Solidarität mit den Soldaten in Afghanistan und anderswo
Freitag, 5. Februar 2010-12:22 -|-Thema: Afghanistan
Von Dauni | Der Dwarslöper | – Wer glaubt, ich sei jetzt völlig durchgeknallt und hätte die Seiten in Richtung Kriegsbefürworter gewechselt, unterliegt einem großen Irrtum. Ich bin noch völlig klar im Kopf.
Im Gegensatz zu Reinhold Robbe, dem Wehrbeauftragten des Bundestages, auf dessen Mist die Forderung Anregung zu mehr Solidarität mit unseren tapferen Soldaten und -innen im Auslandseinsatz stammt. Da sie, um mit seinen Worten zu sprechen,
deutsche Interessen vertreten ,
im Auftrag des Parlaments arbeiten
(nochmals danke an alle Abgeordneten, die gegen den Willen eines großen Teils der Bevölkerung der Verlängerung des Afghanistanmandats wieder zugestimmt haben)
und Friedensdienst im besten Sinne leisten,
beispielsweise durch die Bombardierung terroristischer Tanklastzüge,
stehe ihnen mehr Rückendeckung und Anererkennung zu.
Da das dämliche Volk ihnen bisher beides standhaft verweigert, müsse dieses, so Robbe, jetzt organisiert werden. Und zwar durch Gewerkschaften, Kirchen und anderen großen Organisationen.
Nach seinen Vorstellungen sollten beispielsweise die Kundgebungen am 1. Mai dazu genutzt werden, nicht nur linke Reden zu schwingen (Anmerkung des Autors), sondern auch an die teutschen Soldaten im Ausland einschl. der durch die kriegsähnlichen Zustände Gefallenen zu erinnern. Großartige Idee. Endlich fügt sich wieder alles zusammen: Ehrenmäler, Tapferkeitsmedaillen und nun der Tag der Arbeit als Heldengedenktag.
Aber es geht noch weiter, denn Herr Robbe sprüht geradezu von tollen Einfällen.
In Kirchen könnten Fürbittengebete für die sich im Einsatz befindenden Truppen abgehalten werden, als Dauereinrichtung bei jedem Gottesdienst, nehme ich mal an. Vielleicht sollten wir auch lernen, Voodoopuppen in Gestalt der Taliban anzufertigen…. Man kann ja nicht wissen, wofür es gut ist.
Einen Sonntag in jedem Jahr könne lt. Robbe außerdem der Solidarität mit den Soldaten gewidmet werden. Wie er sich das genau vorstellt und was wir alle dazubeitragen können, hat er allerdings nicht gesagt.
Ich würde Menschenketten mit Lichtern in den Händen vorschlagen. Das Absingen der leicht abgewandelten ersten Strophe der Nationalhymne würde dazu gut passen. Deutschland, Deutschland überall bald , überall bald auf der Welt. Weitere Textvorschläge dürfen gemacht werden…
Und wenn wir jetzt schon mal dabei sind, Solidarität anzumahnen: wo bleibt der Aufruf an alle jungen Männer und Frauen, gefälligst ihrer vaterländischen Pflicht nachzukommen, Nachschub Nachwuchs für die Truppe zu produzieren, dem ab dem 3. Lebensjahr ein Bundeswehrkindergarten sicher ist und dem anschließend auf bundeswehreigenen Schulen die Marschrichtung beigebracht wird. Merke: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Und mit der richtigen Einstellung macht sterben für deutsche Interessen doppelt soviel Spaß.
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Ich möchte Herrn Robbe auch eine Ehre erweisen: auf meiner Liste der Dummschwätzer steht er ab sofort den ersten Platz. Für seine besonderen Leistungen um das Wohl unserer Soldaten.
























