüllen. SourceForge verstößt damit explizit gegen Grundregeln der Freien Software: Nutzung der Software zu jedem Zweck — und durch alle, die es wollen.
Quelle: – StefanMz auf keimform.de – Hinweis: – Alle Blog-Beiträge werden von ihren jeweiligen Urhebern zur uneingeschränkten Nutzung freigegeben. Sie dürfen beliebig verbreitet, genutzt und verändert werden, auch für kommerzielle Zwecke und auch ohne Namensnennung, in dem Umfang, der in der jeweiligen nationalen Rechtsordnung möglich ist. Die Beiträge sind damit gemeinfrei (“public domain”). Gleichwohl freuen wir uns über eine Quellenangabe und andere Hinweise auf den Blog keimform.de.










