Finanzkrise – Die zweite Welle kommt Teil II
Sonntag, 31. Januar 2010-13:12 -|-Thema: Partnernetzwerk, Wirtschaft
Von Michael Poost | aristo blog | – Ein Zusammenbruch des US Gewerbe immobilienmarktes hätte dramatische Folgen. Nicht nur für die USA. Wann es passiert kann niemand sagen, das es passieren wird bezweifelt kaum noch einer. Nachfolgend einige Zitate aus der Wirtschaftspresse.
In der Finanzwelt sind die Ängste vor einem möglichen Kollaps des US-Gewerbeimmobilienmarktes gestiegen. Ein Crash könnte sogar härter ausfallen als das Subprime-Debakel 2007, das als Ursprung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gilt.
Experten zufolge sei eine Kettenreaktion möglich, die weltweit ihre Spuren hinterlassen würde. Die Sorgen sind nicht unbegründet, wie Stuart Saft, Partner bei der internationalen Anwaltskanzlei Dewey & LeBoeuf, aufzeigt.
Refinanzierungsprobleme könnten das drohende Finanzbeben auslösen.
Zwischen jetzt und 2013 ist zumindest eine Finanzierungssumme für US-Gewerbeimmobilien in Höhe von 1,3 Bio. Dollar fällig. Nach Angaben von Saft kann jedoch selbst “unter den denkbar besten Umständen” nicht einmal die Hälfte der ausstehenden Schulden refinanziert werden.
1300 Milliarden Dollar stehen im Feuer. Und das ist erst der Anfang.
“Der Gewerbeimmobilienmarkt pfeift aus dem letzten Loch”, betont Saft. Ohne drastische Maßnahmen seien die Folgen für die gesamte Wirtschaft katastrophal. Die Immobilien-Kreditblase hinterlasse den Banken bei Bürogebäuden und anderen Gewerbeimmobilien gigantische Verluste. Der Handlungsspielraum von Regierung und Notenbank sei mittlerweile jedoch begrenzt. Die Staaten stünden aufgrund der vergangenen zwei Jahre ohnehin am Rande des Bankrotts. Ein Kollaps des Gewerbeimmobilienmarktes könne den USA “den Rest geben” und eine weltweite Kettenreaktion zur Folge haben.
Quelle: Schweizmagazin
Miet- und Kaufpreise für Gewerbeimmobilien fallen schon seit Monaten. Doch noch ist es ruhig.
Viele Analysten hatten bereits für 2009 schwerwiegende Probleme für den Gewerbeflächen-Immobilienmarkt erwartet. Konjunkturelle Gründe, der erwartete Zusammenbruch des mit Gewerbeimmobilien-Hypotheken unterlegten CMBS-Marktes (Commercial Mortgage Backed Securities) und erhöhte Bonitätsanforderungen für Anschlussfinanzierungen hätten eigentlich eine Flut von Zwangsvollstreckungen und Fire sales auslösen müssen. Daraus ergeben sich für FRE zwei Fragen: Erstens, warum werden so wenige Immobilen angeboten? Zweitens, wie wahrscheinlich ist es, dass 2010/2011 eine Angebotsflut kommt?
Lt. FRE ist Hauptgrund für die zögerliche Vorgehensweise von Banken bei in Verzug geratenen Hypotheken ist, dass fast alle Banken nach dem Zusammenbruch des Wohnungsmarkts schon ihre Wohnungsengagements „äußerst unangenehm“ wertberichtigen mussten. Deswegen widmeten sich lt. FRE Banken nur zögernd den weniger schwerwiegenden Problemen des gewerblichen Marktes. Banken sind (noch) in vielen Fällen bereit, bei fällig werdenden Darlehen kurzfristige Darlehensverlängerungen einzuräumen. Diese Praxis wird oft als "lend and pretend" (verleihen und wegschauen) bezeichnet. Die Hoffnung, dass sich die Lage des Markts vor dem neuen Fälligkeitsdatum wieder erholen wird, hat zum „Übersehen“ des zwischenzeitlichen Wertverfalls geführt, um so in den Bilanzen keine Wertberichtigungen vornehmen zu müssen.
Wie gehabt. Das ist die Kopf-in-den-Sand-Methode. Und was die Prognosen von Analysten wert sind, haben wir in den letzten Monaten eindrucksvoll miterleben dürfen. Nämlich gar nichts. Der Zeitpunkt für Wertberichtigungen wird kommen. Dann wird wieder deutlich, auf welchen maroden, verrotteten Holzbalken das Finanzsystem steht.
Here in the U.S. market, commercial real estate is worth about $6.5 trillion, and is financed by an estimated $3.1 trillion in debt.
And that debt is going bad at an escalating rate. In March, the delinquency rate on about $724 billion in securitized debt reached 1.8%. As percentages go, that’s a pretty small number. In fact, it’s less than a quarter of the housing market’s record-breaking mortgage-delinquency rate of 7.88% for the fourth quarter, according to the Mortgage Banker’s Association.
But don’t let that 1.8% rate fool you: The delinquency rate on commercial-real-estate debt has more than doubled just since September, according to a new Deutsche Bank AG (DB) report called “Commercial Real Estate at the Precipice.”
Quelle: moneymorning
(Anmerkung: amerik. Trillion = Billion, Billion=Milliarde)
The U.S. office vacancy rate
hit a 15-year high in the fourth quarter and landlords slashed rent last year by the largest amount since at least 1980, real estate research firm Reis Inc said on Friday.
"This period marks the eighth consecutive quarter since the beginning of 2008 that office properties registered
deterioration in occupied space," Victor Calanog, Reis director of research, said in a statement. "We should not understate the amount of pressure that office properties endured since therecession began."
During the fourth quarter the national office vacancy rate climbed 0.40 percentage point from the third quarter to 17 percent, the highest level since 1994.
Quelle: Reuters
„Ich glaube nicht, dass wir bislang auch nur annähernd eine Vorstellung darüber haben, wie dramatisch sich die gesamte Situation noch entwickeln wird. Der Tunnel ist immer noch tiefschwarz.”
Infokriegernews
Wir werden sehen, was passiert.










