Generation Krise schlägt zurück
Montag, 1. Februar 2010-13:51 -|-Thema: Arbeitsmarkt
Von Michael Koschitzki – Berlin | SAV | – Aufruf „Jugend für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme“ bundesweit gestartet – Die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Ausbildungsplatzabbau, Übernahme stopps, Entlassungen – in allen Branchen.
Dagegen haben AktivistInnen von Linksjugend [‘solid], DIDF-Jugend und VertreterInnen von Gewerkschaftsjugenden verschiedener Bereiche eine Kampagne gestartet. Sie wollen zu den Demonstrationen des Bündnisses „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ am 12. Juni mobilisieren, dort einen Jugendblock organisieren und eine bundesweite Konferenz einberufen.
Was bedeutet die Krise für Jugendliche? „Die Jugendarbeitslosigkeit ist in kurzer Zeit rasant gestiegen. SchülerInnen und Studierenden wird keine Zukunft geboten: Über eine Million Jugendliche sind bereits auf Hartz IV angewiesen.
Es wird immer weniger ausgebildet. Gerade Jugendliche werden als erstes für Teilzeit, Leiharbeit und Niedriglohnjobs herangezogen. Junge Frauen sind davon in besonderem Maße betroffen. Für diejenigen, die eine Ausbildung haben, wartet statt der Übernahme oft die Arbeitslosigkeit.“
Zu den Initiatoren des Aufrufs gehören Basisgruppen von Linksjugend [‘solid], DIDF-Jugend Berlin, Junge GEW Berlin sowie Aktive aus Gewerkschaftsjugenden.
Der Aufruf richtet sich an weitere UnterstützerInnen, die eine Kampagne für Übernahme und Arbeitsplätze, gegen Jugendarbeitslosigkeit und Bildungsabbau sowie niedrige Löhne starten wollen.
Die Website www.generationkrise.de berichtet über Aktionen und Projekte der Beteiligten. Der Aufruf macht Kampfvorschläge: „Was wir jetzt brauchen, ist entschlossene Gegenwehr von Studierenden, SchülerInnen, Azubis, Beschäftigten und Erwerbslosen: angefangen bei lokalen Kampagnen und Aktionen, über Proteste zu Demons„Lehrjahre sind keine Hundejahre!“
Jugend für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme fordert statt Hartz IV und Mc Jobs:
• Ein gebührenfreier Studien- oder betrieblicher Ausbildungs- und Arbeitsplatz im gewünschten Beruf für jede und jeden
• Kostenlose Bildung für alle
• Wer nicht ausbildet, zahlt: Mit dem Geld Schaffung von 300.000 betrieblichen Ausbildungsplätzen im Öffentlichen Dienst
• Übernahmegarantie ohne Befristung im erlernten Beruf für alle• Kein Lohn unter zehn Euro pro Stunde










