Argentinien: Protestmarsch gegen Tagebau
Donnerstag, 01. März 2012 | Argentinien |
Buenos Aires — IPS
Anfang März werden Künstler und Einwohner der südargentinischen Provinz Chubut zu einem mehr als 400 Kilometer langen Protestmarsch aufbrechen, um gegen den Einsatz von Zyanidlauge im Gold– und Silberbergbau zu protestieren.
Die Karawane startet am 3. März im südöstlichen Trelew in der Nähe des Atlantiks. Ziel ist die Stadt Esquel am Fuß der Anden im äußersten Westen von Chubut.
Für den Protestzug ‘Patagonien zu Fuß’ veranschlagen die Teilnehmer sieben Tage. »Wir wollen mit unserer Aktion auf die Verseuchung von Luft, Böden und Gewässern durch diese Form des Bergbaus aufmerksam machen«, erklärte einer der Organisatoren der Demonstration, Luis Carranza.
Im Tagebau wird Zyanidlauge verwendet, um Gold und Silber aus dem Gestein zu lösen. Dabei entstehen hochgiftige Rückstände wie die Schwermetalle Arsen und Quecksilber. Die Zyanidbrühe bleibt in riesigen Sammelbecken zurück. Laufen die Becken aus, wie dies immer wieder geschieht, werden ganze Landstriche und die dort lebenden Menschen kontaminiert.
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