Boli­vien und das Lithium

Samstag, 04. Februar 2012 | Bolivien |

Radio Z, Nürnberg

„Wird diesmal alles anders? – Bolivien und das Lithium“ — so hieß ein Vor­trag im Rahmen der Latein­ame­ri­ka­woche 2012 in Nürn­berg. In Boli­vien lagert das meiste Lithium welt­weit und das wird für Akkus in Note­books, Mobil­te­le­fonen usw. gebraucht. Doch in der Ver­gan­gen­heit wurde Boli­vien nie reich durch seine Roh­stoffe. Wird diesmal alles anders?

Es steckt in Handys, Lap­tops, E-​Bikes und ähnli­chen elek­tri­schen Geräten: das Lithium. Denn dafür brauchts Akkus und das ist heute meist der Lithium-​Ionen-​Akku. Lithium ist ein zen­traler Roh­stoff der Zukunft. Boli­vien gilt als das Land, in dem die größten Lithi­um­vor­kommen welt­weit lagern. Doch Roh­stoff­vor­kommen alleine machen ein Land noch nicht reich. Boli­vien weiß das nur zu gut: von seinen Silber– und Zinn­vor­kommen wan­derte kaum etwas in den Staats­sä­ckel, son­dern trug eher zum indus­tri­ellen Auf­stieg Europas und der USA bei.

Beim Lithium soll das aber nun anders werden. Die von Evo Morales geführte Links­re­gie­rung möchte den wert­vollen Roh­stoff nicht an aus­län­di­sche Kon­zerne ver­schleu­dern, son­dern selbst för­dern und zumin­dest teil­weise im eigenen Land ver­ar­beiten. Doch poli­ti­sche Pos­tu­late sind das eine, Real­po­litik das andere.
Das wird heute abend im Rahmen der Latein­ame­ri­ka­woche Gert Eisen­bürger näher beleuchten. Er ist unter anderem Redak­teur der ila, der Infor­ma­ti­ons­stelle Lateinamerika, einer in Bonn erschei­nenden Monats­zeit­schrift zu Politik, Wirt­schaft und Kultur Lateinamerikas.

Latein­ame­rikas.

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