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		<title>Wachstumsr&#252;cknahme?</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Peter Mz &#124; keimform.de &#124; &#8211; Ein neues Modewort macht die Runde: Décroissance, decrescita, decrecimiento, degrowth — &#252;bersetzt mit Wachstumsr&#252;cknahme. Auf der gleichnamigen Website heisst es:

Das Ganze hat ein Ziel: die Demokratie und das &#220;berleben auf unserem Planet zu retten.

Demokratie als erste Sorge? Leuchtet mir nicht ein. &#220;berleben auf dem Planeten schon eher. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/" target="_blank">Peter Mz | keimform.de</a> | &#8211; Ein <a href="http://www.gemeingueter.de/651/wachstumsruecknahme-jetzt/">neues Modewort</a> macht die Runde: <em>Décroissance, decrescita, decrecimiento, degrowth</em> — &#252;bersetzt mit Wachstumsr&#252;cknahme. Auf der gleichnamigen <a href="http://wachstumsruecknahme.qsdf.org/">Website</a> heisst es:<span id="more-17679"></span><br />
<blockquote>
<p><em>Das Ganze hat ein Ziel: die Demokratie und das &#220;berleben auf unserem Planet zu retten.</em></p>
</blockquote>
<p>Demokratie als erste Sorge? Leuchtet mir nicht ein. &#220;berleben auf dem Planeten schon eher. Aber wie, durch R&#252;cknahme von Wachstum? Hier wird offensichtlich Wachstum mit <em>Wirtschaftswachstum</em> verwechselt. Das geschieht, wenn man »Wirtschaft« als alleinige Produktionssph&#228;re ansieht, aber die anderen zwei Drittel notwendiger T&#228;tigkeiten, die eine Gesellschaft braucht, total ausblendet. Oder doch nicht? Dann w&#228;re es noch schlimmer.</p>
<p>Das Wirtschaftswachstum zu stoppen und zur&#252;ckzunehmen, ist eine absolut <a href="http://www.social-innovation.org/?p=837">sinnvolle Idee</a>. Die Idee der R&#252;cknahme von <em>Wachstum als solchem</em> hingegen scheint mir so falsch wie nur irgendwas und zudem brennend gef&#228;hrlich. Warum?</p>
<p>Zun&#228;chst zum Wirtschaftswachstum. Das Wachsen der Wirtschaft ist fast schon eine Tautologie, denn eine nicht wachsende Wirtschaft ist eine Krise. Wirtschaft muss also wachsen, sonst ist sie keine mehr, jedenfalls keine gute mehr. </p>
<p>Diese Logik ist kein Ergebnis dummer Menschen, die »immer mehr« wollen, irgendwie, sondern eingebautes Funktionsprinzip. Ich nenne nur zwei Bausteine, die eigentlich allen bekannt sind: (1) Reichtum hat Geldform, (2) Wer sich nicht rechnet, fliegt.</p>
<p>Der erste Baustein sorgt f&#252;r die Ma&#223;losigkeit, der zweite f&#252;r die Dynamik. Geld ist abstrakter Reichtum und kann beliebig, also grenzenlos vermehrt werden. Wer sich nicht rechnet (als Firma oder Arbeiter), wird vom Markt gefressen. </p>
<p>Also selber andere zuerst fressen, ist die Logik. Mehr und billiger und besser und schneller als andere produzieren, bevor die es machen. Resultat: Wirtschaftswachstum. Wirtschaft ist ein selbstreferenzielles System.</p>
<p>K&#246;nnte man vereinbaren, Wirtschaftswachstum sein zu lassen? Nein, das ist ausgeschlossen. Es sei denn als Krise, aber die will keiner. Gleichwohl hat im letzten Jahr nichts mehr der Welt-CO<sub>2</sub>-Bilanz geholfen wie die Krise. Das ist schon schizophren. Wirtschaft ist schizophren.</p>
<p>Nun zum Wachstum als solchem. Soll das zur&#252;ckgehen? Nein, das halte ich weder f&#252;r sinnvoll, noch f&#252;r &#252;berhaupt vertretbar. Soll die Botschaft an die Armen in der Welt und hier sein: Nix da mit Verbesserung eurer Lage, denn Wachstum darf es nicht geben? Sorry, ein Ende des Sterbens aufgrund von Unterern&#228;hrung und Krankheiten ist nicht drin? </p>
<p>Das w&#228;re zynisch. Schlimmer noch: Dieser Diskurs kann von den Bev&#246;lkerungspolitikern und Rassisten dieser Welt leicht okkupiert werden: Es gibt zu viel Menschen auf diesem Planeten, das Bev&#246;lkerungswachstum muss gestoppt werden. Unertr&#228;glich und brandgef&#228;hrlich.</p>
<p>Was ist zu tun? Die Aussage muss sein: Das Wirtschaftswachstum muss gestoppt werden, damit wir wachsen k&#246;nnen. Bei Lichte besehen heisst das: Wirtschaft als solche, mit dieser Logik, muss gestoppt werden. Eine andere Art und Weise des Produzierens muss her, eine jenseits von Markt und Staat <em>und</em> Wachstumszwang. </p>
<p>Eine, die die ungesehenen zwei Drittel der produktiven T&#228;tigkeiten, die nicht in Wert gesetzt werden und deswegen nicht als »Wirtschaft« gelten, ans Tageslicht holt und anerkennt. Eine Produktionsweise mit konkretem, sinnlichem Reichtum, aber ohne sich-rechnen-m&#252;ssen.</p>
<p>»Gegen Wachstum« ist ein Unding, »gegen Wirtschaftswachstum« ist besser, aber eigentlich muss die Losung also lauten: Gegen Wirtschaft. Aber ich verstehe, wenn das keiner versteht.</p>
<div class="tags3">
<p>Quelle: – <a href="http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/" target="_blank">keimform.de</a> &#8211; Alle Blog-Beitr&#228;ge werden von ihren jeweiligen Urhebern zur uneingeschr&#228;nkten Nutzung freigegeben. Sie d&#252;rfen beliebig verbreitet, genutzt und ver&#228;ndert werden, auch f&#252;r kommerzielle Zwecke und auch ohne Namensnennung, in dem Umfang, der in der jeweiligen nationalen Rechtsordnung m&#246;glich ist. Die Beitr&#228;ge sind damit gemeinfrei (“public domain”). Gleichwohl freuen wir uns &#252;ber eine Quellenangabe und andere Hinweise auf den Blog keimform.de.</p>
</p></div>
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		<title>&#8222;Der Protest der Opposition kommt einem Eingest&#228;ndnis der Diktatur-Verbrechen gleich&#8220;</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:43:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
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		<category><![CDATA[Marcos Arruda]]></category>
		<category><![CDATA[npla]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Vannuchi]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Andreas Behn,Berlin, 17.03.10, npl &#8211; Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler und Menschenrechtsaktivisten Marcos Arruda, Vorsitzender der NGO PACS (Políticas Alternativas para o Cone Sul). Kontext: Im Dezember 2009 stellte der Staatssekret&#228;r f&#252;r Menschenrechte, Paulo Vannuchi, den III. Nationalen Menschen ­ rechtsplan (PNDH-3) der Regierung Lula vor.
Konservative Kreise der brasilianischen Gesellschaft, darunter die Milit&#228;rs, das Agrobusiness, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://npla.de/de/poonal/2752-der-protest-der-opposition-kommt-einem-eingestaendnis-der-diktatur-verbrechen-gleich" target="_blank">Andreas Behn,Berlin, 17.03.10, npl</a> &#8211; Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler und Menschenrechtsaktivisten Marcos Arruda, Vorsitzender der NGO PACS (Políticas Alternativas para o Cone Sul). Kontext: Im Dezember 2009 stellte der Staatssekret&#228;r f&#252;r Menschenrechte, Paulo Vannuchi, den III. Nationalen Menschen ­ rechtsplan (PNDH-3) der Regierung Lula vor.<span id="more-17677"></span>
<p>Konservative Kreise der brasilianischen Gesellschaft, darunter die Milit&#228;rs, das Agrobusiness, die Kirche und auch die gro&#223;en Medienkonzerne kritisieren die Vorschl&#228;ge vehement. Die Linke begr&#252;&#223;t den Versuch, erstmals seitens der Regierung die Demokratiedefizite in weiten Teilen der brasilianischen Gesellschaft auf die Tagesordnung zu bringen.</p>
<p><strong>Frage:</strong> Herr Arruda, elf Jahre lang mussten Sie w&#228;hrend der Milit&#228;rdiktatur (1964-1985) im Exil ausharren. Bis heute gibt es in Brasilien keine umfassende Aufarbeitung der damaligen Verbrechen, ein Amnestiegesetz sch&#252;tzt die T&#228;ter in Uniform vor Strafverfolgung. Wie bewerten sie den j&#252;ngst vorgelegten Menschenrechtsplan der Regierung Lula?</p>
<p><strong>Antwort:</strong> Der Plan ist ein Fortschritt in der brasilianischen Gesetzgebung, da er das Thema der Rechte erstmals systematisch angeht. Die Tatsache, dass die Menschenrechte als solche bis heute nicht Teil der Rechtssprechung sind, ist schwerwiegend. Eigentlich m&#252;ssten sie ein Parameter sein, an dem sich die Gesetzgebung orientiert. Die Gesetze m&#252;ssten dazu dienen, die Menschen- und sozialen Rechte der Bev&#246;lkerung zu erf&#252;llen.</p>
<p><strong>Welche Definition der Menschenrechte legen Sie zugrunde?</strong></p>
<p>Die Menschenrechte dienen als Gradmesser, um die soziale und &#246;kologische Verantwortung eines Landes zu messen. Sofern anerkannt wird, dass bestimmte Rechtsnormen in der Verfassung, der Menschenrechtscharta der UNO und anderen Vertr&#228;gen, die Brasilien in der Vergangenheit unterschrieben hat, nicht oder nur teilweise erf&#252;llt werden, ist es folgerichtig, dass ein Aktionsplan formuliert wird, um diesen Missstand zu beheben. </p>
<p>Das Fehlen solcher Rechte nenne ich soziale Schuld. Wenn es also f&#252;r die 200 Millionen BrasilianerInnen nicht gen&#252;gend Wohnraum gibt, handelt es sich um eine soziale Schuld im Wohnungsbereich. Genauso verh&#228;lt es sich in allen anderen Bereichen.</p>
<p><strong>Wie aber kann mit Rechtsverletzungen in der Vergangenheit umgegangen werden?</strong></p>
<p>Es existiert eine soziale Schuld, die ich die Historische nenne. Darunter f&#228;llt die Schuld bez&#252;glich der Diktatur. Im PNDH-3 wird festgestellt, dass diese Milit&#228;rdiktatur Menschenrechte 21 Jahre lang verletzt hat. Es ist notwendig, dass dieser Teil der brasilianischen Geschichte aufgearbeitet und die Erinnerung daran wieder erlangt wird, dass die Orte der Verbrechen identifiziert und die Opfer benannt werden, damit sie ihre W&#252;rde wieder erlangen. Unter diesen Opfern befinden sich die Toten und Verschwundenen der Diktatur.</p>
<p><strong>Die Milit&#228;rs halten diese Sichtweise f&#252;r revanchistisch&#8230;</strong></p>
<p>Die brasilianische Opposition gegen die Anerkennung von Menschenrechten ist eine der reaktion&#228;rsten in ganz Lateinamerika. In anderen L&#228;ndern wie Argentinien, Chile oder Paraguay, wo altgediente Milit&#228;rs sich ebenfalls der Aufarbeitung widersetzen, ist es der Gesellschaft und Regierungen gelungen, diese Verbrechen an die &#214;ffentlichkeit bringen. </p>
<p>Das entscheidende ist: Immer wenn es extreme Verletzungen der Menschenrechte wie Folter, Mord oder Verschwindenlassen gibt, also nicht verj&#228;hrbare Verbrechen, gibt es keine zeitliche Grenze f&#252;r die Aufarbeitung. Wenn es dazu kommt, muss eine Bestrafung folgen. Deswegen versucht die Opposition, den neuen Menschenrechtsplan zu bremsen oder zu stoppen. </p>
<p>Es soll verhindert werden, dass eine Rechtssprechung installiert wird, die die Justiz oder auch den Milit&#228;rapparat zwingt, ihre Archive zu &#246;ffnen.</p>
<p><strong>Ist eine Umsetzung des Plans realistisch?</strong></p>
<p>Es ist zweifelhaft, dass der Plan in der Praxis umgesetzt wird. Aber er hat mehr als jede bisherige Initiative die Diskussion angesto&#223;en, was ein gro&#223;er Fortschritt ist. Teile der Gesellschaft wie die Menschenrechtsbewegungen und die Gruppe Tortura Nunca Mais (Nie Wieder Folter) machen Druck, die nicht verj&#228;hrbaren Verbrechen der verantwortlichen Milit&#228;rs &#246;ffentlich zu machen. </p>
<p>Das interessante hierbei ist, dass die Versuche der Opposition, die Umsetzung des Plans und einer entsprechenden Rechtssprechung zu verhindern, einem &#246;ffentlichen Eingest&#228;ndnis der Verbrechen gleichkommt. Sie haben Angst, dass Tatbest&#228;nde ans Tageslicht kommen, die auf internationaler Ebene nicht tolerierbar sind. </p>
<p>Sie haben viel Einfluss, drohen und sch&#252;chtern ein, und die Regierungen lassen sich im Rahmen des politischen Spiels auf Kompromisse zulasten der Menschenrechte ein. Eine Umsetzung des Plans h&#228;ngt also vom Druck der organisierten Zivilgesellschaft ab.</p>
<p><strong>Wie erst meint es die Regierung Lula mit diesem ehrgeizigen Menschenrechtsplan?</strong></p>
<p>Ich bin leider &#252;berzeugt, dass es sich um eine politische Taktik handelt: Es wird ein Plan erstellt und ver&#246;ffentlicht, um danach auf kleiner Flamme zu k&#246;cheln, damit nicht wirklich etwas passiert. Die Intention des Plans ist gut, aber die Umsetzung ist die eigentliche Herausforderung. Lulas Vorg&#228;nger Fernando Henrique Cardoso hatte nicht das geringste Interesse gezeigt, einen Nationalen Menschenrechtsplan umzusetzen. </p>
<p>Lula wiederum hat sieben Jahre gewartet, was einmal mehr die Natur seiner Regierung zeigt: Es geht ihm um Vers&#246;hnung und Ausgleich, aber er ist nicht wirklich der ausgebeuteten und rechtlosen Zivilgesellschaft verbunden. Erst als gl&#252;cklicherweise ein engagierter und – im Gegensatz zu seinen Vorg&#228;ngern – integerer Staatssekret&#228;r f&#252;r Menschenrechte, Paulo Vannuchi, mutig die Initiative ergriff und das Thema in die &#214;ffentlichkeit brachte, kam der Prozess ins Rollen. </p>
<p>Damit setzt er diejenigen in Zugzwang, die die Diktatur und das Schweigen &#252;ber sie verteidigen. Deswegen unterst&#252;tzen wir Vannuchi und sein Vorhaben nach besten Kr&#228;ften. Bleibt zu hoffen, dass die Lula-Regierung sich der Sache annimmt und endlich, vor dem Mandatsende im Oktober, diesem Plan umsetzt und dass Erinnerung und Wahrheit endlich auch in diesem Land anerkannt werden.</p>
<hr />
<p>Quelle: – <a href="http://npla.de/de/poonal/2752-der-protest-der-opposition-kommt-einem-eingestaendnis-der-diktatur-verbrechen-gleich" target="_blank">poonal</a> – Mit freundlicher Genehmigung zur Wiedergabe hier. Danke.</p>
<hr />
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		<title>Bundeswehr will s&#228;ubern</title>
		<link>http://womblog.de/2010/03/19/bundeswehr-will-subern/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von R&#252;diger G&#246;bel &#124; jungeWelt- 19.03.10 &#124; &#8211; W&#228;hrend der Bundestag noch dabei ist, das Massaker im afghanischen Kundus am 4.September 2009 mit bis zu 142 Toten aufzukl&#228;ren, bereitet sich die Bundeswehr in ihrem Einsatzgebiet am Hindukusch auf weiteres Morden vor.
Noch in diesem Jahr wollen die deutschen Besatzungstruppen eine Gro&#223;offensive gegen Aufst&#228;ndische starten. Das sagte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.jungewelt.de/2010/03-19/056.php" target="_blank">R&#252;diger G&#246;bel | jungeWelt- 19.03.10</a> | &#8211; W&#228;hrend der Bundestag noch dabei ist, das Massaker im afghanischen Kundus am 4.September 2009 mit bis zu 142 Toten aufzukl&#228;ren, bereitet sich die Bundeswehr in ihrem Einsatzgebiet am Hindukusch auf weiteres Morden vor.<span id="more-17675"></span>
<p>Noch in diesem Jahr wollen die deutschen Besatzungstruppen eine Gro&#223;offensive gegen Aufst&#228;ndische starten. Das sagte Generalleutnant Bruno Kasdorf am Donnerstag in einem ARD-Interview. Kasdorf ist Chef des Stabs im Hauptquartier der ­NATO-gef&#252;hrten Truppen in Kabul und damit rangh&#246;chster deutscher Soldat vor Ort. Vorbild der milit&#228;rischen Operation soll die US-Offensive »Muschtarak« (Gemeinsam) sein, die derzeit in S&#252;dafghanistan andauert.</p>
<p>»Es wird sicherlich eine Operation geben dort oben in Kundus«, stimmte Generalleutnant Kasdorf gestern schon einmal auf die bevorstehenden K&#228;mpfe ein. »Ich will nicht sagen, in dem Ausma&#223; und in dem Umfang, wie wir das jetzt unten in Helmand sehen. Aber sicher etwas &#196;hnliches.« Auch das Vorgehen werde gleichartig sein: »Wenn wir einen Raum ges&#228;ubert haben, dann m&#252;ssen wir ihn auch halten«, t&#246;nte der Bundeswehr-General wie weiland die Wehrmacht auf dem Balkan.</p>
<p>Vor der Kundus-Offensive werde die NATO allerdings die Provinz Kandahar ins Visier nehmen. »Im n&#228;chsten Vierteljahr werden wir das angehen«, zitierte Die Welt den deutschen Milit&#228;r. »Wir hoffen, da&#223; wir in diesem Jahr die Wende in Afghanistan schaffen. Ich denke, da&#223; wir unten im S&#252;den schon ganz gut angefangen haben.« </p>
<p>Die Operation »Muschtarak« zeige erste positive Wirkungen. Passend dazu verbreitete die Agentur DAPD Propagandameldungen aus Mardscha. »W&#228;hrend die afghanischen und US-Soldaten in der ehemaligen Taliban-Hochburg mit Aufbau und Hilfe um Vertrauen werben, haben die Aufst&#228;ndischen einen Monat nach ihrer Niederlage begonnen zur&#252;ckzuschlagen. </p>
<p>Mit einer Terrorkampagne versuchen sie, die Bev&#246;lkerung einzusch&#252;chtern und von Zusammenarbeit abzuhalten.« So soll »mindestens ein Sympathisant der Regierung in Kabul« gek&#246;pft worden sein. »Von weiteren Morden wird berichtet.« Von wem das »berichtet« wird, teilt DAPD nicht mit. Auch nicht, von wem die Information stammt, wonach »Drohbriefe an den Haust&#252;ren« die Einwohner vor »Kollaboration« warnen.</p>
<p>Zweifel an den DAPD-Schildungerungen sind angebracht, h&#228;lt die Agentur im gleichen Bericht doch hartn&#228;ckig an der bei Beginn der Offensive im Februar kolportierten Falschdarstellung fest, Mardscha sei eine »Stadt« mit 80000 Einwohnern. Tats&#228;chlich handelt es sich um eine rund 200 Quadratkilometer gro&#223;e Region mit Feldern und vereinzelten Geh&#246;ften und einem kleinen dorf&#228;hnlichen Kern, bestehend aus mehreren Lehmh&#252;tten (jW berichtete). </p>
<p>Dem alternativen Nachrichtendienst IPS zufolge ist die »Fiktion von der Stadt Mardscha« Teil des »Informationskrieges« der US-Armee. Das von Milit&#228;rvertretern und den gro&#223;en Medieneinrichtungen gezeichnete Bild von »Mardscha« sei das offensichtlichste und dramatischste St&#252;ck Desinformation seit Beginn des Krieges 2001.</p>
<p>Auch die Abgeordneten des Bundestages wurden diesbez&#252;glich belogen. So war in der nicht&#246;ffentlichen »Unterrichtung des Parlaments« &#252;ber die Auslandseins&#228;tze der Bundeswehr ebenfalls von K&#228;mpfen in der »Stadt Mardscha (Provinz Helmand)« die Rede. </p>
<p>Aus den Wochenberichten des Einsatzf&#252;hrungsstabes geht hervor, da&#223; es seit Monatsbeginn landesweit 680 Angriffe auf die Besatzungstruppen gegeben hat. Dabei wurden 19 Soldaten get&#246;tet und weitere 133 verwundet.</p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://www.jungewelt.de/2010/03-19/056.php" target="_blank">jungeWelt</a> – Freitag, 19.03.2010, Nr. 65 | – <a href="http://www.jungewelt.de"></a>Die Ver&#246;ffentlichung wurde uns von jungeWelt genehmigt. Danke daf&#252;r!</p>
</p></div>
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		<item>
		<title>Bericht an die UN deckt schockierende Situation der Guarani in Brasilien auf</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[ausland]]></category>
		<category><![CDATA[indigenen Guarani]]></category>
		<category><![CDATA[Survival international]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

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		<description><![CDATA[Von SURVIVAL INTERNATIONAL &#124; &#8211; Die Situation der indigenen Guarani im S&#252;den Brasiliens z&#228;hlt zu den schlechtesten unter allen Indigenen Lateinamerikas, so das Fazit des aktuellen Reports von Survival International. Der Bericht wurde den Vereinten Nationen (UN) vorgelegt, zum Anlass des internationalen Tags zur Eliminierung Rassistischer Diskriminierung am 21. M&#228;rz.
Die Selbstmordrate unter den Guarani ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.survival-international.de/nachrichten/5362" target="_blank">SURVIVAL INTERNATIONAL</a> | &#8211; Die Situation der <a href="http://www.survival-international.de/stammesvolker/guarani">indigenen Guarani</a> im S&#252;den Brasiliens z&#228;hlt zu den schlechtesten unter allen Indigenen Lateinamerikas, so das Fazit des aktuellen Reports von Survival International. Der Bericht wurde den Vereinten Nationen (UN) vorgelegt, zum Anlass des internationalen Tags zur Eliminierung Rassistischer Diskriminierung am 21. M&#228;rz.<span id="more-17673"></span>
<p>Die Selbstmordrate unter den Guarani ist hoch, und Mangelern&#228;hrung sowie ungerechtfertigte Inhaftierungen und Alkoholmissbrauch kommen h&#228;ufig vor. Au&#223;erdem werden Guarani regelm&#228;&#223;ig <a href="http://www.survival-international.de/nachrichten/5318">Opfer gezielter &#220;bergriffe</a> und Erschie&#223;ungen durch bewaffnete W&#228;chter. Diese werden von Viehz&#252;chtern angeheuert, die sich meist widerrechtlich auf dem angestammten Land der Indigenen niedergelassen haben. </p>
<p>In dem Report prangert Survival an, dass die Landrechte der Indigenen nicht anerkannt werden und sieht darin die Grundursache f&#252;r ihre <a href="http://www.survival-international.de/stammesvolker/guarani/despair">brisante Lebenssituation</a>. </p>
<p>Der Bericht warnt davor, dass die Indigenen im Zuge des erh&#246;hten Bedarfs an Ethanol als Alternativtreibstoff weitere Gebiete ihres angestammten Landes an Farmer verlieren werden. Diese Entwicklung verschlechtert die Lebenslage der Guarani zunehmend.</p>
<p>Viele Guarani sind bitterarm, obwohl sie in einem der wohlhabendsten Staaten Brasiliens und einer der aufstrebenden Wirtschaftsm&#228;chte der Welt beheimatet sind. Ganze Guarani-Gemeinschaften kampieren unter Zeltplanen am Rande belebter Landstra&#223;en, andere leben in &#252;berv&#246;lkerten „Reservaten“, in denen sie von Almosen der Regierung abh&#228;ngig sind. </p>
<p>Eine Guarani-Gemeinschaft, die am Rande einer Stra&#223;e wohnt, hat miterlebt, wie drei ihrer Anf&#252;hrer erschossen wurden; die Sch&#252;tzen waren von Farmern angeworben worden. Die Guarani sagten: „Wir werden zunehmend ungeduldig darauf zu warten, dass die ma&#223;lose Verz&#246;gerung der Abgrenzung unseres angestammten Landes endlich ein Ende hat. Wir sterben langsam und sind einem Genozid ausgesetzt.“ </p>
<p>Survivals Direktor, Stephen Corry, sagte heute: „Dieser Bericht enth&#252;llt die erschreckende Lage der Guarani. Die Regierung Brasiliens ist moralisch und legal dazu verpflichtet, den Menschenrechtsverletzungen und rassistischen Diskriminierungen ein Ende zu setzen und die Guarani davor zu sch&#252;tzen. Wenn nicht schnellstens und wirksam etwas unternommen wird, werden noch viele weitere Guarani leiden und sterben.“</p>
<p><strong><u>Fakten: </u></strong></p>
<p>1. <strong>Gewalt</strong>: Die Guarani sind gewaltt&#228;tigen &#220;bergriffen ausgesetzt und viele Anf&#252;hrer der Guarani sind t&#246;dlichen Attentaten zum Opfer gefallen. Im Jahr 2008 wurden in Mato Grosso do Sul bei internen und externen Konflikten insgesamt 42 Guarani get&#246;tet.</p>
<p>2. <strong>Selbstmorde</strong>: Die Selbstmordrate der Guarani ist eine der h&#246;chsten der Welt. Seit 1981 haben sich mehr als 625 Guarani das Leben genommen (fast 1,5% der Guarani-Gesamtbev&#246;lkerung). Im Jahr 2005 war ihre Suizidrate 19 mal h&#246;her als der nationale Durchschnitt. Auch Guarani-Kinder, sogar im Alter von neun Jahren, haben Selbstmord begangen.</p>
<p>3. <strong>Mangelern&#228;hrung und schlechter Gesundheitszustand</strong>: Viele Guarani leiden unter Mangelern&#228;hrung und die Kindersterblichkeitsrate ist im Vergleich zum nationalen Durchschnitt mehr als doppelt so. Verglichen mit dem Rest der Bev&#246;lkerung ist die Lebenserwartung der Guarani um 20 Jahre geringer. </p>
<p>4. <strong>Ungerechte Inhaftierungen</strong>: Guarani werden oft zu Unrecht inhaftiert, wobei sie keinen oder nur unzureichenden Rechtsbeistand oder Dolmetscher zur Unterst&#252;tzung erhalten. Au&#223;erdem leisten sie „unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig harte Strafma&#223;e f&#252;r geringf&#252;gige Straftaten ab.” </p>
<p>5. <strong>Ausbeutung und k&#246;rperliche Arbeit</strong>: Viele Guarani sind gezwungen, Zuckerrohr auf den Feldern zu schneiden, die auf ihrem angestammten Land angelegt wurden, um Ethanol zu produzieren. Sie verdienen erb&#228;rmlich wenig und arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen. </p>
<p>Lesen Sie den Bericht auf <a href="http://assets.survival-international.org/documents/207/Guarani_report_English_MARCH.pdf">Englisch</a> oder <a href="http://assets.survival-international.org/documents/208/Survival_Guarani_Report_Portuguese-2.pdf">Portugiesisch</a>.</p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: &#8211; SURVIVAL INTERNATIONAL Pressemitteilung &#8211; <b>F&#252;r mehr Informationen, kontaktieren Sie bitte: </b>Alice Bayer (in London): <b>Tel.: </b>(+44) (0)207 687 8710 <b>E-Mail </b><a href="mailto:presse@survivalinternational.de">presse@survivalinternational.de</a></p>
</p></div>
<p><strong></strong></p>
<p><strong><u>Act now to help </u></strong><a href="http://www.survival-international.de/stammesvolker/"><strong><u>die Guarani</u></strong></a></p>
<p>Ihre Unterst&#252;tzung ist f&#252;r das &#220;berleben der Guarani von gro&#223;er Bedeutung. Es gibt verschiedenste M&#246;glichkeiten der Hilfe:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.survival-international.de/spenden">Spenden Sie f&#252;r Survivals Guarani-Kampagne</a> (und andere Kampagnen von Survival). </li>
<li><a href="http://www.survival-international.de/aktivwerden/briefeschreiben/guarani">Schreiben Sie an die brasilianische Regierung</a> verwenden Sie die Online-Briefvorlage von Survival. </li>
<li><a href="http://www.survival-international.de/http://www.bundestag.de/mdb/alphabet/index.html">Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten</a> im Bundestag. </li>
<li>Schreiben Sie der brasilianischem Botschaft: Brasilianische Botschaft in Berlin, Wallstra&#223;e 57, 10179 Berlin </li>
<li><a href="http://www.survival-international.de/aktivwerden/werdeaktiv">Werden Sie f&#252;r Survival</a> in Ihrer Umgebung aktiv. </li>
</ul>
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 </small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Windenergie &#8211; Potentiale und Risiken</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimaerwärmung-Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Readers Edition]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Michael Kr&#252;ger &#124; Readers Edition &#124; &#8211; Windenergie ist derzeit in aller Munde. Vor allem dem Klima soll sie zu Gute kommen. Die Windenergie verspricht unter den Erneuerbaren Energien (EE) am meisten Ausbaupotential und wurde in den letzten beiden Jahrzehnten bereits stark ausgebaut. An Land setzt man vor allem auf das so genannte Repowering, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.readers-edition.de/2010/03/17/windenergie-potentiale-und-risiken/" target="_blank">Michael Kr&#252;ger | Readers Edition</a> | &#8211; Windenergie ist derzeit in aller Munde. Vor allem dem Klima soll sie zu Gute kommen. Die Windenergie verspricht unter den Erneuerbaren Energien (EE) am meisten Ausbaupotential und wurde in den letzten beiden Jahrzehnten bereits stark ausgebaut. An Land setzt man vor allem auf das so genannte Repowering, dabei werden alte Anlagen durch neuere, leistungsf&#228;higere Anlagen ersetzt.<span id="more-17671"></span>
<p>Im Meer setzt man auf Offshore-Anlagen. Derzeit stellt die Windenergie den gr&#246;&#223;ten Anteil an den EE in Deutschland. Ca. sieben Prozent des Strombedarfes in Deutschland werden aktuell aus Windenergie gedeckt. Wie bedarfsgerecht wird aber der Windstrom produziert?</p>
<p>In Deutschland gibt es vier gro&#223;e &#220;bertragungsnetzbetreiber und Regelzonen. transpower (TenneT/ E.ON), 50Hertz (Vattenfall), EnBW und Amprion (RWE).</p>
<p><strong>Das System</strong></p>
<p>In Deutschland gibt es ein F&#246;rdersystem f&#252;r Erneuerbare Energien (EE), das durch das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) geregelt wird. Das EEG garantiert jedem Kraftwerk, das Strom aus Erneuerbaren Energien ins Netz einspeist und bestimmte zus&#228;tzliche Voraussetzungen erf&#252;llt, eine langfristige und kostendeckende Verg&#252;tung. </p>
<p>Die Verg&#252;tungss&#228;tze liegen in der Regel deutlich &#252;ber dem normalen Marktpreis, zu dem Kraftwerke ihren Strom verkaufen k&#246;nnen. Somit wird &#252;ber das EEG der Bau und Betrieb von EE-Kraftwerken bezuschusst, die sonst nicht wettbewerbsf&#228;hig w&#228;ren. Der von EEG-Kraftwerken eingespeiste Strom muss vom lokalen Netzbetreiber aufgenommen und verg&#252;tet werden. </p>
<p>Nach einem komplizierten W&#228;lzungsmechanismus werden die Kosten f&#252;r die EEG-F&#246;rderung dann auf alle Stromverbraucher in Deutschland umgelegt. Somit finanziert jeder Letztverbraucher von Strom per Gesetz einen gewissen Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Der Strom aus EE wird schlie&#223;lich ins &#246;ffentliche Stromnetz eingespeist und kommt allen Stromkunden zu Gute. Physikalisch bekommt also jeder Kunde den gleichen Strommix – schlie&#223;lich h&#228;ngen alle Erzeuger und Abnehmer am gleichen Stromnetz.</p>
<p>Seit Inkrafttreten des novellierten EEG am 1. August 2004 sind die &#220;bertragungsnetzbetreiber im Rahmen des bundesweiten Belastungsausgleichs verpflichtet, Schwankungen der Windenergieeinspeisung unverz&#252;glich untereinander auszugleichen. Die &#220;bertragungsnetzbetreiber gew&#228;hrleisten in ihrer Regelzone die vollst&#228;ndige Abnahme und &#220;bertragung der eingespeisten Energie aus EE gem&#228;&#223; dem EEG. </p>
<p>Dabei handelt es sich in erster Linie um Windenergie, deren stochastische Einspeisung ausgeglichen werden muss. Diesen Ausgleich f&#252;hren die &#220;bertragungsnetzbetreiber durch. Die hohen, windbedingten Fluktuationen der eingespeisten Leistung sind entscheidend f&#252;r den Ausgleichsbedarf (so genannter EEG-Nebenprozess) und damit wesentlicher Kostentreiber.</p>
<p>Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Windenergie, welche im Jahre 2009 in die Regelzonen von transpower (TenneT/ E.ON), 50Hertz (Vattenfall) und EnBW eingespeiste wurde. Gezeigt werden die 15-min&#252;tigen Mittelwerte der eingespeisten Windenergie in MW-Leistung (Hochrechnungen aus Messwerten). In der Regelzone von EnBW liegen die 15-min&#252;tigen Mittelwerte erst ab August 2009 vor. F&#252;r die Regelzone von Amprion (RWE) liegen leider keine Daten vor.</p>
<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/1WindenergieeinspeisungEON2009b.gif" rel="lightbox[17671]"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="1Windenergieeinspeisung-EON-2009b" border="0" alt="1Windenergieeinspeisung-EON-2009b" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/1WindenergieeinspeisungEON2009b_thumb.gif" width="454" height="306" /></a> </p>
<p><strong>transpower (TenneT/ E.ON):</strong> Die 15-min&#252;tigen Mittelwerte der eingespeister Windenergie zeigen Schwankungen zwischen ca. 0 – 8.000 MW. D.h. die eingespeiste Leistung schwankt innerhalb von k&#252;rzester Zeit um mehrere tausend MW. Im Winterhalbjahr ist die Windenergieeinspeisung im Mittel h&#246;her, als im Sommerhalbjahr.</p>
<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/2WindenergieeinspeisungVattenfall2009b.gif" rel="lightbox[17671]"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="2Windenergieeinspeisung-Vattenfall-2009b" border="0" alt="2Windenergieeinspeisung-Vattenfall-2009b" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/2WindenergieeinspeisungVattenfall2009b_thumb.gif" width="454" height="299" /></a> </p>
<p><strong>50Hertz (Vattenfall):</strong> Die 15-min&#252;tigen Mittelwerte der eingespeister Windenergie zeigen Schwankungen zwischen ca. 0 – 9.000 MW. D.h. die eingespeiste Leistung schwankt innerhalb von k&#252;rzester Zeit um mehrere tausend MW. Im Winterhalbjahr ist die Windenergieeinspeisung im Mittel h&#246;her, als im Sommerhalbjahr.</p>
<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/3WindenergieeinspeisungEnBW08122009b.gif" rel="lightbox[17671]"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="3Windenergieeinspeisung-EnBW-08-12-2009b" border="0" alt="3Windenergieeinspeisung-EnBW-08-12-2009b" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/3WindenergieeinspeisungEnBW08122009b_thumb.gif" width="454" height="290" /></a> </p>
<p><strong>EnBW:</strong> In der kleinsten Regelzone, fern ab von jeder K&#252;ste, wird auch am wenigsten Strom aus Windenergie produziert und eingespeist. Die 15-min&#252;tigen Mittelwerte der eingespeister Windenergie zeigen Schwankungen zwischen ca. 0 – 350 MW. D.h. die eingespeiste Leistung schwankt innerhalb von k&#252;rzester Zeit um mehrere hundert MW. Im Winterhalbjahr ist die Windenergieeinspeisung im Mittel h&#246;her, als im Sommerhalbjahr.</p>
<p><strong>Die Herausforderung</strong></p>
<p>Die hohen, windbedingten Fluktuationen der eingespeisten Leistung machen ein hoch komplexes Regelsystem erforderlich, dass einerseits dem Bedarf der Verbraucher gerecht wird und gleichzeitig f&#252;r eine Stabilit&#228;t der Netze sorgt. </p>
<p>Denn durch den eingespeisten Windstrom wird entweder zu wenig Strom produziert, oder aber zu viel. Je nachdem, wie der Wind gerade weht. Der Bedarf der Stromkunden muss also durch Regelkraftwerke ausgeglichen werden. Je weiter die Windenergie ausbaut wird, desto schwerer f&#228;llt es diese Schwankungen zu kompensieren. </p>
<p>Immer leistungsf&#228;higere Regelkraftwerke m&#252;ssen her. Bisher k&#246;nnen das nur konventionelle Kohle-, Gas-, oder Kernkraftwerke kompensieren, so genannte Schattenkraftwerke, die hinter jedem Windpark stehen m&#252;ssen. Ein immenser Kostenpunkt. Eine hinreichende Speichertechnologie ist bisher nicht vorhanden und entwickelt.</p>
<p>Zudem ist eine zuverl&#228;ssige Wetter- und Windvorhersage erforderlich, um rechtzeitig auf die windbedingten Einspeisungsschwankungen reagieren zu k&#246;nnen. Mit dem Ausbau der Windenergie werden die Stromnetze vor eine gewaltige Herausforderung gestellt. Auch die &#220;bertragungsnetze m&#252;ssen entsprechend verst&#228;rkt werden, um die Strom weiter leiten zu k&#246;nnen, diese Kosten werden dann ebenfalls per Durchleitungsgeb&#252;hren an die Stromkunden weiter gegeben.</p>
<p>Zudem sollte man bedenken, mit ein paar Windr&#228;dchen in Deutschland kann das Klima nicht gerettet werden. Den Berechnungen nach kann der Ausbau der Windenergie in Deutschland gerade mal eine Ersparnis im <a href="http://www.readers-edition.de/2009/12/25/deutschlands-beitrag-zum-klimaschutz">TAUSENDSTEL GRAD BEREICH</a> am globalen Klimawandel leisten. Vorteile und Nachteile gilt es hier abzuw&#228;gen. Mit der Ausbau der EE, wie Windenergie und Photovoltaik, gilt es vor allem geeignete und bezahlbare Speichertechnologien zu entwickeln. Ohne diese wird der Ausbau irgendwann an seine Grenzen sto&#223;en.</p>
<p><strong>Datenquelle: </strong><a href="http://reisi.iset.uni-kassel.de/pls/w3reisiwebdad/www_reisi_page_new.show_page?page_nr=353">windmonitor</a></p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: &#8211; <a href="http://www.readers-edition.de/2010/03/17/windenergie-potentiale-und-risiken/" target="_blank">Michael Kr&#252;ger auf Readers Edition</a> – Dieser Beitrag steht <a title="Creative Commons Lizenz 2.0 Non-Commercial" href="http://www.readers-edition.de/lizenz" target="_blank">unter einer CC-Lizenz.</a> Bitte verlinke bei einer Nutzung immer auf den Originalartikel. Danke!</p>
</p></div>
<p><small><a href="http://www.yigg.de/profil/tooze">YIGG.de</a> | <a href="http://twitter.com/wom1959">Twitter</a> | <a href="http://radio-utopie.de/">Radio Utopie</a> | <a href="http://www.saarbreaker.com/partnernetzwerk/">Partnernetzwerk</a> | <a href="http://womblog.de/ueber-uns/">Info</a></small></p><br/>
<p><small><a href="http://womblog.de/impressum">Lopez Suarez</a> vom Womblog [Worte oder mehr]</small></p>
<p style="border: 1px solid #666666; padding: 5px; background: #e6e6e6 none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial; display: block; margin-bottom: 25px;"><a href="http://womblog/feed/"><img style="border: medium none ; float: left; margin-right: 10px;" src="http://womblog.de/wp-content/rss.gif" alt="Feed Icon" width="34" height="34" /></a>Vielen Dank f&#252;r das Abonnieren meines <strong><a href="http://womblog.de.de/feed/">Feed</a></strong>!</p>

 </small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lula und die hungernden Kubaner</title>
		<link>http://womblog.de/2010/03/19/lula-und-die-hungernden-kubaner/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:28:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Blickpunkt Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Luiz Inácio "Lula" da Silva]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Milz]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Thomas Milz &#124; Blickpunkt Lateinamerika &#124; &#8211; Brasiliens Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva musste nach seinen j&#252;ngsten &#196;u&#223;erungen zum Hungerstreik kubanischer H&#228;ftlinge heftige Kritik einstecken. Er sei blind gegen&#252;ber den dortigen Menschenrechtsverletzungen, so Kritiker.
Doch Lulas Solidarit&#228;t zum kr&#228;nkelnden Castro-Regime k&#246;nnte Teil einer neuen Diplomatie Brasiliens mit dem Ziel der Gegenmachtbildung zu den USA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/index.php/sID/c997ae5de226d7bfc6616f4616124027/lan/de/xtra/16c6df9879001c83b6a16ee477302f72/msg/1fefb2758eb9b7cf6fb145adce11f130/itt/BrasilienKuba/index.html" target="_blank">Thomas Milz | Blickpunkt Lateinamerika</a> | &#8211; Brasiliens Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva musste nach seinen j&#252;ngsten &#196;u&#223;erungen zum Hungerstreik kubanischer H&#228;ftlinge heftige Kritik einstecken. Er sei blind gegen&#252;ber den dortigen Menschenrechtsverletzungen, so Kritiker.<span id="more-17663"></span>
<p>Doch Lulas Solidarit&#228;t zum kr&#228;nkelnden Castro-Regime k&#246;nnte Teil einer neuen Diplomatie Brasiliens mit dem Ziel der Gegenmachtbildung zu den USA sein.</p>
<p>&quot;Stellen Sie sich vor, dass s&#228;mtliche Banditen in den Gef&#228;ngnissen Sao Paulos in Hungerstreik treten w&#252;rden, um ihre Freilassung zu verlangen.&quot; Mit diesen Worten hatte Lula auf die Hungerstreiks reagiert und damit eine Welle der Entr&#252;stung ausgel&#246;st. </p>
<p>Bereits Ende Februar war er anl&#228;sslich seines Kubabesuches in die Kritik geraten. W&#228;hrend er freundschaftlich mit Fidel Castro posierte, eilte die Nachricht des Todes von Orlando Zapata Tamayo um die Welt. Doch Lula schwieg zum Tod Tamayos, der nach 85 Tagen Hungerstreik verstarb.</p>
<p>Angeblich soll Tamayo Lula um Unterst&#252;tzung gebeten habe, was Lula jedoch dementierte. Man wolle sich nicht in die inneren Angelegenheiten souver&#228;ner Staaten einmischen, und die Frage der politischen Gefangenen sei bei der kubanischen Justiz gut aufgehoben. Brasilien k&#246;nne nicht auf Hilfegesuche einzelner H&#228;ftlinge reagieren, f&#252;gte Lulas au&#223;enpolitischer Berater Marco Aurelio Garcia hinzu. Man gehe Beziehungen zu Regierungen ein, nicht zu Dissidenten. </p>
<p>Garcia, so munkelt man in Brasilia, ist Brasiliens eigentlicher Au&#223;enminister. Anfang der 90er Jahre war er ma&#223;geblich an der Gr&#252;ndung des „Foro de Sao Paulo“ beteiligt, einer Allianz sozialistischer Parteien in Lateinamerika, der neben der PT auch Castros Kommunistische Partei angeh&#246;rt. </p>
<p>Neben Garcia gilt der ehemalige Parteichef Jose Dirceu, der in den 70er Jahren seine Exiljahre auf der Karibikinsel verbrachte, als F&#252;rsprecher Kubas. Die beiden schmieden eine Allianz von Gegenkr&#228;ften zu den USA, die neben Kuba auch Venezuela und den Iran einbezieht, meinen Experten. Dazu passt das demonstrative Schweigen zu den dortigen Menschenrechtsverletzungen.</p>
<p>Die diplomatischen Konfrontationen zwischen der aufstrebenden Macht Brasilien und den USA sind dabei wohl eine logische Fortsetzung der wirtschaftlichen Scharm&#252;tzel beider L&#228;nder. Brasilien will sein gewonnenes wirtschaftliches Gewicht nun auch in politische M&#252;nze umschlagen. So dr&#228;ngt es Lula verst&#228;rkt auf die internationale B&#252;hne, wie sein Besuch in Israel zu Beginn dieser Woche zeigt. Kritik musste er dabei wegen seiner N&#228;he zum iranischen Regime einstecken. Die dortigen Proteste gegen die Pr&#228;sidentschaftswahlen hatte Lula mit Ausschreitungen nach einem Fu&#223;ballspiel verglichen, wobei er der iranischen Opposition die Rolle des „schlechten Verlierers“ gab.</p>
<p>Lula, Ende letzten Jahres noch von gleich mehreren wichtigen Zeitungen zum Staatsmann des Jahres gek&#252;rt, sp&#252;rt zu ersten Mal heftigen Gegenwind auf seinen internationalen Ausfl&#252;gen. Denn die Frage der Menschenrechte scheint er bei aller Diplomatie aus den Augen zu verlieren. [ <strong><font color="#000080">Autor: Thomas Milz</font></strong> ]</p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/index.php/sID/c997ae5de226d7bfc6616f4616124027/lan/de/xtra/16c6df9879001c83b6a16ee477302f72/msg/1fefb2758eb9b7cf6fb145adce11f130/itt/BrasilienKuba/index.html" target="_blank">Blickpunkt Lateinamerika</a> – Mit freundlicher Genehmigung der <a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/">Redaktion von Blickpunkt Lateinamerika</a>. Vielen Dank!</p>
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		<title>Wie Europa seine Zukunft verspielt</title>
		<link>http://womblog.de/2010/03/19/wie-europa-seine-zukunft-verspielt/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Walter Edenhofer &#124; NachDenkSeiten &#124; &#8211; Nach der von EU &#173 Kommissionspr&#228;sident Barroso vorgestellten Strategie f&#252;r Wachstum und Besch&#228;ftigung “Europa 2020″ soll die EU k&#252;nftig wirtschaftlich stabiler, bildungspolitisch erfolgreicher und umweltfreundlicher werden. Die neue Strategie l&#246;st die “Lissabon-Strategie” der EU ab, die als gescheitert gilt. 
Nach der neuen Strategie sollen bis 2020 mindestens 75 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4831" target="_blank">Walter Edenhofer | NachDenkSeiten</a> | &#8211; Nach der von EU &#173 Kommissionspr&#228;sident Barroso vorgestellten Strategie f&#252;r Wachstum und Besch&#228;ftigung “Europa 2020″ soll die EU k&#252;nftig wirtschaftlich stabiler, bildungspolitisch erfolgreicher und umweltfreundlicher werden. Die neue Strategie l&#246;st die “Lissabon-Strategie” der EU ab, die als gescheitert gilt. <span id="more-17661"></span>
<p>Nach der neuen Strategie sollen bis 2020 mindestens 75 Prozent der Bev&#246;lkerung eines jeden Landes einen Arbeitsplatz haben. Mindestens 40 Prozent der j&#252;ngeren Menschen sollen &#252;ber einen Hochschulabschluss verf&#252;gen. Die Zahl armer Menschen soll um 20 Millionen auf 60 Millionen Menschen sinken.</p>
<p>Strategien und soziale Wirklichkeit klaffen in der EU seit Jahren weit auseinander. Nach Mitteilung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europ&#228;ischen Union, ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone im Januar 2010 auf 9,9% gestiegen. Im Januar 2009 hatte sie noch 8,5% betragen. In der EU 27 lag die Arbeitslosenquote im Januar 2010 bei 9,5%, im Januar 2009 betrug sie nur 8,0%. </p>
<p>Eurostat sch&#228;tzt, dass im Januar 2010 in der EU 27 insgesamt 22.979 Millionen M&#228;nner und Frauen arbeitslos waren, davon 15.683 Millionen in der Eurozone. Die h&#246;chsten Arbeitslosenquoten meldeten Lettland mit 22,9% und Spanien mit nahezu 20%. Die niedrigsten Anstiege gab es in Deutschland von 7,2 auf 7,5% und in Luxemburg von 5,4 auf 5,9%.</p>
<p>Dramatisch hoch ist die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-J&#228;hrigen. Sie ist in der Eurozone im Januar 2010 im Durchschnitt auf 20,2% in der EU 27 sogar auf 20,9% gestiegen. Die h&#246;chsten Quoten verzeichnen dabei Spanien mit 39,6%, gefolgt von Irland mit 32,4%, Ungarn mit 30,4%, Italien mit 26,8% und Frankreich mit 24,6%. </p>
<p>Auch in einer Reihe anderer L&#228;nder liegt die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe deutlich &#252;ber 20%. Damit war mehr als ein F&#252;nftel der im Januar gemeldeten Arbeitslosen j&#252;nger als 25 Jahre, eine ganze Generation. F&#252;r die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung Europas ist das ein Fiasko.</p>
<p>Schon seit Jahren ist die Lage auf den Arbeitsm&#228;rkten in Europa durch eine hohe und verfestigte Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Daran haben auch die Amsterdamer Vertr&#228;ge und die besch&#228;ftigungspolitischen Leitlinien des Europ&#228;ischen Rates vom Herbst 1997 nichts ge&#228;ndert. </p>
<p>In den Leitlinien wurden ganz konkrete Ma&#223;nahmen vorgeschlagen, um vor allem der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit vorzubeugen, wie z.B. Jugendlichen einen Neuanfang in Form einer Ausbildung, einer Umschulung, einer Berufserfahrung oder einer anderen die Berufsf&#228;higkeit f&#246;rdernden Ma&#223;nahme zu erm&#246;glichen.</p>
<p>Die Leitlinien stellten die Grundlage f&#252;r die sogen. Aktionspl&#228;ne dar, in denen alle Mitgliedsl&#228;nder der Kommission &#252;ber die Umsetzung der Leitlinien berichten sollten. Nachdem die Kommission in einem ersten Erfahrungsbericht feststellte, dass nicht alle L&#228;nder der aktiven Arbeitsmarktpolitik den Vorrang vor passiver Arbeitsmarktpolitik einr&#228;umten, wurden die Mitgliedstaaten erneut aufgefordert, die Besch&#228;ftigungsf&#228;higkeit der Arbeitnehmer durch entsprechende Qualifizierungsma&#223;nahmen zu verbessern.</p>
<p>Um den Druck auf die nationalen Regierungen zu erh&#246;hen, wurde die Idee eines europ&#228;ischen Besch&#228;ftigungspaktes und einer europ&#228;ischen Besch&#228;ftigungspolitik verfolgt, um die Arbeitslosigkeit wirksamer zu bek&#228;mpfen. Dahinter stand die Erfahrung, dass die nationalen Regierungen eine Bek&#228;mpfung der Arbeitslosigkeit zwar ank&#252;ndigen, ihren Ank&#252;ndigungen aber keine wirksamen Taten folgen lassen. </p>
<p>Die Mitgliedsl&#228;nder lehnen es andererseits ab, der EU-Kommission eine Gemeinschaftskompetenz in der Besch&#228;ftigungspolitik zu &#252;bertragen mit dem Argument, dass dadurch ihre besch&#228;ftigungs-politische Verantwortung verwischt w&#252;rde. Sie tragen daher die Hauptverantwortung f&#252;r die hohe Arbeitslosigkeit, die infolge der Konjunkturkrise und der Sparpolitik der nationalen Regierungen zum Abbau hoher Staatsverschuldung weiter ansteigen d&#252;rfte. </p>
<p>Die sozialen Auseinandersetzungen in Griechenland zeigen, dass die Menschen nicht bereit sind, einen Abbau sozialer Leistungen und die Verschlechterung ihres Lebensstandards kampflos hinzunehmen, w&#228;hrend Banken und Spekulanten von der Finanzkrise profitieren. </p>
<p>W&#228;hrend die EU den Abbau hoher Staatsverschuldung in den Mitgliedsl&#228;ndern durch rigorose Sparpolitik zielstrebig verfolgt und vorantreibt, droht die Diskussion &#252;ber die Auswirkungen dieser Politik auf die soziale Sicherheit und die Besch&#228;ftigung in Europa in den Hintergrund zu geraten. Zwischen der Finanz- und Geldpolitik und den sozialen Inhalten europ&#228;ischer Politik entstehen schwerwiegende Ungleichgewichte mit unabsehbaren sozialen und politischen Folgen    <br />f&#252;r die Zukunft Europas.</p>
<p>Um weitere einseitige Entwicklungen zu Lasten der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger Europas zu vermeiden, bedarf es neben den notwendigen Ma&#223;nahmen zum Abbau hoher Staatsverschuldung eines sozialpolitischen Programms und einer wirksamen europ&#228;ischen Investitions- und Besch&#228;ftigungspolitik. Sonst drohen die Krisen der &#246;ffentlichen Haushalte und deren Bew&#228;ltigung in soziale Krisen umzuschlagen.</p>
<p>Die Menschen in Europa fragen nicht nach dem Kompetenz-Wirrwarr in der EU, sondern erwarten eine Politik, die zu mehr Besch&#228;ftigung, Ausbildung, sozialer Sicherheit, Mitbestimmung und zu einer sozialen Zukunft in Europa f&#252;hrt.</p>
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<p>Quelle: – <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4831" target="_blank">NachDenkSeiten</a> – Dieser Beitrag steht <a title="Creative Commons Lizenz 2.0 Non-Commercial" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">unter einer CC-Lizenz.</a> Bitte verlinke bei einer Nutzung immer auf den Originalartikel. Danke!</p>
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		<title>Danke, Eli Yishai, dass du die Friedensprozess-Maskerade aufgedeckt hast</title>
		<link>http://womblog.de/2010/03/19/danke-eli-yishai-dass-du-die-friedensprozess-maskerade-aufgedeckt-hast/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel Irak Iran]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Gideon Levy– Ha&#8217;aretz &#124; ZNet – &#220;bersetzt von Ellen Rohlfs &#124; -Hier ist jemand, dem f&#252;r alles die Schuld gegeben werden kann: Ely Yishai. Schlie&#223;lich wollte Benyamin Netanyahu es so sehr, Ehud Barak gab sich so gro&#223;e M&#252;he, Shimon Peres &#252;bte seinen Einfluss aus – und nun kommt der Innenminister und ruiniert alles.
Da sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1155646.html" target="_blank">Gideon Levy– Ha&#8217;aretz</a> | <a href="http://zmag.de/artikel/danke-eli-yishai-dass-du-die-friedensprozess-maskerade-aufgedeckt-hast" target="_blank">ZNet – &#220;bersetzt von Ellen Ro</a>hlfs | -Hier ist jemand, dem f&#252;r alles die Schuld gegeben werden kann: Ely Yishai. Schlie&#223;lich wollte Benyamin Netanyahu es so sehr, Ehud Barak gab sich so gro&#223;e M&#252;he, Shimon Peres &#252;bte seinen Einfluss aus – und nun kommt der Innenminister und ruiniert alles.<span id="more-17658"></span>
<p>Da sind wir nun am Rand einer neuen ( fast) historischen Ver&#228;nderung. Das Reden mit den Pal&#228;stinensern war zum Greifen nah. Der Frieden klopfte an die T&#252;r, die Besatzung n&#228;herte sich ihrem Ende – und dann kommt so ein Shas-Schurke, der von Timing und Diplomatie keine Ahnung hat und alle Friedenskarten durch einander bringt.</p>
<p>Der Schurke erscheint mitten in der Begr&#252;&#223;ungsszene mit L&#228;cheln und Umarmungen mit dem Vizepr&#228;sidenten der USA und st&#246;rt die Feierlichkeit. Joe Bidens L&#228;cheln fror abrupt, die gro&#223;e Freundschaft war im Begriff zu br&#246;ckeln, und das gemeinsame Essen mit dem Ministerpr&#228;sidenten und seiner Gattin w&#228;re beinahe gestrichen worden – zusammen mit dem ganzen „Friedensprozess“. Und alles nur wegen Yishai.</p>
<p>Nun, der Innenminister verdient unsern bescheidenen Dank. Es war perfekt. Das Timing, &#252;ber das sich jeder beklagt, war brillant. Es war genau der richtige Zeitpunkt, die Sache beim richtigen Namen zu nennen. Wie immer ben&#246;tigen wir Yishai ( und gelegentlich auch Avigdor Lieberman), um unser wahres Gesicht zu zeigen – ohne Masken und L&#252;gen und m&#252;ssen dass <em>Enfant terrible</em> spielen, das ausruft, dass der Kaiser keine Kleider tr&#228;gt.</p>
<p>Denn der Kaiser tr&#228;gt tats&#228;chlich keine Kleider. Danke, Yishai, dass du das &#246;ffentlich gemacht hast. Danke, dass du den Deckmantel von den Feiernden der gro&#223;en andauernden Friedensprozess-masquerade abgerissen hast, von der keiner etwas h&#228;lt.</p>
<p>Was wollten wir von Yishai? Wir wollten wissen, wann das Jerusalemer Planungskomitee zusammenkommt. Sollte es um zwei Wochen verschoben werden? Warum? Hatte der Ministerpr&#228;sident nicht Israel, der Welt und den USA verk&#252;ndet, dass der Baustop der Siedlungen f&#252;r Jerusalem nicht gilt. Warum dann also dem niedrigen Beamten, dem Innenminister die Schuld geben, der diese Politik nur erf&#252;llt? </p>
<p>Na und!? Noch mal 1600 Wohnungen f&#252;r die Ultra-Orthodoxen auf besetztem, gestohlenem Land? Jerusalem wird niemals geteilt werden, versprach Benyamin Netanyahu bei einer anderen Gelegenheit, bei der er viel Applaus bekommen hat. In diesem Fall, warum nicht dort bauen? Die Amerikaner waren doch mit allem einverstanden. Also haben sie keinen Grund, beleidigt zu sein.</p>
<p>Der Innenminister sollte sich nicht f&#252;r diese „Verzweiflung“ entschuldigen, die er verursacht hat. Er sollte stolz darauf sein. Er ist das wahre Gesicht der Regierung. Wer wei&#223;, dank ihm wird Amerika vielleicht endlich verstehen, dass nichts geschehen wird, wenn es nicht wirklichen Druck auf Israel aus&#252;bt.</p>
<p>Was w&#252;rden wir ohne Yishai tun? Biden w&#252;rde Israel mit Erfolgsgef&#252;hlen verlassen. Netanyahu w&#252;rde sich r&#252;hmen, die enge Freundschaft erneuert zu haben. Ein paar Wochen sp&#228;ter w&#252;rden die indirekten Reden begonnen haben. Europa w&#252;rde applaudiert haben und Barack Obama, der Pr&#228;sident der gro&#223;en Versprechen, w&#252;rde sich einen Moment lang nicht mit den Krankenversicherungs-problemen seines Landes befassen und sich daf&#252;r mit Netanyahu treffen. </p>
<p>George Mitchell, der schon ein paar diplomatische Punkte hier gesammelt hat, w&#252;rde zwischen Ramallah und Jerusalem hin und herfahren und vielleicht w&#252;rde Netanyahu sich mit Mahmoud Abbas pers&#246;nlich treffen. Dann w&#252;rde alles aussortiert.</p>
<p>Ohne Vorbedingungen, ganz sicher ohne Vorbedingungen, Israel w&#252;rde weiter in den besetzten Gebieten bauen – nicht 1600, sondern 16 000 neue Wohnungen. Die IDF w&#252;rde weiter verhaften, ins Gef&#228;ngnis stecken, dem&#252;tigen und verhungern lassen – alles unter der Schirmherrschaft der Friedensgespr&#228;che – nat&#252;rlich. Jerusalem auf immer! Das R&#252;ckkehrrecht ist keine Frage, und so ist es auch mit der Hamas. Also auf zum Frieden!</p>
<p>Monate w&#252;rden vergehen, die Gespr&#228;che „Fortschritte“ machen, es wird eine Menge Fototermine geben, und immer wieder w&#252;rde eine Minikrise ausbrechen – wegen der Pal&#228;stinenser, die weder Frieden noch einen Staat wollen. Am Ende wird es noch einen Plan geben mit einem neuen Zeitplan, den keiner einhalten wird.</p>
<p>Alles war schon so gut vorbereitet, so reif bis dieser Bengel, Yishai kam und alles in die Vergessenheit stie&#223;. Das ist alles ein bisschen peinlich, aber nicht so schrecklich. Schlie&#223;lich: Zeit heilt alle Wunden. Die Amerikaner werden bald vergeben. Die Pal&#228;stinenser haben keine Wahl und noch einmal wird jeder feierlich auf dem Podium stehen und der Prozess wird wieder in Gang kommen – trotz allem, was der einzige Feind des Friedens rund um uns, Eli Yishai, uns angetan hat. (dt. Ellen Rohlfs)</p>
<div class="tags3">
<p><strong><a href="http://zmag.de/autoren/Gideon-Levy" target="_blank">Gideon Levy</a></strong> ist israelischer Journalist aus Tel Aviv und arbeitet f&#252;r die <a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/gideonLevy.png" rel="lightbox[17658]"><img style="border-right-width: 0px; margin: 6px 0px 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="gideon Levy" border="0" alt="gideon Levy" align="left" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/gideonLevy_thumb.png" width="80" height="100" /></a> Tageszeitung Ha&#8217;aretz unter anderem als Chefredakteur der Wochenendbeilage. Er geh&#246;rt zu den wenigen israelischen Journalisten, die &#252;ber das Leben der Pal&#228;stinenser unter der israelischen Besatzung berichten, und ist wegen seiner kritischen Berichte, Angriffen seitens der israelischen Leser und Kollegen ausgesetzt. Orginalartikel: <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1155646.html">Dieser Artikel ist NICHT auf www.zmag.org erschienen!</a> &#220;bersetzt von: Ellen Rohlfs &#8211; Mit freundlicher Genehmigung zur Wiedergabe.</p>
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		<title>Israelische Luftwaffe bombardierte in den fr&#252;hen Morgenstunden den Gazastreifen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel Irak Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Gaz-Streifen]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Lufftwaffe]]></category>

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		<description><![CDATA[Von petrapez &#124; Radio Utopie &#124; &#8211; In den fr&#252;hen Morgenstunden des 19.M&#228;rz hat der angek&#252;ndigte Vergeltungsschlag der israelischen Regierung gegen den Gazastreifen begonnen. Der daf&#252;r ben&#246;tigte Grund war eine am 18.M&#228;rz abgeschossene Rakete auf israelisches Gebiet von einer aus dem Nichts aufgetauchten Terrorgruppe, die sich per SMS zu dem Abschuss bekannte und von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a title="Autorin des Beitrages" href="http://www.radio-utopie.de/" target="_blank">petrapez</a> | <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/03/19/israelische-luftwaffe-bombardierte-in-den-fruhen-morgenstunden-den-gazastreifen/" target="_blank">Radio Utopie</a> | &#8211; In den fr&#252;hen Morgenstunden des 19.M&#228;rz hat der angek&#252;ndigte Vergeltungsschlag der israelischen Regierung gegen den Gazastreifen begonnen.<strong> </strong>Der daf&#252;r ben&#246;tigte Grund war eine am 18.M&#228;rz abgeschossene Rakete auf israelisches Gebiet von einer aus dem Nichts aufgetauchten Terrorgruppe, die sich per SMS zu dem Abschuss bekannte und von der selbst die israelische F&#252;hrung zugibt, dass diese nichts mit der Hamasf&#252;hrung in Gaza zu tun h&#228;tte. Dennoch wurde eine sehr starke Antwort angek&#252;ndigt.<span id="more-17654"></span>
<p>In drei Angriffen wurden sechs Zielobjekte bombardiert, teilte die israelische Armee mit.</p>
<p>Dazu geh&#246;rten die Tunnel entlang der Grenze zu &#196;gypten, bei denen zwei Zivilisten verletzt wurden. Zu den anderen Zielen geh&#246;rten zwei Freifl&#228;chen in Khan Younis und eine Metallgiesserei in der N&#228;he von Gaza-Stadt, die angeblich nach Angaben der Israelis Waffen produzieren w&#252;rde.</p>
<p>Der israelische Armee-Sprecher sagte, dass mehr als 330 Raketen aus dem Gazastreifen seit dem Krieg abgeschossen wurde. Von dieser Tatsache hat man bisher nie etwas geh&#246;rt und klingt ziemlich an den Haaren herbeigezogen, denn das w&#228;re medial bis zur Neige in israelischen und westlichen Medien ausgeschlachtet worden.</p>
<p><em>“Wir werden weiterhin gegen alle handeln, die Terroranschl&#228;ge gegen Israel f&#252;hren.” </em>h&#228;tte der Sprecher aus einer vorbereiteten Anweisung vorgelesen, hiess es nach Angaben eines Presseartikels.</p>
<p>Artikel zum Thema</p>
<p>19.03.2010 <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/03/19/katz-und-maus-spiel-george-mitchell-kehrt-am-wochenende-nach-israel-zuruck/">Katz-und-Maus-Spiel: George Mitchell kehrt am Wochenende nach Israel zur&#252;ck</a>    <br />19.03.2010 <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/03/19/uno-generalsekretar-reist-in-den-gazastreifen/">UNO-Generalsekret&#228;r reist in den Gazastreifen</a>    <br />18.03.2010 <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/03/18/heim-in-den-verantwortungsbereich/">Heim in den Verantwortungsbereich</a>    <br />18.03.2010 <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/03/18/israel-verletzte-ungarischen-luftraum-mit-spionageflugzeugen/">Israel verletzte ungarischen Luftraum mit Spionageflugzeugen</a>    <br />18.03.2010 <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/03/18/raketenabschuss-aus-gaza-zum-besuch-der-eu-aussenministerin-ashton/">Raketenabschuss aus Gaza zum Besuch der EU-Aussenministerin Ashton</a>    <br />25.01.2010 <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/01/25/netanyahu-pflanzt-einen-baum/">Netanyahu pflanzt einen Baum</a></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/">http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/</a></p>
<p>article7068189.ece</p>
<p>Quelle: – <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/03/19/israelische-luftwaffe-bombardierte-in-den-fruhen-morgenstunden-den-gazastreifen/" target="_blank">Netzwerkpartner – Radio Utopie</a> &#8211; </p>
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		<title>Verbrechen wird abgeschafft!</title>
		<link>http://womblog.de/2010/03/19/verbrechen-wird-abgeschafft/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[HartzIV]]></category>
		<category><![CDATA[ad sinistram]]></category>
		<category><![CDATA[Roberto J. De Lapuente]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Roberto J. De Lapuente &#124; ad sinistram &#124; – Schlie&#223;lich doch noch ein Vorschlag mit Substanz! Nahezu mu&#223;te man annehmen, dem Land der Denker seien die Ideen ausgegangen. Fast glaubte man, dies&#8217; Land kenne keine philosophische Kultur mehr! Doch ruhig Blut, es gibt sie noch, die freien Denker, die Vision&#228;re und ungem&#252;tlichen Geister. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/03/verbrechen-wird-abgeschafft.html" target="_blank">Roberto J. De Lapuente | ad sinistram</a> | – Schlie&#223;lich doch noch ein Vorschlag mit Substanz! Nahezu mu&#223;te man annehmen, dem Land der Denker seien die Ideen ausgegangen. Fast glaubte man, dies&#8217; Land kenne keine philosophische Kultur mehr! Doch ruhig Blut, es gibt sie noch, die freien Denker, die Vision&#228;re und ungem&#252;tlichen Geister. Es gibt sie noch, die Freunde raffinierter Heilslehren.<span id="more-17652"></span>
<p>Man mu&#223; Heinsohns Anregung, die <a href="http://www.faz.net/s/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0/Doc%7EE0AC5A2CD5A6A481EABE50FAE2AEBA30B%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">Sozialhilfe zeitlich zu beschr&#228;nken</a>, als Chance sehen. Als Sprungbrett, als Legitimierung, in strotzende Villen einzudringen, kostbare Karossen umzuwerfen, in f&#252;rstliche Swimming-Pools zu pissen! Als Option, den sich vollstopfenden Egomanen weiszumachen, dass deren fetten Jahre vorbei seien. Als M&#246;glichkeit, Kommunikation mit der Faust zu machen, dort wo das blanke Wort schon lange nicht mehr wirkte. Ein ganz durchtriebener Plan, den dieser agent provocateur da feilbietet. </p>
<p>Wenn es keine revoltierenden Massen gibt, dann hungern wir sie eben aus, bis sie entkr&#228;ftet und kr&#228;nklich zur Revolte stolpern.    <br />Wer die Gesellschaft ver&#228;ndern will, der darf sich auch nicht von Kinkerlitzchen wie dem Grundgesetz aufhalten lassen. Beseelte Ver&#228;nderer sind &#252;ber Gesetzestexte schon lange hinweg, ihr Drang ist ihnen einziges Gesetz. </p>
<p>Hinfort mit dem Alibi der Sozialhilfe! Dringt man heute in ein opulentes Chalet ein, leert dort K&#252;hlschrank und Weinkeller, werfen sie einem dies als Verbrechen vor. Wir haben doch f&#252;r dich gesorgt, entr&#252;sten sie sich dann, wir haben dir einen Regelsatz gew&#228;hrt, von dem zu leben du versuchen k&#246;nntest. </p>
<p>Aber dann, wenn erstmal alle Bez&#252;ge fallen: welches Verbrechen begeht man dann noch? Essen zu wollen, erlesen zu trinken, ein warmes &#214;rtchen zum Schei&#223;en zu haben, mal nicht unter Br&#252;cken dem Regen entfliehen, dem Brodem der Stra&#223;e enteilen &#8211; das sind doch keine Delikte! Das ist alles Menschenrecht. W&#252;rde.</p>
<p>Fallen die Erpressungsgelder weg, die man monatlich dem Konto des sozialen Friedens &#252;berweist, so f&#228;llt auch die Moral. Eine Gesellschaft die Menschen zur&#252;ckl&#228;&#223;t, flirtet mit der Gewalt, balzt mit dem Eindringen in Villen, kokettiert mit fliegenden F&#228;usten und lose sitzenden Messern. </p>
<p>Doch wo dem Einbrecher, Schl&#228;ger oder M&#246;rder die Grundlagen entzogen wurden, da ist auch das moralische Fundament unterh&#246;hlt. Wer hilflos zur&#252;ckgelassen wird, der k&#228;mpft um sein k&#252;mmerliches Leben; wer um sein Leben ringt, dem ist alles erlaubt. Dann mu&#223; sich auch die Rechtssprechung anpassen, mu&#223; der Strafvollzug fahrengelassen werden. Das ist der Kompromiss, mit dem der Abbau sozialstaatlichen Selbstverst&#228;ndnisses, zu leben hat.    <br />So besehen ist die Empfehlung Heinsohns eine Revolution. </p>
<p>Sie hebt n&#228;mlich nicht nur den Sozialstaat auf, sie schafft auch das Verbrechen ab! Wer hungert, der raubt nicht, der holt nur, was der Magen ihm auftr&#228;gt; wer friert, der bricht nicht ein, der sorgt nur f&#252;r W&#228;rme; wer um sein Leben f&#252;rchtet, der mordet nicht, der sichert nur in Notwehr sein eigenes Weiteratmen. Die Sozialhilfe zeitlich zu begrenzen: es bedeutet das Verbrechen gr&#246;&#223;tenteils aufzuheben. Kein halbwegs anst&#228;ndiges Gericht kann Menschen verurteilen, die unsittlich handeln, weil sie das Elend dazu trieb. </p>
<p>Kein ann&#228;hernd ordentliches Gericht h&#228;lt solcherlei Handlungen f&#252;r unsittlich, weil in prek&#228;ren Lagen sittliche Fragen gar keine Bedeutung mehr haben k&#246;nnen. Klassenjustiz verurteilt dennoch, sicherlich, aber ein mittelm&#228;&#223;ig achtbares Gericht, dass ein bisschen Ahnung von menschlicher Natur, menschlichen Bed&#252;rfnissen und N&#246;ten besitzt, mu&#223; sich geradezu weigern, einen marodierenden Habenichts schuldig zu sprechen. </p>
<p>Denn nicht der Habenichts stiehlt, bricht ein, schl&#228;gt und mordet &#8211; seine Armut ist der Schurke, der T&#228;ter! Doch wenn sich eine Gesellschaft dazu entschlie&#223;t, die absolute Armut nicht mehr zu jagen, dann darf sie sich auch nicht wundern, wenn sie in ihre Villen eindringt, wenn sie zum Terroristen wird.</p>
<p>Kein Regelsatz mehr, den man einem mutma&#223;lichen Verbrecher vor die Nase halten kann. Keine alimentierte Wohnung mehr, die Bestrafung m&#246;glich macht, weil man erkl&#228;ren k&#246;nnte, der T&#228;ter habe nicht aus unmittelbarer Not gehandelt, sondern aus Gier, seinen subventionierten Wohlstand zu mehren. Keinerlei Partizipation mehr, die die Herrenmoral st&#252;tzt. </p>
<p>Wer f&#252;r die Armen nicht mehr bezahlen will, zahlt eben auf andere Weise &#8211; bezahlt werden mu&#223; so oder so. Entweder man bezahlt den sozialen Frieden oder man bezahlt damit, dass man das Verbrechen legitimiert, dass ausgeraubte Chalets und aufgebrochene Karossen zum zul&#228;ssigen Akt der Selbstversorgung werden. </p>
<p>Dass das Verbrechen ausgemerzt wird, weil die Handlungen, die heute noch Verbrechen hei&#223;en, morgen schon legitimes Herbeischaffen von Lebensgrundlagen sind. Aus Beschaffungskriminalit&#228;t wird Beschaffungsberechtigung!    <br />Genau deshalb zierte sich das Grundgesetz mit dem Sozialstaatsmotiv. </p>
<p>Es wollte Raub und Entwendung, Mord und Totschlag vereiteln, wollte den sozialen Frieden installieren. Denen, die nun die zeitliche Begrenzungen von Sozialhilfe, danach als Option die Br&#252;cke oder offene Pulsadern, einen Karton oder den Strick bef&#252;rworten, ist aus dem Sinn geraten, weshalb lebenslange Unterst&#252;tzung indirekt vorgesehen war: damit sie ihren Reichtum weiter horten k&#246;nnen, ohne gleich mit einem Messer im Brustkorb rechnen zu m&#252;ssen. </p>
<p>Aber vielleicht endet der rumorende Frieden ja bald &#8211; vielleicht ist das Verbrechen bald passé &#8211; vielleicht geh&#246;rt es bald zum guten Ton, bei Gutsherren einzudringen &#8211; vielleicht haben sie dann, was sie immer wollten: die vollendete Ellenbogengesellschaft und reichlich Ellenbogen in ihren Magengruben&#8230; [ <strong><font color="#000080">Geschrieben von Roberto J. De Lapuente</font></strong> ]</p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/03/verbrechen-wird-abgeschafft.html" target="_blank">ad sinistram</a> &#8211; Dieser Beitrag steht <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">unter einer CC-Lizenz.</a> Bitte verlinke bei einer Nutzung immer auf den Originalartikel. Danke!</p>
</p></div>
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		<title>Atomwaffen in Europa &#8211; Abr&#252;stung oder Umr&#252;stung?</title>
		<link>http://womblog.de/2010/03/19/atomwaffen-in-europa-abrstung-oder-umrstung/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Atomwaffe]]></category>
		<category><![CDATA[BITS]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Otfried Nassauer]]></category>

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		<description><![CDATA[ Von Otfried Nassauer &#124; BITS &#124; &#8211; CDU/CSU und FDP haben es in ihrem Koalitionsvertrag festge ­ schrieben: Die letzten Atomwaffen sollen aus der Bundesrepublik abgezogen werden. Nach Konsul ­ tationen im B&#252;ndnis und im Rahmen der Diskussion &#252;ber eine neue NATO-Strategie. Was wird aus dieser Vereinbarung?
Und unter welchen Vorzeichen? Die US-Regierung hat die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/bitswsm.jpg" rel="lightbox[17650]"><img style="border-right-width: 0px; margin: 6px 5px 0px 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="bitswsm" border="0" alt="bitswsm" align="left" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/bitswsm_thumb.jpg" width="125" height="153" /></a> Von <a title="Berliner Informationszentrum f&#252;r Transatlantische Sicherheit" href="http://www.bits.de/public/articles/friedensforum/ff02-10.htm" target="_blank">Otfried Nassauer | BITS</a> | &#8211; CDU/CSU und FDP haben es in ihrem Koalitionsvertrag festge ­ schrieben: Die letzten Atomwaffen sollen aus der Bundesrepublik abgezogen werden. Nach Konsul ­ tationen im B&#252;ndnis und im Rahmen der Diskussion &#252;ber eine neue NATO-Strategie. Was wird aus dieser Vereinbarung?<span id="more-17650"></span>
<p>Und unter welchen Vorzeichen? Die US-Regierung hat die Diskussion &#252;ber die Zukunft der Atomwaffen in europ&#228;ischen L&#228;ndern in einen neuen Zusammenhang gestellt. Sie zielt auf eine neues, problematisches Abschreckungskonzept f&#252;r die NATO. Substantielle Antworten soll der Nuclear Posture Review geben, den die USA im M&#228;rz 2010 ver&#246;ffentlichen wollen.</p>
<p>F&#252;nf NATO-Staaten, darunter Deutschland, haben NATO-Generalsekret&#228;r Anders Fogh Rasmussen in einem Brief gebeten, „die Nuklearpolitik der NATO“ auf die Tagesordnung des n&#228;chsten Treffens der Au&#223;enminister in Tallin zu setzen. Das soll am 22./23. April stattfinden, kurz vor Beginn der &#220;berpr&#252;fungskonferenz f&#252;r den Atomwaffensperrvertrag. </p>
<p>In ihrem Schreiben erinnern die Au&#223;enminister daran, dass US-Pr&#228;sident Obama die Vision einer atomwaffenfreien Welt bef&#252;rworte und versprochen habe, sich um „eine substantielle Reduzierung strategischer Nuklearwaffen“ und „eine verringerte Rolle atomarer Waffen“ zu bem&#252;hen. </p>
<p>Guido Westerwelle und seine Amtskollegen aus Belgien, Luxemburgs den Niederlanden und Norwegen wollen das NATO-Treffen zu „einer umfassenden Diskussion“ nutzen: „Wir glauben, dass wir auch in der NATO diskutieren sollten, was wir tun k&#246;nnen, um uns diesem &#252;bergeordneten politischen Ziel anzun&#228;hern.“ Zudem regen sie an, politische „Vorgaben f&#252;r den Prozess“ der Erarbeitung eines Neuen Strategischen Konzeptes der NATO zu entwickeln. </p>
<p>Mit diesem butterweichen Aufschlag wollten die europ&#228;ischen Minister am 26. Februar das vielleicht entscheidende Match um die Zukunft der in Europa verbliebenen 150-200 Atombomben er&#246;ffnen. Nat&#252;rlich geht es dabei auch um die Zukunft des deutschen Atomwaffenstandortes B&#252;chel und – politisch wichtiger &#8211; der technischen nuklearen Teilhabe. In dem Eifel&#246;rtchen lagern weiterhin 10-20 nukleare Bomben der USA, die im Kriegsfall durch Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr zum Einsatz gebracht werden k&#246;nnen. </p>
<p>Im M&#228;rz 2009 fand dort die bislang letzte Nukleare Sicherheitsinspektion statt. Die Einheit ist also noch aktiv. Neben Deutschland sind auch Belgien und die Niederlande sowohl Stationierungsland als auch Unterzeichner des Briefs der Au&#223;enminister. </p>
<p>Die Forderung nach dem Abzug der letzten Nuklearwaffen aus Deutschland hatte auf Initiative der FDP im Oktober 2009 &#252;berraschend Eingang in den schwarz-gelben Koalitionsvertrag gefunden. Die Liberalen halten diese Waffen, &#228;hnlich wie die Oppositionsparteien und die meisten Experten f&#252;r „Relikte des Kalten Krieges“, die heute keine milit&#228;rische Funktion mehr erf&#252;llen, deren Beibehaltung aber viel Geld kostet. Ab 2013 beginnt zudem in B&#252;chel die Umr&#252;stung des Geschwaders auf nicht-nuklearf&#228;hige Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter. Dies erfordert unabh&#228;ngig von den ausstehenden politischen Entscheidungen substantielle Ver&#228;nderungen.</p>
<p>Die taktischen oder substrategischen Nuklearwaffen der USA in Europa sind nur ein Teil des regionalen Abschreckungspotentials im Rahmen der NATO. Zusammen mit einigen Hundert strategischen und substrategischen Atomwaffen auf britischen und US-amerikanischen U-Booten, die der NATO in Krise und Krieg unterstellt werden k&#246;nnen, sind sie die Instrumente der nuklearen Abschreckung und Kriegf&#252;hrung f&#252;r Krise und Krieg. Den Abzug der substrategischen Atombomben aus Europa zu fordern, bedeutet also nicht das Ende der nuklearen Abschreckung f&#252;r das B&#252;ndnis.</p>
<p><strong><font color="#000080">Die Nuklearwaffenlager der NATO 2010</font></strong></p>
<table style="border-bottom: black 1pt outset; border-left: black 1pt outset; width: 100%; border-top: black 1pt outset; border-right: black 1pt outset" id="table1" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; background: rgb(241,240,239); border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt">
<p style="text-align: center" align="center"><b><span style="font-family: arial">Flugplatz</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; background: rgb(241,240,239); border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt">
<p style="text-align: center" align="center"><b><span style="font-family: arial">Land</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; background: rgb(241,240,239); border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt">
<p style="text-align: center" align="center"><b><span style="font-family: arial">Unterflur-                <br />magazine</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; background: rgb(241,240,239); border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt">
<p style="text-align: center" align="center"><b><span style="font-family: arial">Waffen gelagert                <br />(gesch&#228;tzt)</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; background: rgb(241,240,239); border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt">
<p style="text-align: center" align="center"><b><span style="font-family: arial">Waffen lagerbar                <br />(max.)</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; background: rgb(241,240,239); border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt">
<p style="text-align: center" align="center"><b><span style="font-family: arial">Einheiten und Status</span></b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">B&#252;chel</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">D</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">11</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">10-20</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">44</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">Jabo-Geschwader 33 mit Tornado, 702 MUNSS, letzte Sicherheitsinspektion M&#228;rz 2009 </span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">Kleine Brogel</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">BE</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">11</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">10-20</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">44</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">10. Taktisches Geschwader mit F-16; 701 MUNSS, Inspektion 2008</span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">Volkel</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">NL</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">11</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">10-20</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">44</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">1. Jagdbombergeschwader mit F-16; 703. MUNSS; letzte Inspektion 2009</span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">Aviano</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">IT</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">18</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">50</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">72</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">31. Jagdbombergeschwader der US-Luftwaffe mit F-16; letzte Inspektion 2009</span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial" lang="IT">Ghedi-Torre*</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial" lang="IT">IT</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">11</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">20-40</span></p>
<p><span style="font-family: arial">(k&#252;nftig 0?)</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">44</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">6. Geschwader mit Tornado, 704. MUNSS, letzte bekannte Inspektion 2004</span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">Incirlik</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">TR</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">25</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">50</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">100</span></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">Rotierende Einheiten der US-Luftwaffe, Nuklearwaffenlager aktiv, letzte Inspektion 2008</span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><b><span style="font-family: arial">Gesamt:</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><b><span style="font-family: arial">NATO</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><b><span style="font-family: arial">87</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><b><span style="font-family: arial">150-200</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><b><span style="font-family: arial">392</span></b></p>
</td>
<td style="border-bottom: black 1pt inset; border-left: black 1pt inset; padding-bottom: 1.5pt; padding-left: 1.5pt; padding-right: 1.5pt; border-top: black 1pt inset; border-right: black 1pt inset; padding-top: 1.5pt" valign="top">
<p><span style="font-family: arial">&#160;</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&#160;</p>
<p>* <font color="#000080" size="2">Seit Jahren kursieren Ger&#252;chte, die Lagerung nuklearer Waffen solle in Ghedi reduziert oder aufgegeben werden. Der Waffenbestand k&#246;nne teilweise auch ins nahe Aviano verlegt werden. Die letzte nachweisbare nukleare Sicherheitsinspektion fand 2004 statt. Eine weitere war f&#252;r 2007 geplant. Ob sie durchgef&#252;hrt wurde, ist nicht bekannt.</font></p>
<p><strong>Neue regionale Abschreckungsarchitekturen der USA</strong></p>
<p>Massive Ver&#228;rgerung &#252;ber den Vorsto&#223; zum Abzug der US-Atombomben aus Europa berichten konservative Kommentatoren aus Washington. Hillary Clinton, Obamas Au&#223;enministerin, habe auf einer Konferenz zur Zukunft der NATO noch wenige Tage vor dem Brief betont, Washington wolle die „nukleare Abschreckung aufrechterhalten“ erhalten und habe vor „voreiligen Schritten“ gewarnt, „die unsere Abschreckungsf&#228;higkeit unterminieren“ k&#246;nnten. </p>
<p>Die f&#252;nf Au&#223;enminister – so der Eindruck, der erweckt wurde – haben genau das gefordert und stellen die atomare Abschreckung infrage. Ihr Vorsto&#223; sei deshalb zum Scheitern verurteilt, ein Rohrkrepierer.</p>
<p>Diese Sicht ist verk&#252;rzt und kurzsichtig. Sie &#252;bersieht, dass vor allem die US-Regierung die nukleare Abschreckung in ihrer bisherigen Form l&#228;ngst infragestellt. Die konservativen Kommentatoren „&#252;berh&#246;rten“ den unmittelbar folgenden Satz Clintons. Der machte deutlich, dass es um weit mehr geht: „In der Tat, wir wollen unsere Abschreckung durch Raketenabwehr ausbauen.“ </p>
<p>Es geht nicht also nur um die Zukunft der atomaren Waffen in Europa, sondern auch darum, die Raketenabwehrvorhaben der USA in das regionale Abschreckungskonzept der NATO zu integrieren. Das wirft zugleich die Frage auf, wie sich die Rolle des Nuklearpotentials der NATO k&#252;nftig innerhalb des Abschreckungskonzeptes der NATO und der USA weiterentwickelt und wie weit die Strategie der NATO an ver&#228;nderte nationale Strategievorstellungen ihrer Vormacht USA angepasst wird.</p>
<p>Zwei bedeutende Planungspapiere des Pentagons aus dem Februar 2010 verst&#228;rken diese Sicht. Der Quadrennial Defense Review h&#228;lt fest: “Diese regionalen Abschreckungsstrukturen und neuen F&#228;higkeiten (&#8230;) erm&#246;glichen eine verringerte Rolle nuklearer Waffen in unserer nationalen Sicherheitsstrategie.“ </p>
<p>Der Ballistic Missile Defense Review erg&#228;nzt: „Gegen nuklear bewaffnete Staaten wird die regionale Abschreckung notwendigerweise auch [k&#252;nftig] eine nukleare Komponente erfordern. Aber die Rolle der US-Atomwaffen in diesen regionalen Abschreckungsstrukturen kann reduziert werden durch eine St&#228;rkung der Rolle der Raketenabwehr und anderer F&#228;higkeiten.“ </p>
<p>Die Regierung Obama entwickelt unter Federf&#252;hrung von Verteidigungsminister Gates, der schon unter George W. Bush im Amt war, die nationale „Abschreckungsstrategie“ der USA weiter. Sie &#252;bertr&#228;gt deren Grundgedanken auf die regionalen US-Abschreckungssysteme in Europa, im Nahen Osten und in Fernost. Unter George W. Bush wurde die Nuklearabschreckung in einen neuen &#252;bergeordneten Kontext gestellt. </p>
<p>Die nukleare Komponente ist nur noch ein Bestandteil der gesamten Abschreckungsf&#228;higkeit, die den USA milit&#228;rische &#220;berlegenheit und milit&#228;rische wie politische Durchsetzungsf&#228;higkeit f&#252;r die kommenden Jahrzehnte sichern soll. Weitere Bestandteile sind die Raketenabwehr und die F&#228;higkeit zu raschen konventionellen und/oder nuklearen strategischen Angriffen auf Ziele rund um den Globus – also die Konzepte der Global Strikes und der Prompt Global Strikes.</p>
<p>L&#228;sst sich die NATO darauf ein, Abschreckung k&#252;nftig im amerikanischen Sinne zu verstehen &#8211; also erweiterte Raketenabwehrf&#228;higkeiten und „andere F&#228;higkeiten“, wie sie zum Beispiel f&#252;r die Global Strike-Konzepte ben&#246;tigt werden, in ihre Strategie aufzunehmen &#8211; dann kann eine Reduzierung oder ein Verzicht auf die in Europa gelagerten US-Atomwaffen m&#246;glich und die Rolle nuklearer Waffen deutlich reduziert werden. </p>
<p>Selbst das Pentagon kann sich offenbar vorstellen, dass die „nukleare Komponente“ der NATO k&#252;nftig ohne Nuklearwaffen auf europ&#228;ischem Boden auskommt, wenn es im Ballistic Missile Defense Review schreibt:. „Sei diese vorne – (also in Europa) stationiert oder nicht.“</p>
<p><strong>     <br />Good News may be Bad-News</strong></p>
<p>Mit Speck f&#228;ngt man M&#228;use. Mehr Raketenabwehr und bessere konventionelle F&#228;higkeiten erlauben k&#252;nftig mehr nukleare Abr&#252;stung – vielleicht nicht schon morgen, aber &#252;bermorgen wom&#246;glich. Die Atombomben in Europa k&#246;nnten verzichtbar werden. Die Entwicklung neuer Atomwaffen, zum Beispiel zur Zerst&#246;rung tief verbunkerter Ziele oder von Mini-Nukes k&#246;nnte unterbleiben. </p>
<p>Zudem kann die Rolle nuklearer Waffen deutlich reduziert werden. Zum Beispiel auf die Abschreckung eines Nuklearangriffs auf die USA und deren B&#252;ndnispartner. Das alles sind m&#246;gliche Schlussfolgerungen des Nuclear Posture Reviews, die bereits &#246;ffentlich gehandelt werden. </p>
<p>Mit diesem Dokument will die Regierung Obama ihre k&#252;nftige Nuklear- und Abreckungspolitik dem Kongress vorstellen. Zusammen mit der amerikanisch-russischen Ank&#252;ndigung eines substantiellen Abr&#252;stungsschrittes bei den strategischen Atomwaffen w&#228;ren es wichtige, begr&#252;&#223;enswerte Signale im Blick auf die &#220;berpr&#252;fung und St&#228;rkung des Atomwaffensperrvertrages. Es w&#228;re gut, wenn die Regierung Barack Obamas sich auf solche Schritte festlegen w&#252;rde. Die Erfolgsaussichten f&#252;r eine St&#228;rkung des Atomwaffensperrvertrages k&#246;nnten steigen.</p>
<p>Doch es k&#246;nnte auch eine Seite derselben Medaille geben. Wie diese aussieht, h&#228;ngt davon ab, ob und welche Bedingungen und Voraussetzungen an die positiven Schritte gekn&#252;pft w&#252;rden. Werden sie z.B. davon abh&#228;ngig gemacht, dass die NATO z&#252;gig auf die umstrittenen, unter Obama nachgebesserten Raketenabwehrpl&#228;ne der USA f&#252;r Europa einsteigt? </p>
<p>Gilt das auch f&#252;r neue Raketenabwehrtechnologien wie das von der Regierung Obama bef&#252;rwortete politisch sehr problematische Konzept des „Early Intercept“? Dieses sieht vor, ballistische Raketen w&#228;hrend der ersten Phase ihres Fluges oder sogar noch vor deren Start zu bek&#228;mpfen. Sollen die NATO-L&#228;nder sich an offensiven und v&#246;lkerrechtlich problematischen Konzepten wie Gobal Strike und Prompt Global Strike beteiligen? Entstehen hier v&#246;lkerrechtlich zweifelhafte M&#246;glichkeiten zu einer ver&#228;nderten europ&#228;ischen „Teilhabe“ an der Abschreckung? </p>
<p>Soll die nukleare Teilhabe durch eine erweiterte Teilhabe an der „neuen Abschreckung“ ersetzt oder erg&#228;nzt werden? Werden die USA nukleare Langstreckenraketen abr&#252;sten, nur um sie zu konventionellen Langstreckenraketen umzur&#252;sten, die zum Beispiel auch die Silos gegnerischer Atomraketen zerst&#246;ren k&#246;nnten? Auch diese Schritte werden als m&#246;gliche Bestandteile der k&#252;nftigen Abschreckungspolitik der USA bereits &#246;ffentlich diskutiert. Ihre Wirkung auf das Bedrohungsgef&#252;hl in vielen Teilen Welt w&#228;re kaum positiv.</p>
<p>Noch gibt es auf viele Fragen keine konkreten belastbaren Antworten, obwohl sie erhebliche Konsequenzen f&#252;r die Sicherheit Europas haben. Unabh&#228;ngig davon wie sie mit durch den Nuclear Posture Review beantwortet oder offengehalten werden, bleibt ein weiteres faktisches Problem bestehen: Wie gut und verl&#228;sslich wird der Politikwechsel, mit dem sich die Obama-Administration vorgeblich von der Regierung George W. Bush absetzen will, gegen einen R&#252;ckfall in das Denken der Bush-Administration faktisch abgesichert? </p>
<p>Kann ein k&#252;nftiger republikanischer US-Pr&#228;sident mit Dank f&#252;r Obamas Wegbereiterfunktion bei den B&#252;ndnispartnern auf die neuen regionalen Abschreckungsarchitekturen zur&#252;ckgreifen und sie ganz im Sinne einer unilateralen Machtpolitik a la George W. Bush und Dick Cheney als gl&#228;nzende Ausgangsbasis nutzen? Oder handelt es sich sogar nur um eine Fortschreibung der Politik Bushs mit anderen besser klingenden Worten? Noch ist keine definitive Antwort m&#246;glich. Von dieser Antwort aber h&#228;ngt die Glaubw&#252;rdigkeit Obamas ab.</p>
<p><strong>     <br />Abr&#252;stung oder Umr&#252;stung – Das ist hier die Frage</strong></p>
<p>Auff&#228;llig ist, dass die f&#252;nf europ&#228;ischen Au&#223;enminister ihre Initiative in einen deutlich anderen stellen. Sie wollen &#252;ber einen m&#246;glichen Beitrag der NATO zu den atomaren Abr&#252;stungsversprechen Obamas und &#252;ber m&#246;gliche Schritte der NATO zur St&#228;rkung von Abr&#252;stung und Nichtverbreitung diskutieren. Zudem sollen daraus Konsequenzen f&#252;r die k&#252;nftige Strategie der NATO gezogen werden. Ganz anders das bislang erkennbare Vorgehen Washingtons: Dort will man scheinbar zun&#228;chst &#252;ber die k&#252;nftige Abschreckungsstrategie des B&#252;ndnisses und die daf&#252;r n&#246;tigen milit&#228;rischen F&#228;higkeiten und erst in der Konsequenz &#252;ber m&#246;glich werdende nukleare Abr&#252;stungsschritte reden. Diesen Eindruck erwecken jedenfalls die bisher zug&#228;nglichen Regierungsdokumente.</p>
<p>Der Zeitplan der europ&#228;ischen Au&#223;enminister erlaubt ein „Last-Minute-Signal“ an die &#220;berpr&#252;fungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages – vorausgesetzt die NATO w&#252;rde in Tallin N&#228;gel mit K&#246;pfen machen und nukleare Abr&#252;stungszusagen machen. Der Zeitplan hinter den &#220;berlegungen Washington erfordert dagegen mehr Zeit, da sich die europ&#228;ischen NATO-Staaten zun&#228;chst mit den Konsequenzen der neuen Abschreckungslogik f&#252;r ihre eigene Politik befassen m&#252;ssten. Auch liegt der Nuclear Posture Review noch nicht vor, sodass zu viele Fragen noch ohne Antwort sind. </p>
<p>Unklar ist deshalb auch, wie konkret oder interpretierbar die Abr&#252;stungszusagen der USA in diesem Dokument sein werden. Je st&#228;rker die Abr&#252;stungsbereitschaft Washingtons an die Umr&#252;stungsvorhaben und die Bereitschaft der europ&#228;ischen NATO-Staaten gekoppelt wird, sich dem neuen Abschreckungsdenken Washingtons anzuschlie&#223;en, desto unwahrscheinlicher wird es, dass in Tallin ein Abr&#252;stungssignal der NATO zustande kommt, das hilft, den Atomwaffensperrvertrag zu st&#228;rken.</p>
<p>Bleiben nach Tallin zu viele Interpretationsm&#246;glichkeiten offen, so laufen die NATO-Staaten Gefahr, der &#220;berpr&#252;fungskonferenz des NVV einen B&#228;rendienst zu erweisen: Kein klares Signal des Westens ist aus Sicht vieler anderer Vertragsstaaten auch ein Signal – das auf leere Versprechungen.</p>
<p>Die f&#252;nf europ&#228;ischen Au&#223;enminister k&#246;nnten dazu auch einen Beitrag geleistet haben. In dem Bem&#252;hen, einen butterweichen Aufschlag f&#252;r eine Debatte &#252;ber die nuklearen Abr&#252;stungsm&#246;glichkeiten zu servieren, der niemandem den Vorwurf erlaubt, er sei ihm um die Ohren gehauen worden, k&#246;nnten die Minister zu vorsichtig zu Werke gegangen sein: „Unsere k&#252;nftige Politik erfordert die volle Unterst&#252;tzung aller B&#252;ndnismitglieder“, hei&#223;t es in ihrem Schreiben. </p>
<p>Der Return k&#246;nnte hart ausfallen: Ein oder mehrere NATO-Staaten k&#246;nnten aus dieser Zusage das Recht auf ein nationales Veto jedes einzelnen NATO-Landes gegen einen Abzug der letzten Atombomben aus Europa ableiten und selbst diese begrenzte Initiative blockieren. Im Blick auf den Atomwaffensperrvertrag w&#252;rde das bedeuten: „Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.“</p>
<p>[ <a href="mailto:otfried.nassauer@bits.de"><strong>Otfried Nassauer</strong></a> <strong><font color="#000080">ist freier Journalist und leitet das Berliner Informationszentrum f&#252;r Transatlantische Sicherheit - BITS. ]</font></strong></p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://www.bits.de/public/articles/friedensforum/ff02-10.htm" target="_blank">BITS &#8211; Berliner Informationszentrum f&#252;r Transatlantische Sicherheit.</a> Mit freundlicher Genehmigung <a href="http://www.bits.de/frames/aboutd.htm">des Autors</a>, Herrn Otfried Nassauer zur Ver&#246;ffentlichung hier auf dem Womblog.de. Besten Dank!</p>
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		<title>Neusprech &#8211; Greenwash &#8211; Propaganda &amp; Sprache: Eine Kurzinformation</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 04:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[ Von Axel Mayer &#124; BUND-Regionalverband S&#252;dlicher Oberrhein &#124; -Neusprech und Green ­ wash: &#220;ber Propaganda und Sprache. Im Jahr 1949 erschien der ber&#252;hmte Roman “1984” des englischen Autors George Orwell. Er beschreibt darin eine d&#252;ster realistische Zukunfts ­ vision, eine moderne Diktatur, einen &#220;berwachungsstaat als Gedankenregime, in dem der allwissende, allsehende „Gro&#223;e Bruder“ die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/BUNDSdl.Ober_.jpg" rel="lightbox[17646]"><img style="border-right-width: 0px; margin: 6px 5px 0px 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="BUND S&#252;dl.Ober" border="0" alt="BUND S&#252;dl.Ober" align="left" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/BUNDSdl.Ober_thumb.jpg" width="150" height="64" /></a> Von <a href="http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/neusprech-greenwash-propaganda-sprache.html" target="_blank">Axel Mayer | BUND-Regionalverband S&#252;dlicher Oberrhein</a> | -Neusprech und Green ­ wash: &#220;ber Propaganda und Sprache. Im Jahr 1949 erschien der ber&#252;hmte Roman “1984” des englischen Autors George Orwell. Er beschreibt darin eine d&#252;ster realistische Zukunfts ­ vision, eine moderne Diktatur, einen &#220;berwachungsstaat als Gedankenregime, in dem der allwissende, allsehende „Gro&#223;e Bruder“ die Macht hat.<span id="more-17646"></span>
<p>Eine wichtige Form der Herrschaft in dieser Gedankendiktatur ist die Beherrschung und Manipulation der Sprache.    </p>
<p> <i><br />
<blockquote>
<p>&quot;Krieg ist Frieden        <br />Freiheit ist Sklaverei         <br />Unwissenheit ist St&#228;rke“         <br />George Orwell</p>
</blockquote>
<p> </i>
<p><b>Die Manipulation von Sprache</b> als Mittel der Machtaus&#252;bung und Unterdr&#252;ckung ist vermutlich so alt wie die Sprache selbst. Gerade auch in der Zeit des Faschismus wurde Neusprech politische und propagandistische Realit&#228;t. Hitler hat nicht immer von Krieg gesprochen, wie uns das eine vereinfachende Geschichtsdeutung weismachen will. </p>
<p>Er hat in den ersten Jahren der Machtaus&#252;bung immer wieder von Frieden gesprochen, aber Krieg gemeint. Das Gift des B&#246;sen war durchaus auch in Zucker getaucht. Wenn es der Geschichtsunterricht an den Schulen nicht wagt, diesen geschickt gestreuten “Zucker” zu beschreiben, dann k&#246;nnen die Mechanismen der Propaganda nicht verstanden werden.</p>
<p><b>Vernichtungslager – Konzentrationslager      <br />Massenmord – Endl&#246;sung</b></p>
<p><b>Auch heute wird Sprache</b> zur Desinformation missbraucht. Dies gilt insbesondere f&#252;r die Sprache des Milit&#228;rs, gerade auch in Kriegszeiten. Das vom N&#252;rnberger Waffenproduzenten Werner Diehl, in Kooperation mit dem D&#252;sseldorfer R&#252;stungskonzern Rheinmetall, gegr&#252;ndete Gemeinschafts- unternehmen “Gesellschaft f&#252;r intelligente Wirksysteme” stellt laut TAZ vom 2.3.09 u. a. &quot;intelligente&quot; Streubomben her, die nicht Streubomben genannt werden d&#252;rfen. </p>
<p>Das orwellsche „Krieg ist Frieden“ galt auch f&#252;r die deutsche Bundesregierung im lange Zeit unerkl&#228;rten Krieg in Afghanistan. Ein asymmetrischer Krieg der in der &#246;ffentlichen Darstellung aber nicht so genannt werden sollte. Erschreckend erfolgreich waren die Vorkriegs- und die Kriegsl&#252;gen der Bush-Regierung. Dass Diktatoren l&#252;gen wissen wir. Unsere Aufgabe als Demokraten ist es, den L&#252;gen in der Demokratie entgegenzutreten.</p>
<p><b>T&#246;tung von Zivilisten – Kollateralsch&#228;den      <br />Waffen &amp; Streubomben &#8211; Intelligente Wirksysteme       <br />Milit&#228;rischer Auftrag mit der Option zu t&#246;ten &#8211; Robustes Mandat       <br />Angriff – Vorw&#228;rtsverteidigung       <br />Folter &#8211; Umstrittene Verh&#246;rmethode</b></p>
<p><b>Neusprech</b> muss nicht immer nur die Ersetzung oder Neuschaffung von Begriffen sein. Manche alten, wohlklingenden Begriffe werden einfach umgedeutet. 1969 wollte Willy Brandt gegen den politischen Muff und Filz der Nachkriegszeit „mehr Demokratie wagen“ Gemeint war damit der Wunsch und der Wille „mehr Reformen zu wagen“. </p>
<p>&#220;ber Jahrzehnte hat eine gezielte Umdeutung dieses positiv besetzten Begriffs stattgefunden. Heute steht das Wort „Reform“ f&#252;r Sozialabbau und den neoliberalen Umbau der Gesellschaft. Niemand hat sich gegen diesen Missbrauch des Begriffs gewehrt. Auch &#252;ber die Begriffe &quot;Arbeitnehmer und Arbeitgeber&quot; lohnt es sich nachzudenken. Wer gibt und wer nimmt?</p>
<p><b>Entlassung, K&#252;ndigung – Freisetzung      <br />Sozialabbau – Reformen       <br />Gerechtigkeitsdebatte &#8211; Neiddebatte</b></p>
<p><b>Selbst bei &quot;unpolitischen&quot; Naturschutzthemen</b> gibt es Neusprech: <i>&quot;Durch eine umfassende Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass die seit 1912 in Baden-W&#252;rttemberg &quot;ausgestorbenen&quot; Wildkatzen wieder in den W&#228;ldern des Landes umherstreifen.&quot;</i> (Zitatende) Ausgestorben&quot; ist ein seltsam besch&#246;nigendes Wort. Es klingt nach &quot;still von uns gegangen&quot;. Bek&#228;mpft, verfolgt, ausgerottet, ausgemerzt&#8230;, diese Begriffe beschreiben den Umstand des &quot;Aussterbens&quot; ein wenig treffender.</p>
<p><b>Verfolgt, Ausgerottet, Ausgemerzt &#8211; Ausgestorben</b></p>
<p><b>Wenn es um die Durchsetzung</b> von Industrieinteressen gegen Mensch, Natur und Umwelt geht, dann setzen Atom-, Gen- und Chemielobbyisten schon lange auf Greenwash. Neusprech ist bei den gro&#223;en PR-Firmen zwischenzeitlich Tagesgesch&#228;ft, gerade auch wenn nach gro&#223;en Industrieunf&#228;llen (Bhopal, Seveso, Toulouse&#8230;) Krisenkommunikation als gezielte Desinformation betrieben wird. </p>
<p>Mit dem gezielt eingef&#252;hrten Kampfbegriff <a href="http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/oekologismus--industriegesteuerte-kampagne.html">&quot;&#214;kologismus&quot;</a> versuchen Industrielobbyisten und neoliberale Netzwerke positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit und &#214;kologie zu ersetzen, Zukunftsf&#228;higkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische N&#228;he von Sekten zu stellen. </p>
<p><b>Umweltschutz, Nachhaltigkeit, &#214;kologie &#8211; &#214;kologismus      <br />Pestizid – Pflanzenschutzmittel       <br />Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) Abgas-Pipeline &#8211; Klimaschutzpipeline       <br />Gift – Wirkstoff       <br />Beseitigung von Giftm&#252;ll – Entsorgung       <br />Abwrackpr&#228;mie &#8211; Umweltpr&#228;mie       <br />M&#252;llverbrennung – Thermische Abfallbehandlung</b></p>
<p><b>Eine Bl&#252;te der Desinformation</b> und des Greenwash erleben wir im Zusammenhang mit Klimawandel und Atomenergie. „Es gibt keine menschengemachte Klimaver&#228;nderung“ war eine der vielen Werbeaussagen der PR-Firma Burson Marsteller im Auftrag der &#214;l- und Kohlekonzerne in den USA. </p>
<p>„Wegen der drohenden Klimaver&#228;nderung brauchen wir unbedingt mehr Atomkraftwerke“ ist nun die gegens&#228;tzliche, neue Werbebotschaft von Burson Marsteller, denn die industriellen Meinungsmacher arbeiten jetzt auch f&#252;r die Atomkonzerne. Der Begriff Atomkraftwerk wird von vielen Menschen immer noch mit der Atombombe assoziiert. Darum wurde schon vor Jahrzehnten der harmloser klingende Begriff der Kernenergie eingef&#252;hrt. </p>
<p>Eine Offenbarung in Sachen Neusprech ist die Notfallschutzbrosch&#252;re des Regierungspr&#228;sidiums Freiburg f&#252;r das AKW Fessenheim. Aus dem Katastrophenschutz wurde der Notfallschutz, aus dem Atomunfall das Ereignis und Radioaktivit&#228;t tritt bei diesem Ereignis nicht etwa unkontrolliert aus, sondern Radioaktivit&#228;t wird freigesetzt&#8230; Auch auf vielen Wikipediaseiten hei&#223;t der AKW-Schornstein zur Abgabe von krebserzeugender Radioaktivit&#228;t immer noch Abluftkamin.</p>
<p><b>AKW – KKW      <br />Atomkraftwerk – Kernkraftwerk       <br />Plutonium-AKW – Schneller Br&#252;ter       <br />Atomm&#252;lllager – Entsorgungspark       <br />Atomunfall – Ereignis       <br />Atomkatastrophe – Bedeutsames Ereignis       <br />Katastrophenschutz – Notfallschutz       <br />Katastrophenschutzbrosch&#252;re &#8211; Notfallschutzbrosch&#252;re       <br />Austritt von Radioaktivit&#228;t – Freisetzung von Radioaktivit&#228;t       <br />Entgiftung – Dekontamination       <br />AKW-Schornstein – Abluftkamin</b></p>
<p><b>George Orwell</b> war ein realistischer Vision&#228;r. Er hat Neusprech, die Gedankendiktatur und den &#220;berwachungsstaat beschrieben. Viele Diktaturen des letzten Jahrhunderts in Ost und West waren schrecklich, aber gl&#252;cklicherweise technisch noch unvollkommen. Heute, in der Demokratie, sind wir da technisch „weiter“. Das zentrale Problem der Menschen sind nicht die unter entsetzlichen Opfern &#252;berwundenen Katastrophen und Diktaturen. </p>
<p>Das Problem ist unsere offensichtliche Unf&#228;higkeit daraus zu lernen. Gegen Neusprech, Propaganda und Greenwash l&#228;sst sich in der real existierenden Demokratie leichter angehen als in einer Diktatur. Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir beginnen, uns gegen die Manipulation der Sprache und des Denkens zu wehren?    </p>
<p> <b><i></i></b>
<p><b><i>Ein pers&#246;nlicher Beitrag von Axel Mayer, BUND-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, Kreisrat im Kreistag Emmendingen, Vizepr&#228;sident TRAS</i> </b></p>
<p><b>Mein Dank geht an Walter Mossmann und Gerhard Peringer f&#252;r die kritische Durchsicht dieses Textes.</b></p>
<hr />
<p><strong><u>Weitere Infos auf: BUND-Regionalverband S&#252;dlicher Oberrhein        <br /></u></strong></p>
<ul>
<li><a href="http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/idx-greenwash.html"><strong>Mehr Infos zum Thema Greenwash &amp; Propaganda</strong></a> </li>
<li><b><a href="http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/oekologismus--industriegesteuerte-kampagne.html">Mehr Infos zur industriegelenkten &#214;kologismus – Kampagne</a></b> </li>
<li><b><a href="http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/intelligente-wirksysteme-waffen-streubomben.html">Mehr Infos zu &quot;Intelligente Wirksyteme &amp; Streubomben&quot;</a></b> </li>
</ul>
<div class="tags2">
<p><strong>Quelle: &#8211; </strong><a href="http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/neusprech-greenwash-propaganda-sprache.html" target="_blank">Axel Mayer auf BUND-Regionalverband S&#252;dlicher Oberrhein</a>. Mit freundlicher Genehmigung zur Wiedergabe hier auf dem womblog.de. Danke, Herr Mayer!</p>
</p></div>
<p><small><a href="http://www.yigg.de/profil/tooze">YIGG.de</a> | <a href="http://twitter.com/wom1959">Twitter</a> | <a href="http://radio-utopie.de/">Radio Utopie</a> | <a href="http://www.saarbreaker.com/partnernetzwerk/">Partnernetzwerk</a> | <a href="http://womblog.de/ueber-uns/">Info</a></small></p><br/>
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		<title>Neues von der Medienfront</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 03:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Manipulationen]]></category>
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		<description><![CDATA[Von German Foreign Policy- BERLIN/STRAUSBERG(Eigener Bericht) &#8211; Bundeswehr-Experten bewerten die deutsche Medienberichterstattung &#252;ber die Berliner Milit&#228;rinterventionen weithin positiv und schreiben ihr hohe Bedeutung f&#252;r die Kriegsakzeptanz zu. Dies best&#228;tigt eine aktuelle Untersuchung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr (SoWi).
Demnach seien die Eindr&#252;cke derjenigen, die sich in Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften &#252;ber die deutschen Streitkr&#228;fte informierten, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57765" target="_blank">German Foreign Policy- BERLIN/STRAUSBERG(Eigener Bericht)</a> &#8211; Bundeswehr-Experten bewerten die deutsche Medienberichterstattung &#252;ber die Berliner Milit&#228;rinterventionen weithin positiv und schreiben ihr hohe Bedeutung f&#252;r die Kriegsakzeptanz zu. Dies best&#228;tigt eine aktuelle Untersuchung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr (SoWi).<span id="more-17642"></span>
<p>Demnach seien die Eindr&#252;cke derjenigen, die sich in Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften &#252;ber die deutschen Streitkr&#228;fte informierten, in den meisten F&#228;llen &quot;g&#252;nstig&quot;. Mittlerweile nutzt die Bundeswehr Produkte der Massenmedien f&#252;r die eigene milit&#228;rpolitische Propaganda. Diese finden sich zuweilen unkommentiert im Internetauftritt der Armee oder werden f&#252;r die Durchf&#252;hrung &#246;ffentlichkeitswirksamer Werbeveranstaltungen genutzt. Dies gilt insbesondere auch f&#252;r Spiel- und Dokumentarfilme aus dem &#246;ffentlich-rechtlichen Fernsehen.</p>
<p><strong>Von Medienbildern dominiert</strong></p>
<p>Das in Strausberg bei Berlin beheimatete Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr (SoWi) hat k&#252;rzlich einen Bericht &#252;ber seine diesj&#228;hrige &quot;Bev&#246;lkerungsbefragung&quot; zum &quot;sicherheits- und verteidigungspolitischen Meinungsklima&quot; in der Bundesrepublik ver&#246;ffentlicht. Wie das Institut darin erkl&#228;rt, wird die &quot;Wahrnehmung&quot; der deutschen Armee durch die Bev&#246;lkerung &quot;von Medienbildern dominiert&quot;. Insbesondere das Fernsehen erreiche eine &quot;bemerkenswerte Breitenwirkung&quot;; 53 Prozent der Befragten w&#252;rden durch dieses Massenmedium &quot;mindestens einmal im Monat auf die deutschen Streitkr&#228;fte aufmerksam&quot;. </p>
<p>Nach Angaben des SoWi tragen au&#223;erdem Zeitungen und Zeitschriften &quot;in fast gleichem Ausma&#223; zur &#246;ffentlichen Pr&#228;senz bei&quot; &#8211; und vermitteln dabei offenbar in aller Regel ein Bild der Truppe, das der milit&#228;rpolitischen Propaganda entspricht: So n&#228;hmen 87 Prozent derjenigen, die im Fernsehen etwas &#252;ber die Bundeswehr s&#228;hen, die Streitkr&#228;fte positiv wahr; die Eindr&#252;cke derjenigen, die dem &quot;Thema Bundeswehr&quot; in Zeitungen und Zeitschriften oder im Internet begegneten, seien &quot;ebenso g&#252;nstig&quot;.[1]</p>
<p><strong>Vorbild: Kosovo-Krieg</strong></p>
<p>Als Vorbild einer im Sinne des Krieg f&#252;hrenden Milit&#228;rs gelungenen Berichterstattung gilt dem SoWi nach wie vor die mediale Vorbereitung des v&#246;lkerrechtswidrigen Angriffs auf die Bundesrepublik Jugoslawien 1999. In der serbischen Provinz Kosovo habe sich seinerzeit eine &quot;humanit&#228;re Katastrophe mit tausenden Toten und hunderttausenden Vertriebenen&quot; ereignet, die vor allem den Fernsehkonsumenten nahegebracht worden sei, erkl&#228;rt das Institut: &quot;In Anbetracht der Bilder dieser Trag&#246;die in der Mitte Europas pl&#228;dierten viele Bundesb&#252;rger f&#252;r ein internationales Engagement, auch dann noch, als sich im M&#228;rz 1999 die NATO entschloss, mit milit&#228;rischen Mitteln einzugreifen und die Waffenruhe zu erzwingen.&quot;[2]</p>
<p><strong>&quot;Kritische Vorf&#228;lle&quot;</strong></p>
<p>Umgekehrt muss jedoch auch das SoWi konstatieren, dass die zunehmende Barbarisierung der deutschen Kriegf&#252;hrung in Afghanistan das inl&#228;ndische &quot;Meinungsbild&quot; massiv beeinflusst. Dem Institut zufolge ging etwa 2006 die Zustimmung der Bev&#246;lkerung zum Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch von 64 auf 49 Prozent zur&#252;ck &#8211; nachdem publik geworden war, dass deutsche Soldaten vor laufenden Kameras mit Totensch&#228;deln posiert hatten. </p>
<p>Der Vorgang wiederholte sich 2009, im Jahr der aktuell pr&#228;sentierten &quot;Bev&#246;lkerungsbefragung&quot;, nachdem der deutsche ISAF-Kommandeur Oberst Georg Klein einen Bombenangriff auf zwei von Aufst&#228;ndischen geraubte Tanklaster befohlen hatte und dabei zahlreiche Zivilisten get&#246;tet worden waren. &quot;Kritische Vorf&#228;lle&quot; dieser Art, schreibt das SoWi, wirkten sich naturgem&#228;&#223; auf die Zustimmungswerte bei den Befragten aus. Allerdings sei damit zu rechnen, dass diese &quot;mit dem Abflauen des Medieninteresses&quot; auch wieder das urspr&#252;nglich hohe Niveau erreichten.[3]</p>
<p><strong>Alles nur Spa&#223;</strong></p>
<p>Wie das SoWi h&#228;lt auch die Berliner F&#252;hrung die Medienberichterstattung &#252;ber die deutsche Kriegspolitik offenbar in vielen F&#228;llen f&#252;r gelungen. So findet sich auf der Internetseite der Bundeswehr neuerdings ein au&#223;erordentlich umfangreicher Aufsatz aus der als linksliberal geltenden Wochenzeitung &quot;Die Zeit&quot;. </p>
<p>Der kommentarlos dokumentierte Text geizt nicht mit militaristischen Stereotypen: Es sei &quot;nachvollziehbar&quot;, dass es den vor der somalischen K&#252;ste eingesetzten Bundeswehrangeh&#246;rigen &quot;Spa&#223;&quot; mache, &quot;Piraten ihre Waffen, Enterleitern, Ersatzau&#223;enbordmotoren und Navigationssysteme wegzunehmen und ins Wasser zu werfen&quot;, hei&#223;t es hier. </p>
<p>Die Zahl von 14.000 Soldaten, die Deutschland f&#252;r Kriegsoperationen im Ausland &quot;gleichzeitig in Marsch setzen&quot; kann, wird mit Blick auf die deutsche Niederlage im Zweiten Weltkrieg folgenderma&#223;en kommentiert: &quot;Damit kann man Russland nicht erobern, klar.&quot; Analog zu fr&#252;heren Phasen der deutschen Expansion wird zudem ein angeblich weit verbreiteter &quot;Def&#228;tismus&quot; in Bezug auf die Kriegseins&#228;tze der Bundeswehr beklagt.[4]</p>
<p><strong>Soldaten als &quot;Opfer&quot;</strong></p>
<p>Neben der positiven Berichterstattung der Printmedien nutzt die Bundeswehr zunehmend von &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunksendern produzierte Filme f&#252;r ihre Propaganda (german-foreign-policy.com berichtete [5]). Aktuell verweisen die deutschen Streitkr&#228;fte auf eine Produktion des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), in der die in Afghanistan eingesetzten Soldaten einmal mehr als &quot;Opfer&quot; des dortigen Krieges portr&#228;tiert werden, die unter &quot;seelischen und k&#246;rperlichen Verletzungen&quot; leiden.[6] </p>
<p>Im kommenden Monat wird zudem erneut der in Kooperation mit dem &#246;ffentlich-rechtlichen S&#252;dwestrundfunk (SWR) entstandene Streifen &quot;Nacht vor Augen&quot; in einem Bremer Kino gezeigt. Auch hier wird das Schicksal eines in Afghanistan traumatisierten K&#228;mpfers thematisiert; das aus Milit&#228;rseelsorgern, Truppenpsychologen und sogenannten Selbsthilfegruppen bestehende &quot;Psychosoziale Netzwerk&quot; der deutschen Streitkr&#228;fte hatte bereits 2009 anl&#228;sslich eines Filmfestivals in Leipzig angek&#252;ndigt, &quot;Nacht vor Augen&quot; auch &quot;noch in weitere Bundeswehrstandorte zu bringen&quot;.[7]</p>
<p><strong>Vertrauen ist besser</strong></p>
<p>Das &#252;berwiegend au&#223;erordentlich positive Verh&#228;ltnis der Massenmedien zur Bundeswehr zeigt sich nicht zuletzt an der Resonanz auf die aktuelle &quot;Bev&#246;lkerungsbefragung&quot; des SoWi. Diese habe ergeben, hie&#223; es unisono in der deutschen Presse, dass die Bev&#246;lkerung vorrangig der Polizei und dem Milit&#228;r &quot;vertraue&quot;.[8] Ein Kommentator verstieg sich sogar zu der Aussage, die genannten Repressionsapparate g&#228;lten geradezu als Garanten geordneter Verh&#228;ltnisse: Sie w&#252;rden als diejenigen betrachtet, die das von Politikern angerichtete &quot;Chaos&quot; wieder &quot;in Ordnung bringen sollen&quot;.[9]</p>
<p><strong>Anmerkungen</strong></p>
<p>[1], [2], [3] Thomas Bulmahn: Sicherheits- und verteidigungspolitisches Meinungsklima in Deutschland. Ergebnisse der Bev&#246;lkerungsbefragung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr Oktober/November 2009. Kurzbericht. Strausberg 2010. Zum SoWi s. auch <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/40541">Dulce et decorum est pro patria mori</a>, <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57467">Migranten an die Front</a> und <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57590">Military Studies</a>     <br />[4] Susanne Gaschke: Armee der Unverstandenen. Die Zeit 04.03.2010. Der Text findet sich unter demselben Titel auf www.bundeswehr.de.     <br />[5] s. dazu <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57458">Willkommen im Krieg</a>, <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57514">Presse-KSK</a>, <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57568">Kriegspropaganda, &#246;ffentlich-rechtlich</a> und <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57614">Willkommen im Krieg (II)</a>     <br />[6] ZDF-Video: Kein Schritt ohne Risiko; www.bundeswehr.de Der gleichnamige Dokumentarfilm wurde im Rahmen des TV-Magazins &quot;37 Grad&quot; am 02.03.2010 vom ZDF ausgestrahlt.     <br />[7] Mit dem Film &quot;Nacht vor Augen&quot; &#252;ber Trauma reden; www.militaerseelsorge.bundeswehr.de 07.03.2009     <br />[8] Die Armee des Vertrauens; Stuttgarter Zeitung 20.02.2010. B&#252;rger vertrauen Milit&#228;r mehr als der Politik; Die Welt 18.02.2010. Kaum Vorbehalte gegen Bundeswehreinsatz im Inneren; Frankfurter Allgemeine Zeitung 17.02.2010     <br />[9] Torsten Krauel: Belohnt werden Taten. Die Welt 18.02.2010</p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57765" target="_blank">German Foreign Policy</a> – Dieser Artikel unterliegt dem Copyright und darf nicht vervielf&#228;ltigt werden. Mir ist dies erlaubt, da ich <a href="http://www.german-foreign-policy.com/">“GFP”</a> durch ein F&#246;rderabonnent unterst&#252;tze.</p>
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		<title>&#187;Es geht um die politische Macht&#171;</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 03:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggerszene]]></category>
		<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Enrique Ubieta]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Neuber]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Yoani Sánchez]]></category>

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		<description><![CDATA[Neues Deutschland- 18.03.10 &#124; &#8211; Der kubanische Journalist Enrique Ubieta &#252;ber Blogs und die Medienlandschaft auf der Insel- Enrique Ubieta ist Chefredakteur der kubanischen Monatszeitung »La Calle del Medio«. Harald Neuber befragte ihn f&#252;r ND in Havanna dar&#252;ber, in welchem Ma&#223;e kubanische Medien f&#252;r Kritik und Debatte offen stehen und welche Rolle Blogs spielen.
ND: Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/167378.es-geht-um-die-politische-macht.html" target="_blank">Neues Deutschland- 18.03.10</a> | &#8211; Der kubanische Journalist Enrique Ubieta &#252;ber Blogs und die Medienlandschaft auf der Insel- Enrique Ubieta ist Chefredakteur der kubanischen Monatszeitung »La Calle del Medio«. <strong><font color="#000080">Harald Neuber </font></strong>befragte ihn f&#252;r ND in Havanna dar&#252;ber, in welchem Ma&#223;e kubanische Medien f&#252;r Kritik und Debatte offen stehen und welche Rolle Blogs spielen.<span id="more-17640"></span>
<p><b>ND: Vor gut zwei Jahren hat Kubas Pr&#228;sident Raúl Castro zu einer Debatte &#252;ber die Probleme der kubanischen Gesellschaft aufgerufen. Hunderttausende Meinungen wurden zusammengetragen. Wie spiegelt sich diese Debatte in den Medien wider?</b></p>
<p>Ubieta: Zun&#228;chst einmal: In Kuba entstehen st&#228;ndig neue Publikationen. Und das trotz der hohen Papierpreise und trotz des Fehlens kommerzieller Anzeigen, die in der &#252;brigen Welt eine Haupteinnahmequelle der Medien darstellen.</p>
<p><b>L&#228;sst sich das in Zahlen fassen?</b></p>
<p>Es gibt derzeit landesweit 408 Printmedien und 365 eigenst&#228;ndige Onlinemedien. Darunter befinden sich landesweite Presseorgane und regionale Publikationen. Je nach Ausrichtung der Medien werden darin Themen von sozialem Interesse diskutiert.</p>
<p><b>Geben Sie uns ein Beispiel?</b></p>
<p>Die Tageszeitung »Juventud Rebelde«: Darin wurden verschiedene Themen angesprochen, die derzeit in der &#246;ffentlichen Diskussion sind. Gerade in den vergangenen Wochen sind mehrere Berichte &#252;ber Probleme der Lebensmittelversorgung erschienen, ebenso &#252;ber die negativen Auswirkungen der Weltwirtschaftkrise auf Kuba. In einem Teil der Tageszeitung »Granma« &#8230;</p>
<p><b>&#8230; des Zentralorgans der Kommunistischen Partei &#8230;</b></p>
<p>&#8230; werden w&#246;chentlich Meinungen der Leser abgedruckt. K&#252;rzlich sind etwa mehrere Zuschriften erschienen, die auf eine &#214;ffnung der Gastronomie f&#252;r nichtstaatliche Akteure dr&#228;ngten. Die »Granma« hat sich zudem zwei problematischen Bereichen der kubanischen Wirtschaft zugewandt: dem Wohnungsbau und der Landwirtschaft.</p>
<p><b>Welche Rolle spielt Ihre Zeitung »La Calle del Medio«?</b></p>
<p>Sie wurde vor zwei Jahren gerade als Meinungs- und Debattenmedium mit einer Auflage von 100 000 Exemplaren gegr&#252;ndet. Alle Ausgaben sind im Internet unter <a href="http://www.cubasi.cu">www.cubasi.cu</a> zu lesen. Auch wenn wir uns in erster Linie kultureller Themen annehmen, wurden seit der Gr&#252;ndung in »La Calle del Medio« recht kontroverse Debatten ausgetragen, vor allem zur Lage der Jugend. Wir geben in der Regel ein Thema vor und &#246;ffnen die Zeitung f&#252;r Lesermeinungen, die dann zwei oder mehr Seiten einnehmen. Das alles hei&#223;t nicht, dass wir in Kuba eine perfekte Presse haben. Wir sollten daran arbeiten, sie sch&#228;rfer, kritischer und revolution&#228;rer zu machen.</p>
<p><b>In Europa ist zu lesen, dass die Medien in Kuba regierungsnah seien. Ihnen st&#252;nden »unabh&#228;ngige Journalisten« entgegen. Stimmen Sie damit &#252;berein?</b></p>
<p>Was bedeutet »unabh&#228;ngig«? Dieses Wort hat, wenn es um Kuba geht, eine ganz eigene Bedeutung: Die angebliche Unabh&#228;ngigkeit dieser Akteure bezieht sich nicht auf die finanziellen Bande, wie man es eigentlich vermuten m&#252;sste. Diese Verh&#228;ltnisse werden eher verdeckt. Als »unabh&#228;ngiger Journalist« in Kuba z&#228;hlt nur, wer sich gegen die Revolution ausspricht. Wenn ein Journalist mit der Regierung &#252;bereinstimmt, kann er noch so kritisch sein, er wird nie als unabh&#228;ngig gelten. Dabei ist Kuba der einzige Ort weltweit, an dem die »Unabh&#228;ngigen« mehr Geld verdienen als die »Offiziellen«.</p>
<p><b>Blogs, also Internettageb&#252;cher, aus Kuba gewinnen an Bedeutung. Bekannt wurde der Blog »Generación Y« der Autorin Yoani Sánchez. Wie sehen Sie dieses Projekt?</b></p>
<p>Hier gilt das Gleiche. Wenn Sie in Kuba einen unpolitischen Blog ver&#246;ffentlichen, um, sagen wir, &#252;ber Briefmarken zu schreiben, gelten sie als regierungsnah. Wenn Sie aber, wie Yoani Sánchez, einen Blog gegen die Regierung gr&#252;nden, der umgehend in 18 Sprachen &#252;bersetzt wird – mehr als die Seite des USA-Pr&#228;sidenten –, dann sind Sie »unabh&#228;ngig«. </p>
<p>Diese Medienakteure benutzen Satellitentelefone und moderne Videokameras, sie zahlen horrende Preise f&#252;r Internetverbindungen in Luxushotels, tragen Markenkleidung und sind mit Funktion&#228;ren ausl&#228;ndischer Botschaften befreundet, die – wie es der Zufall will – nicht gerade eine freundliche Haltung zu Kuba einnehmen.</p>
<p>Im Internet kann man mehr als tausend Blogs zu kubanischen Themen finden. International bekannt sind aber allenfalls drei oder vier.</p>
<p><b>Weshalb drucken Sie die Texte von Yoani Sánchez nicht einfach selbst? Sie w&#252;rden vielen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.</b></p>
<p>Weil ihre Texte belanglos sind. Die Beitr&#228;ge sind nicht mehr als ein Vorwand, um ihre Bekanntheit zu steigern. Weshalb sind von &#252;ber tausend Blogs nur drei, vier bekannt? Weil sie gezielt gef&#246;rdert werden. Es geht bei der Seite von Yoani Sánchez darum, eine politische Person aufzubauen, die international Sympathien bekommt. Dieser Versuch des Westens ist seit der Kubanischen Revolution stets gescheitert: der Aufbau eines Sympathietr&#228;gers, der im Ausland und in Kuba Anklang findet. Sobald ein geeigneter Kandidat auf der Bildfl&#228;che erscheint, werden die Finanzkan&#228;le weit ge&#246;ffnet. Dieser Kampf wird nicht um die Wahrheit gef&#252;hrt, sondern um die politische Macht.</p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/167378.es-geht-um-die-politische-macht.html" target="_blank">Neues Deutschland – 18.03.10</a>– Mit freundlicher Genehmigung des Autors <a href="http://www.amerika21.de/a21/redaktion/hneuber">Harald Neuber</a>, zur Wiedergabe hier auf dem womblog.de. Besten Dank.</p>
</p></div>
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		<title>Privatisierung im Wassersektor: Zehn Mythen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 03:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Markus Euskirchen &#124; wemgehoertdiewelt.de-Netzwerk ppg &#124; &#8211; “&#214;ffentliche Versorgungsunternehmen sind ineffizient, korrupt und nicht reformierbar”- Es gibt keine empirischen Beweise, dass private Wasserversorger per se besser, kosteng&#252;nstiger oder effizienter sind als &#246;ffentliche Unternehmen. Auch in Entwicklungs ­ l&#228;ndern gibt es viele Beispiele f&#252;r erfolgreiche Betriebe beziehungs ­ weise f&#252;r eine Sanierung kommunaler Betriebe ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.who-owns-the-world.org/2010/03/17/zehn-wasser-mythen/" target="_blank">Markus Euskirchen | wemgehoertdiewelt.de-Netzwerk ppg</a> | &#8211; <strong>“&#214;ffentliche Versorgungsunternehmen sind ineffizient, korrupt und nicht reformierbar”- </strong>Es gibt keine empirischen Beweise, dass private Wasserversorger per se besser, kosteng&#252;nstiger oder effizienter sind als &#246;ffentliche Unternehmen. Auch in Entwicklungs ­ l&#228;ndern gibt es viele Beispiele f&#252;r erfolgreiche Betriebe beziehungs ­ weise f&#252;r eine Sanierung kommunaler Betriebe ohne eine Beteiligung privater Unternehmer.<span id="more-17638"></span>
<p><strong>“Es geht nicht um Privatisierung, sondern um Beteiligung privater Unternehmen”</strong></p>
<p>Das ist in den meisten Fallen richtig. Und “Beteiligung” klingt besser. Aber privat ist nicht gleich privat. Die beteiligten Unternehmen sind in vielen Fallen kapitalkr&#228;ftige, m&#228;chtige, international operierende Multi-Utility-Konzerne. Einheimische private Unternehmen spielen meist nur eine untergeordnete Rolle.</p>
<p><strong>“Die Privatisierung bringt zus&#228;tzliche Investitionen”</strong></p>
<p>Die Finanztransaktionen der TNCs sind so undurchsichtig, dass diese Behauptung schwer zu belegen ist. Eindeutig ist dagegen, dass nach wie vor der gr&#246;&#223;ere Teil der Investitionen in vielen Projekten, an denen transnationale Konzerne beteiligt sind, aus &#246;ffentlichen Quellen (Weltbank, KfW, Regierungen) stammen.</p>
<p><strong>“Die Privatisierung bringt Technologie und Know-how”</strong></p>
<p>Die meisten TNCs sind eher an High-Tech-Konzepten, Bauauftr&#228;gen und standardisierten L&#246;sungen interessiert, da hier die Gewinnm&#246;glichkeiten am gr&#246;&#223;ten sind. Notwendig sind dagegen einfache, kosteng&#252;nstige und auf die lokalen Gegebenheiten abgestellte L&#246;sungen. F&#252;r ihre Umsetzung und Instandhaltung sind in vielen F&#228;llen Basisgruppen, Nichtregierungsorganisationen, Nutzergruppen und kommunale Betriebe geeigneter als gewinnorientierte Unternehmen.</p>
<p><strong>“Markt und Konkurrenz helfen den Entwicklungsl&#228;ndern und bringen effizientere L&#246;sungen”</strong></p>
<p>Im Wassersektor ist die Konkurrenz sehr eingeschr&#228;nkt, das Versorgungsunternehmen hat in der Regel ein Monopol. Und auf dem Weltmarkt herrscht ein Oligopol von wenigen transnationalen Konzernen, die Regierungen und Stadtverwaltungen weitgehend die Vertragsbedingungen diktieren k&#246;nnen.</p>
<p><strong>“Um die Versorgung sieherzustellen, sind j&#228;hrlich 60 Milliarden US-Dollar zus&#228;tzlich notwendig”</strong></p>
<p>Dieser Investitionsbedarf basiert auf den L&#246;sungskonzepten der Konzerne, ihren Kostenkalkulationen und Gewinnerwartungen. F&#252;r eine Versorgung der “Problemgebiete” und unzureichend versorgter Bev&#246;lkerungsgruppen sind dagegen einfache, angepasste und damit erheblich kosteng&#252;nstigere L&#246;sungen notwendig – und vielfach auch vorhanden.</p>
<p><strong>“Die Armen profitieren von einer Beteiligung privater Unternehmen”</strong></p>
<p>Der Beitrag zu einer besseren Versorgung armer Bev&#246;lkerungsgruppen ist gering, da sie nicht gewinnbringend ist. F&#252;r ihre Versorgung bleiben die Armen auch weiterhin auf Selbsthilfegruppen, Gemeinden und Entwicklungsorganisationen angewiesen.</p>
<p><strong>“Kostendeckende Preise sind m&#246;glich”</strong></p>
<p>Ja, aber nur, wenn sie entweder subventioniert werden – was die Weltbank ablehnt – oder so hoch sind, dass die Armen sie nicht bezahlen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>“Die beteiligten Unternehmen werden durch Regierung, Regulierungsbeh&#246;rden und Gemeinden kontrolliert und reguliert”</strong></p>
<p>In den meisten Fallen ist das Macht- und Informationsgef&#228;lle so gro&#223;, dass Regulierung und Kontrolle kaum m&#246;glich sind. Der Aufbau wirksamer Regulierungsbeh&#246;rden ist gerade im Wassersektor der Entwicklungsl&#228;nder zudem sehr schwierig und aufwendig.</p>
<p><strong>“Es gibt keine Alternative”</strong></p>
<p>Das k&#246;nnte zu einer Behauptung, die sich selbst erf&#252;llt, werden. Denn da ein Gro&#223;teil der &#246;ffentlichen Ressourcen von Entwicklungsorganisationen, Regierungen und multilateralen Finanzinstitutionen f&#252;r die F&#246;rderung der Privatisierung verwendet werden, werden die Mittel knapp, um die bestehenden Alternativen wie kommunale Versorgungsbetriebe oder lokale, angepasste L&#246;sungen zu unterst&#252;tzen und zu st&#228;rken.</p>
<p><a href="http://wgdw.minuskel.de/wp-content/uploads/2010/03/Privatisierung_Mythen.pdf">10 Wasserprivatisierungs-Mythen downloaden als PDF</a></p>
<p><strong>Literaturhinweis:</strong>     <br />Privatisierung im Wassersektor. Entwicklungshilfe f&#252;r internationale Wasserkonzerne – L&#246;sung der globalen Wasserkrise? <em>von Uwe Hoering</em>     <br />Herausgegeben von Weltwirtschaft, &#214;kologie &amp; Entwicklung e.v. (WEED)     <br />Internet: <a href="http://www.weedbonn.org">http://www.weedbonn.org</a></p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://www.who-owns-the-world.org/2010/03/17/zehn-wasser-mythen/" target="_blank">wemgehoertdiewelt.de</a> &#8211; Dieser Beitrag steht <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" target="_blank">unter einer CC-Lizenz.</a> Bitte verlinke bei einer Nutzung immer auf den Originalartikel. Danke!</p>
</p></div>
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<p style="border: 1px solid #666666; padding: 5px; background: #e6e6e6 none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial; display: block; margin-bottom: 25px;"><a href="http://womblog/feed/"><img style="border: medium none ; float: left; margin-right: 10px;" src="http://womblog.de/wp-content/rss.gif" alt="Feed Icon" width="34" height="34" /></a>Vielen Dank f&#252;r das Abonnieren meines <strong><a href="http://womblog.de.de/feed/">Feed</a></strong>!</p>

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		<title>Tr&#228;ume, mit dem Herzen gemalt</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 03:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Wallow]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[ Von Hans Wallow &#124; Neues Deutschland &#124; &#8211; Die Malerei Haitis – gepr&#228;gt von Hoffnung, Kampfesmut und Freude am Leben- Wer von Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik im Osten der Insel Hispanola, in die westlich gelegene Republik Haiti fliegt, sieht vom Flugzeug aus nicht nur Tr&#252;mmerlandschaften, sondern kann auch die Grenze sofort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/AndrPierreMeeresgottmitGemahlin.jpg" rel="lightbox[17636]"><img style="border-right-width: 0px; margin: 6px 5px 0px 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="André Pierre Meeresgott mit Gemahlin" border="0" alt="André Pierre Meeresgott mit Gemahlin" align="left" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/AndrPierreMeeresgottmitGemahlin_thumb.jpg" width="147" height="112" /></a> Von <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/164546.traeume-mit-dem-herzen-gemalt.html?sstr=" target="_blank">Hans Wallow | Neues Deutschland</a> | &#8211; Die Malerei Haitis – gepr&#228;gt von Hoffnung, Kampfesmut und Freude am Leben- Wer von Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik im Osten der Insel Hispanola, in die westlich gelegene Republik Haiti fliegt, sieht vom Flugzeug aus nicht nur Tr&#252;mmerlandschaften, sondern kann auch die Grenze sofort erkennen.<span id="more-17636"></span>
<p>Dort, wo keine B&#228;ume mehr auf den H&#252;geln wachsen, beginnt Haiti. Dieser langsame &#246;kologische Kollaps ist das Thema des Malers Jean Latiné aus Cap-Haitien im n&#246;rdlichen Haiti. </p>
<p>Damit sie den Unterhalt f&#252;r die Familien bestreiten k&#246;nnen, f&#228;llen die Kleinbauern seit Jahrzehnten sogar schon armdicke B&#228;ume, um Holzkohle zu produzieren. Diese oft einzige Einnahmequelle sichert nur f&#252;r kurze Zeit die Existenz. Der Tropenregen schwemmt den fruchtbaren Boden in die T&#228;ler. Sp&#228;ter k&#246;nnen sich die Kinder der Kleinbauern in den Bergen nicht mehr von den Ertr&#228;gen aus ihrem kleinen Fleckchen Land ern&#228;hren. Eine Landflucht ist die Folge. </p>
<p>In den St&#228;dten erwartet sie das Elend der Wellblechh&#252;tten ohne Strom, Wasser und Kanalisation. So vegetieren dort circa 80 Prozent der Bev&#246;lkerung unterhalb der Armutsgrenze in den vor Menschen &#252;berquellenden St&#228;dten.</p>
<p>Die Armen in den Slums hat das Erdbeben besonders schwer getroffen. Aber so tragisch die Wirklichkeit in der 200-j&#228;hrigen Geschichte der Inselrepublik auch sein mag, haben Tausende von Malern in ihren naiven Bildern mit leuchtenden Farben neue Hoffnung geweckt.</p>
<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/taptap.jpg" rel="lightbox[17636]"><img style="border-right-width: 0px; margin: 6px 5px 0px 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="taptap" border="0" alt="taptap" align="left" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/taptap_thumb.jpg" width="134" height="86" /></a> Die Malerei ist die kollektive Begabung der Haitianer. Mit Formen von wunderbaren Tr&#228;umen und fernen Imaginationen lebten die kreativen, meist autodidaktischen Maler &#252;ber ihr Leben und sich selbst hinaus oder erinnern sich an die Vergangenheit. <a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.lovehaiti.com/images/taptap.jpg&amp;imgrefurl=http://www.lovehaiti.com/%3Fid%3D5&amp;usg=__1vSfHm-CpUePNw5xCXjr-h_G4_w=&amp;h=446&amp;w=710&amp;sz=126&amp;hl=de&amp;start=8&amp;sig2=QRfJj6783jBvENuJgpe9Gw&amp;um=1&amp;itbs=1&amp;tbnid=1lFNiOvGU5MijM:&amp;tbnh=88&amp;tbnw=140&amp;prev=/images%3Fq%3DTap-Tap%26um%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26sa%3DN%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26tbs%3Disch:1&amp;ei=iEmiS-__L5OGmwOD7fT5CQ" target="_blank">Die Tap-Tap,</a> das Verkehrsmittel der armen Haitianer, sind bunt bemalt. </p>
<p>Sie wirken wie Museen auf R&#228;dern und spiegeln den Alltag, die religi&#246;sen Werte, aber auch das Gedenken an die Finsternis der 30-j&#228;hrigen Duvalier-Diktatur wider, &#252;ber die einst der englische Schriftsteller Graham Greene in seinem Roman »Die Stunde der Kom&#246;dianten« schrieb: »Die Regierungsmethoden des Dr. Duvalier sind nicht erfunden, diese letzteren, nicht der dramaturgischen Wirkung wegen, d&#252;sterer gef&#228;rbt (…). </p>
<p>Das ununterbrochene Leichenbeg&#228;ngnis ist der Wirklichkeit entnommen«. Die Haitianer &#252;berstanden mit ihrer Kultur den Terror der Todesschwadronen, den ber&#252;chtigten Tontons Macoutes.</p>
<p>»Was f&#252;r ein gr&#252;nes, &#252;ppiges Land!«, schrieb Christoph Kolumbus begeistert in sein Tagebuch, als er nach den Bahamas und Kuba im Dezember 1492 die Insel Hispanola entdeckte. »Seine B&#228;ume reichen bis zu den Sternen; seine Fruchtbarkeit, sein mildes Klima und das allgegenw&#228;rtige helle, klare Wasser &#252;bertrifft alles, was ich in anderen L&#228;ndern gesehen habe.« Heute ist Haiti zerst&#246;rt, verkarstet und fast eine M&#252;llkippe. Trotzdem verzagten die Maler Haitis nie. </p>
<p>Sie sahen stets das Sch&#246;ne, so dass ihre Malerei gepr&#228;gt ist von Hoffnung, Kampfesmut und der Freude am Leben mit seinen kleinen Geheimnissen. Mit ihrer Vorliebe f&#252;r pure, starke, fast explosive Farben, die flach und ohne Schatten oder Perspektiven aufgetragen werden, verbindet sich Nat&#252;rliches mit &#220;bernat&#252;rlichem. Formen afrikanischer, indianischer und europ&#228;ischer Malerei verschmelzen zu einer Synthese.</p>
<p>Das Land hatte sich bereits im Jahr 1804 f&#252;r unabh&#228;ngig erkl&#228;rt. Erstmals in der Geschichte war es schwarzen Zwangsarbeitern nach zahlreichen blutigen Aufst&#228;nden gelungen, die Kolonialherren abzusch&#252;tteln. Dieses Virus der Freiheit f&#252;rchteten die USA, Gro&#223;britannien und Frankreich. So entstand eine eigene, selbstst&#228;ndige Kultur, die auf die historische Isolation Haitis vom Rest der Welt zur&#252;ckzuf&#252;hren ist.</p>
<p>Zum F&#246;rderer und Mentor der haitianischen Malerei wurde der Amerikaner De Witt Peters. Er war als Kriegsdienstverweigerer im Jahr 1943 nach Haiti gekommen, um als freiwillige Alternative zum Einsatz mit der Waffe Unterricht in Englisch zu geben. </p>
<p>Peters, selbst Maler, war von dem farbenpr&#228;chtigen Port-au-Prince, der exotischen Landschaft mit vielen sinnenfroh malenden Menschen so fasziniert, dass er bereits ein Jahr sp&#228;ter gemeinsam mit Freunden eine Mal- und Kunstschule, das »Centre de Art«, gr&#252;ndete.</p>
<p>Eines Tages brachte ihm ein sch&#252;chterner Bote ein Paket, das ein auf Pappe gepinseltes Gem&#228;lde und einen Brief enthielt. Das Bild stellte die Ankunft Pr&#228;sident Roosevelts in der Hafenstadt Cap-Haitien anl&#228;sslich der Aufhebung der US-amerikanischen Besatzung auf Haiti im Jahr 1934 dar. In dem Brief stellte sich der <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=5&amp;ved=0CBUQFjAE&amp;url=http%3A%2F%2Fen.wikipedia.org%2Fwiki%2FPhilom%25C3%25A9_Obin&amp;ei=AUqiS4O6OYWEmgOh5M3oCQ&amp;usg=AFQjCNESrgz8okh8aIB4U5GHUEocANU7Ww&amp;sig2=PX3C3oeDnsGqf47QJITkxQ" target="_blank">Maler als Philomé Obin</a> aus Cap-Haitien vor. »Ich male nun schon mein ganzes Leben lang. </p>
<p>Aber niemand will an mein Talent glauben«, schrieb er. An dem Bild stimmte nichts: Weder die Perspektive, die Licht- und Schatteneffekte noch die Wirklichkeit der Proportionen, meinte Peters sp&#228;ter. Aber der Amerikaner war von der seelischen Kraft der k&#252;nstlerischen Naivit&#228;t so beeindruckt, dass er das Werk kaufte und dem Maler Material f&#252;r weitere Arbeiten schenkte.</p>
<p>Heute z&#228;hlen Obins Werke zu den ber&#252;hmtesten der Naiven Kunst. Seine bevorzugten Motive waren, wie »Die Bauernhochzeit«, Reflexionen aus dem Leben seines Volkes. Sein ersch&#252;tterndstes Bild ist der Tod des Freiheitsk&#228;mpfers Charlemagne Péralte, der w&#228;hrend der US-amerikanischen Okkupation (1918-1922) ermordet wurde und dessen Leichnam, nur mit einem Lendenschurz bekleidet, im Hauptquartier der US-amerikanischen Marine zur Schau gestellt wurde.</p>
<p>Sp&#228;ter ging Peters in Haiti, das in der Sprache der ausgerotteten Ureinwohner, der Arawaks, »bergiges Land« bedeutet, systematisch auf Talentsuche. Er entdeckte viele Arbeiter, Bauern und Handwerker, die sich neben ihrer Arbeit der Malerei verschrieben hatten. </p>
<p>So traf er Rigaud Benoit, einen malenden Lastwagenfahrer, den Flugzeugmechaniker Louveture Poisson, den Tischler Préféte Duffaut sowie den Gelegenheitsanstreicher und Voodoo-Priester Hector Hippolite – Letzterer malte mit Resten von &#214;lfarben und Vogelfedern, denn Geld f&#252;r richtige Pinsel hatte er nicht – Bilder von V&#246;geln, Fr&#252;chten und Voodoo-G&#246;ttern.</p>
<p>Diese Maler der ersten Generation sind heute alle ein fester Begriff f&#252;r Sammler und Museen. Zu ihnen geh&#246;rte auch André Pierre, ein Voodoo-Priester wie Hector Hippolite, der zun&#228;chst »Govi-Kr&#252;ge« aus Keramik verzierte. In ihnen werden auf Haiti die gesegneten &#220;berreste Verstorbener aufbewahrt, um sie vor b&#246;sen Geistern zu sch&#252;tzen. Vermutlich w&#228;re er nie ein K&#252;nstler geworden, wenn er nicht die Bekanntschaft mit Odette Rigaud, einer Expertin f&#252;r Voodoo-Kult, gemacht h&#228;tte. </p>
<p>Nachdem sie seine Arbeiten auf den Kr&#252;gen gesehen hatte, ermutigte sie ihn zu malen. Zun&#228;chst weigerte sich André Pierre mit der Begr&#252;ndung, dass die G&#246;tter ihn dazu noch nicht angewiesen h&#228;tten. Sp&#228;ter malte er dann religi&#246;se Zeremonien des Voodoo-Kults. Die Menschen auf seinen Bildern werden haupts&#228;chlich bei der Anbetung der G&#246;tter gezeigt.</p>
<p>André Pierres Bilder fanden aufgrund ihrer starken Spiritualit&#228;t viele K&#228;ufer in den USA. Aber der Maler erlag nicht den Verlockungen der Dollars, sondern erf&#252;llte sich nur einen Jugendtraum, indem er sich ein pinkfarbenes Chevi-Cabriolet zulegte. Die meisten Einnahmen verteilte er an die &#196;rmsten in den Slums von Port-au-Prince. Heute gibt es kein Buch &#252;ber Naive Malerei, in dem nicht einige seiner Bilder beschrieben werden.</p>
<p>Noch gr&#246;&#223;ere Bekanntheit und Verbreitung erfuhr die haitianische Malerei durch das Buch »Surrealismus und Malerei« von dem franz&#246;sischen Schriftsteller André Breton. Zu seiner Zeit wie heute sind die meisten Maler Haitis Menschen aus dem Volk, die trotz ihrer Armut Freude an dem sch&#246;pferischen Schaffen mit Pinsel und Farbe haben. Sie malen aus dem Herzen. </p>
<p>Ihre Bilder zeigen fr&#246;hliche Dorffeste, die Natur, Szenen des Alltags und Menschen bei der Arbeit; Themen, die von der elit&#228;ren akademischen Kunst meistens &#252;bersehen werden. Die blasiert-pr&#228;tenti&#246;se Aristokratie des westlichen Geistes nennt diese Malerei herablassend »Volkskunst«.</p>
<p>Mittlerweile gibt es in Haiti eine gut ausgebildete dritte Generation von K&#252;nstlern, die fast alle aus dem »Centre de Art« in Port-au-Prince hervorgegangen sind und in der Kunstwelt schon einen Namen haben. Ihre Bilder zeugen von westlicher und afrikanischer Kulturgeschichte und sind Teil einer Globalisierung der Kunst, die auch schon in den Werken von Pablo Picasso und Georges Braque sichtbar wird. </p>
<p>Sie besuchten im Pariser Quartier Latin regelm&#228;&#223;ig einen H&#228;ndler, der Holzmasken aus dem afrikanischen Humb-Gebiet (dem heutigen Gabun und Kongo) verkaufte. Sie lie&#223;en sich durch die Formgebung der afrikanischen Volkskunst offensichtlich inspirieren, bei Pablo Picasso zum Beispiel in seinem Werk »M&#228;dchen von Avignon«.</p>
<p>Die Hingabe der vielen unbekannten haitianischen Maler ist mit dem Erfolg nicht verloren gegangen. Die Maler aus dem Volk gemahnen an Joseph Beuys, der sagte, dass jeder Mensch ein K&#252;nstler sei. Das bewahrheitet sich in Haiti mit seinen Kreativen.</p>
<p>Dank der Kultur von unten sind die Menschen in Haiti trotz Unterdr&#252;ckung durch eine parasit&#228;re Oberschicht nie verzweifelt. Die Kunst der Geschichtenerz&#228;hler, die Musik, der Tanz und vor allem die Malerei sind Zeugnisse daf&#252;r, dass sie sich nie in Passivit&#228;t dem Schicksal ergeben. </p>
<p>Der ehemalige Pr&#228;sident Jean-Bertrand Aristide, die einstige Hoffnung der Armen, will aus dem Exil auf die Insel zur&#252;ckkehren. Er sagt: »Ich habe ein Volk erlebt, das nie in Resignation verfiel: So unerbittlich das Leben oder der Tod auch sein mochten.« © Hans Wallow</p>
<p><strong>Hans Wallow</strong>, Jg. 1939, langj&#228;hriges Mitglied des Deutschen Bundestages, war Leiter und Teilnehmer an Inspektionsreisen zu Entwicklungsprojekten und Regierungsgespr&#228;chen auf mehreren Kontinenten, u.a. in Haiti. Er ist Autor des Dokumentar-St&#252;ckes »Die Br&#252;cke von Varvarin«.</p>
<hr />
<p>Quelle: – <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/164546.traeume-mit-dem-herzen-gemalt.html?sstr=" target="_blank">Neues Deutschland- 06.02.2010</a> &#8211; Ver&#246;ffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors.</p>
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		<title>Botschaft von Kuba in Berlin erfolgreich &quot;verteidigt&quot;</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 03:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Harald Neuber &#124; Portal amerika21.de &#124; &#8211; Mehrere Dutzend Aktivisten der Solidarit&#228;tsbewegung versammelten sich vor der Vertretung gegen eine Aktion rechtgerichteter Gruppen &#8211; Berlin. Von &#34;schwarzem Fr&#252;hling&#34; keine Spur:
Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich am heutigen Donnerstag mehrere Dutzend Aktivisten vor der Botschaft des Karibikstaates in Berlin, um ihre Solidarit&#228;t mit der sozialistischen Regierung in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.amerika21.de/a21/redaktion/hneuber" target="_blank">Harald Neuber</a> | <a href="http://www.amerika21.de/nachrichten/inhalt/2010/maerz/kuba-82535434-botschaft/" target="_blank">Portal amerika21.de</a> | &#8211; Mehrere Dutzend Aktivisten der Solidarit&#228;tsbewegung versammelten sich vor der Vertretung gegen eine Aktion rechtgerichteter Gruppen &#8211; <strong>Berlin.</strong> Von &quot;schwarzem Fr&#252;hling&quot; keine Spur:<span id="more-17630"></span>
<p>Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich am heutigen Donnerstag mehrere Dutzend Aktivisten vor der Botschaft des Karibikstaates in Berlin, um ihre Solidarit&#228;t mit der sozialistischen Regierung in Havanna zu demonstrieren. </p>
<p>Der in nur zwei Tagen organisierte Protest war eine Reaktion auf eine zeitgleich stattfindende Mahnwache einer antikubanischen Gruppe. Die Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse waren wie schon bei &#228;hnlichen Situationen in der Vergangenheit klar: Sieben Personen protestierten gegen die F&#252;hrung in Havanna. Rund 30 Solidarit&#228;tsaktivisten waren zur &quot;Verteidigung&quot; der Botschaft gekommen.</p>
<p>Die einzelnen Gegner der kubanischen Regierung hatten sich gemeinsam mit einer Gruppe namens &quot;Vereinigung der Opfer des Stalinismus&quot; versammelt. F&#252;hrende Akteure dieser Gruppierung waren in der Vergangenheit durch antisemitische Parolen aufgefallen.</p>
<p>Damit konnten sich die Kuba-Solidarit&#228;tsaktivisten best&#228;tigt sehen. In ihrem Aufruf schrieben sie: &quot;Der andauernde Zerm&#252;rbungskrieg der Ewiggestrigen gegen das sozialistische Kuba geht heftig weiter.&quot; Eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Havanna und der EU solle mit Aktionen wie in Berlin damit torpediert werden.</p>
<p>Im Interview mit amerika21 zeigte sich Justo Cruz von der Solidarit&#228;tsorganisation Cuba Sí ungehalten &#252;ber die andauernden Angriffe gegen die linksgerichtete Regierung in Havanna: &quot;F&#252;r uns war es heute vor allem wichtig, diesen S&#246;ldnern unabh&#228;ngig von Resolutionen des Europ&#228;ischen Parlaments und der manipulierten Medienberichte zu zeigen, dass Kuba nicht alleine steht&quot;. Angesichts der andauernden und aggressiveren Attacken m&#252;sse die Solidarit&#228;tsbewegung offensiver vorgehen, forderte Cruz.</p>
<p>Die Solidarit&#228;tsdemonstration in Berlin war von einem halben Dutzend Organisationen, Netzwerken und Initiativen anberaumt worden. Im Einzelnen waren es: Netzwerk Cuba, Cuba Sí, Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba, DKP Berlin, Humanit&#228;re Cuba Hilfe sowie amerika21.de.</p>
<p>Quelle: – <a href="http://www.amerika21.de/nachrichten/inhalt/2010/maerz/kuba-82535434-botschaft/" target="_blank">Portal amerika21.de</a>– Mit freundlicher Genehmigung des Autors <a href="http://www.amerika21.de/a21/redaktion/hneuber">Harald Neuber</a> , zur Wiedergabe hier auf dem womblog.de. Besten Dank.</p>
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		<title>Die 4.Revolution und andere Termine</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 10:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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		<category><![CDATA[AntiAtomNetzKoblenz/nördl. Rheinland-Pfalz]]></category>
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		<description><![CDATA[ Hallo AtomgegnerInnen aus dem Raum Westerwald-Altenkirchen-Neuwied. Hier ganz kurz ein paar Infos: 1) Fr&#252;hlingsfest am AKW Neckarwestheim/Heilbronn &#8211; Am Sonntagmittag den Protest im S&#252;den unterst&#252;tzen! N&#228;heres: www.endlich-abschalten.de anklicken &#8211; Familie ins Fahrzeug packen und mit mind. 1000 AtomgegnerInnen auf dem AKW-Parkplatz den Atom-Protest-Fr&#252;hling begr&#252;&#223;en.
2) Bus nach Biblis &#8211; Am Samstag 24.April steigt bekanntlich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/4.Rev_.jpg" rel="lightbox[17628]"><img style="border-bottom: 0px; border-left: 0px; margin: 6px 5px 0px 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px" title="4.Rev" border="0" alt="4.Rev" align="left" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/4.Rev_thumb.jpg" width="134" height="114" /></a> Hallo AtomgegnerInnen aus dem Raum Westerwald-Altenkirchen-Neuwied. Hier ganz kurz ein paar Infos: 1) <strong>Fr&#252;hlingsfest am AKW Neckarwestheim</strong>/Heilbronn &#8211; Am Sonntagmittag den Protest im S&#252;den unterst&#252;tzen! N&#228;heres: <a href="http://www.endlich-abschalten.de">www.endlich-abschalten.de</a> anklicken &#8211; Familie ins Fahrzeug packen und mit mind. 1000 AtomgegnerInnen auf dem AKW-Parkplatz den Atom-Protest-Fr&#252;hling begr&#252;&#223;en.<span id="more-17628"></span>
<p>2) <strong>Bus nach Biblis</strong> &#8211; Am Samstag 24.April steigt bekanntlich das gr&#246;&#223;te Atom-Protest-Wochenende seit Jahrzehnten (siehe <a href="http://www.ausgestrahlt.de">www.ausgestrahlt.de</a>), in Brunsb&#252;ttel-Hamburg-Kr&#252;mmel, in Ahaus/NRW und f&#252;r uns Rheinland-Pf&#228;lzer in Biblis. Wer mit uns im Bus dorthin fahren will &#8211; nur zu! </p>
<p>Abfahrt: 9.00 Neuwied Bhf &#8211; 9.30 Koblenz Hbf &#8211; 10.00 Montabaur ICE-Bhf Stadtseite (Auch Halt bei Limburg w&#228;re m&#246;glich). </p>
<p>Ab 12.30 &quot;Umzingelung&quot; des AKW mit einer Menschenkette. R&#252;ckfahrt: 17 Uhr. Fahrpreis: Erw. 20 Euro/erm. (Nichtverdienende/Jugendl. usw.) 10 Euro, Kinder frei. <strong>Anmeldung </strong>unbedingt erforderlich bei <a href="mailto:Frank.Heydel@googlemail.com">Frank.Heydel@googlemail.com</a> oder bei mir (Bitte bald wg. der Busorganisation!).</p>
<p>3) <strong>Demo in Koblenz &#8211; Montag, 26.4., 17 Uhr</strong> &#8211; wird ne Riesen-Party &#8211; mehrere Bundes- und Landtagsabgeordnete, Umweltministerin Conrad, BUND-Vors. Prof. Weiger u.v.a.m. wollen mitfeiern. Ihr doch auch!</p>
<p><strong>Startort</strong> ist etwas verlegt wg. des gro&#223;en Andrangs: <strong>NEU Rheinau Oberwerth</strong>, sonst wie angek&#252;ndigt. Castortransporter sind geordert, also viel Atomm&#252;ll basteln und mitbringen. Bestellt Fahnen, Transparente usw. bei <a href="http://www.fechenbach.de">www.fechenbach.de</a> Plakate, Flugbl&#228;tter u.a. ab n&#228;chste Woche bei mir anfordern, wenn sie nicht &quot;von selbst&quot; im Briefkasten liegen. </p>
<p><strong>Helft mit bei der Mobilisierung: </strong>Bitte macht vor Ort kleine Infoveranstaltungen zur Mobilisierung, (z.B. Gr&#252;ne Neuwied 24.4. ab 10 Uhr Infotisch in der Innenstadt Neuwied). Sowas geht doch mit ein paar Leuten auch in Hachenburg, Montabaur, Altenkirchen, Betzdorf &#8230; Nun zeigt mal, was Ihr f&#252;r ein Bergvolk seid!<strong>- Spendet f&#252;r die Organisationskosten</strong>: (Wir sind ziemlich klamm) Konto: 182 782 bei Sparkasse Koblenz BLZ 570 501 20 (BUND Kobl.)&#160; &#8211; <strong>Kommet zuhauf!&#160; </strong></p>
<p>4) <strong>Film</strong> 4. Revolution 100% erneuerbar ist m&#246;glich &#8211; siehe unten. Uli H&#252;sch vom CINEXX Hachenburg+Ableger weist auf den Filmstart 15.April hin. Er bittet, uns/Euch auch k&#252;nftig weitere Infos zu dem Filmprojekt zusenden zu d&#252;rfen (<strong>Wenn Ihr das nicht wollt, bitte kurze Nachricht an mich!).</strong> Der von Hermann Scheer und JUWI initierte Film macht Mut und Hoffnung, dass wir die Zukunft doch noch meistern k&#246;nnen. <strong>Sehenswert</strong>! Wer n&#228;her an Koblenz wohnt, kann ihn auch ab 15.4. im Apollo sehen (dort leider eingeschr&#228;nkte Vorf&#252;hrzeiten).<a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/4.Rev_1.jpg" rel="lightbox[17628]"><img style="border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px" title="4.Rev" border="0" alt="4.Rev" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/4.Rev_thumb1.jpg" width="454" height="384" /></a>Atomfeindliche (sonst aber herzliche) Gr&#252;&#223;e – venceremos</p>
<p>Egbert Bialk &#8211; Regionales AntiAtomNetzKoblenz/n&#246;rdl. Rheinland-Pfalz</p>
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		<title>Bunkerbrechende Bomben f&#252;r einen Angriff auf den Iran?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 07:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Israel Irak Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Rob Edwards- HERALD SCOTLAND &#124; Luftpost LP 075/10 vom 18.03.10 – &#252;bersetzt von Wolfgang Jung &#124; – Die USA lassen bereits bunkerbrechende Bomben f&#252;r einen immer wahrscheinlicher werdenden Angriff auf den Iran zur britischen Insel Diego Garcia im Indischen Ozean transportieren.
Hunderte starker bunkerbrechender Bomben werden von Kalifornien zur britischen Insel Diego Garcia im Indischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.heraldscotland.com/news/world-news/final-destination-iran-1.1013151" target="_blank">Rob Edwards- HERALD SCOTLAND</a> | <a href="http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP07510_180310.pdf" target="_blank">Luftpost LP 075/10 vom 18.03.10 – &#252;bersetzt von Wolfgang Jung</a> | – Die USA lassen bereits bunkerbrechende Bomben f&#252;r einen immer wahrscheinlicher werdenden Angriff auf den Iran zur britischen Insel Diego Garcia im Indischen Ozean transportieren.<span id="more-17622"></span>
<p><b>Hunderte</b><b> </b><b>starker</b><b> </b><b>bunkerbrechender</b><b> </b><b>Bomben</b><b> </b><b>w</b><b>er</b><b>d</b><b>en</b><b> </b><b>v</b><b>on</b><b> </b><b>Kalifornien</b><b> </b><b>zur</b><b> </b><b>britischen Insel</b><b> </b><b>D</b><b>i</b><b>ego</b><b> </b><b>Garcia</b><b> </b><b>im</b><b> </b><b>Indischen</b><b> </b><b>Ozean</b><b> </b><b>v</b><b>ersc</b><b>h</b><b>ifft</b><b> </b><b>–</b><b> </b><b>in</b><b> </b><b>Vorbereitung</b><b> </b><b>eines</b><b> </b><b>m&#246;glichen </b><b>A</b><b>ng</b><b>r</b><b>i</b><b>ffs</b><b> </b><b>auf</b><b> </b><b>den</b><b> </b><b>Iran.</b></p>
<p>(Infos zu Diego Garcia s. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Garcia"><u>http://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Gar-</u></a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Garcia"><u>cia )</u></a></p>
<p><b>Der</b><b> </b><b>S</b><b>UN</b><b>D</b><b>A</b><b>Y</b><b> </b><b>HE</b><b>R</b><b>A</b><b>LD</b><b> </b><b>hat</b><b> </b><b>enth&#252;llt,</b><b> </b><b>dass</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>US-Regierung</b><b> </b><b>im</b><b> </b><b>Januar</b><b> </b><b>einen</b><b> </b><b>V</b><b>e</b><b>rtrag zum</b><b> </b><b>T</b><b>ransport</b><b> </b><b>v</b><b>o</b><b>n10</b><b> </b><b>Munitions</b><b>-</b><b>Containern</b><b> </b><b>zu</b><b> </b><b>dieser</b><b> </b><b>Insel</b><b> </b><b>unterzeichnet</b><b> </b><b>hat.</b><b> </b><b>Nach einer</b><b> </b><b>Ladeliste</b><b> </b><b>der</b><b> </b><b>US-N</b><b>a</b><b>v</b><b>y</b><b> </b><b>enthalten</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>Container</b><b> </b><b>387</b><b> </b><b>BLU-Bomben,</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>zur</b><b> </b><b>Zer</b><b>st&#246;rung</b><b> </b><b>geh&#228;rteter</b><b> </b><b>oder</b><b> </b><b>unterirdischer</b><b> </b><b>Bunker</b><b> </b><b>v</b><b>er</b><b>w</b><b>endet</b><b> </b><b>w</b><b>er</b><b>d</b><b>en.</b><b> </b>(BLU ist eine Abk&#252;rzung f&#252;r &quot;Bomb Live Unit&quot; und wird f&#252;r alle Typen bunkerbrechender Bomben verwen &#8211; det.)</p>
<p>Experten sagen, dass sie f&#252;r einen Angriff auf die umstrittenen iranischen Atomanlagen bereitgestellt werden. Es wird schon seit langem spekuliert, dass sich das US-Milit&#228;r auf einen solchen Angriff vorbereitet, falls es der Diplomatie nicht gelingen sollte, den Iran vom Bau von Atomwaffen abzubringen.</p>
<p>Obwohl Diego Garcia ein Teil des britischen Territoriums im Indischen Ozean ist, wird es seit einer 1971 getroffenen Vereinbarung von den USA als Milit&#228;rbasis genutzt. Diese Vereinbarung beinhaltete auch die Zwangsevakuierung von 2.000 Inselbewohnern auf die Seychellen und nach Mauritius.</p>
<p>Der SUNDAY HERALD berichtete bereits 2007, dass die Hangars der auf der Insel stationierten Tarnkappen-Bomber mit Vorrichtungen zur Aufnahme bunkerbrechender Bomben ausgestattet wurden. (Infos &#252;ber Tarnkappenflugzeuge sind aufzurufen unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tarnkappenflugzeug"><u>http://de.wiki-</u></a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tarnkappenflugzeug"><u>pedia.org/wiki/Tarnkappenflugzeug .</u></a>)</p>
<p>Obwohl der Bericht damals nicht best&#228;tigt wurde, zeigen die neuen Beweise, dass er zu &#8211; traf.</p>
<p>Vertragsdetails &#252;ber die f&#252;r Diego Garcia bestimmte Ladung wurden auf einer Website f&#252;r internationale Ausschreibungen von der US-Navy ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Superior Maritime Services, ein Schifffahrtsunternehmen in Florida, wird 699.500 Dollar f&#252;r den Transport einiger Tausende Teile an milit&#228;rischer Ausr&#252;stung von Concord in Kalifornien nach Diego Garcia erhalten.</p>
<p><b>Die</b><b> </b><b>Ladung</b><b> </b><b>enth&#228;lt</b><b> </b><b>auch</b><b> </b><b>195</b><b> </b><b>f</b><b>erngesteuer</b><b>t</b><b>e</b><b> </b><b>B</b><b>o</b><b>mben</b><b> </b><b>des</b><b> </b><b>T</b><b>y</b><b>p</b><b>s</b><b> </b><b>B</b><b>L</b><b>U-110</b><b> </b>(s. <a href="http://www.deagel.com/Warheads/BLU-110_a000947001.aspx"><u>http://ww-</u></a> <a href="http://www.deagel.com/Warheads/BLU-110_a000947001.aspx"><u>w.deagel.com/Warheads/BLU-110_a000947001.aspx )</u></a> </p>
<p><b>und</b><b> </b><b>192</b><b> </b><b>sc</b><b>h</b><b>w</b><b>ere</b><b> </b><b>Bomben</b><b> </b><b>des </b><b>T</b><b>yps</b><b> </b><b>B</b><b>L</b><b>U-117</b><b> </b>(s. <a href="http://www.designation-systems.net/dusrm/app5/jdam.html"><u>http://www.designation-systems.net/dusrm/app5/jdam.html )</u></a> mit einem <b>Ge</b><b>w</b><b>icht </b><b>v</b><b>o</b><b>n</b><b> </b><b>2000 Pound</b><b> </b><b>(</b><b>907 kg).</b></p>
<p><b>&quot;</b><b>Die</b><b> </b><b>U</b><b>S</b><b>A</b><b> </b><b>bereiten</b><b> </b><b>sich auf</b><b> </b><b>eine</b><b> </b><b>v</b><b>&#246;</b><b>l</b><b>l</b><b>i</b><b>ge</b><b> </b><b>Zerst&#246;rung</b><b> </b><b>des</b><b> </b><b>Irans</b><b> </b><b>v</b><b>o</b><b>r,&quot;</b><b> </b><b>sagte</b><b> </b><b>Dan Plesch, der</b><b> </b><b>Direktor</b><b> </b><b>des</b><b> </b><b>Cen</b><b>t</b><b>re</b><b> </b><b>for</b><b> </b><b>International</b><b> </b><b>Studies</b><b> </b><b>and</b><b> </b><b>Diplomacy</b><b> </b><b>(des</b><b> </b><b>Zentrums</b><b> </b><b>f&#252;r Internationale</b><b> </b><b>Studien</b><b> </b><b>und</b><b> </b><b>Diplomatie)</b><b> </b><b>an</b><b> </b><b>der</b><b> </b><b>Un</b><b>i</b><b>v</b><b>ersi</b><b>t</b><b>y</b><b> </b><b>of</b><b> </b><b>London,</b><b> </b><b>der</b><b> </b><b>Mi</b><b>t</b><b>v</b><b>erfas</b><b>ser</b><b> </b><b>einer</b><b> </b><b>neuen</b><b> </b><b>Studie</b><b> </b><b>&#252;ber</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>US-Vorbereitungen</b><b> </b><b>f&#252;r</b><b> </b><b>einen</b><b> </b><b>A</b><b>ng</b><b>r</b><b>i</b><b>ff</b><b> </b><b>auf</b><b> </b><b>den</b><b> </b><b>Iran</b><b> </b><b>ist. </b><b>&quot;</b><b>US-Bomber</b><b> </b><b>sind</b><b> </b><b>heute</b><b> </b><b>in</b><b> </b><b>der</b><b> </b><b>Lage,</b><b> </b><b>in</b><b> </b><b>w</b><b>eni</b><b>g</b><b>en</b><b> </b><b>Stunden</b><b> </b><b>10.000</b><b> </b><b>Ziele</b><b> </b><b>im</b><b> </b><b>Iran</b><b> </b><b>zu</b><b> </b><b>zer</b><b>st&#246;ren,&quot;</b><b> </b><b>f&#252;gte</b><b> </b><b>er</b><b> </b><b>hinzu.</b></p>
<p><b>Die</b><b> </b><b>Vorbereitungen</b><b> </b><b>tr&#228;</b><b>f</b><b>e</b><b> </b><b>das</b><b> </b><b>US-Milit&#228;r,</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>Entscheidung</b><b> </b><b>l&#228;ge</b><b> </b><b>aber</b><b> </b><b>beim</b><b> </b><b>P</b><b>r</b><b>&#228;siden</b><b>ten</b><b> </b><b>Obama.</b><b> </b><b>E</b><b>r</b><b> </b><b>k&#246;nne</b><b> </b><b>beschlie&#223;en,</b><b> </b><b>dass</b><b> </b><b>es</b><b> </b><b>f&#252;r</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>U</b><b>S</b><b>A</b><b> </b><b>besser</b><b> </b><b>sei,</b><b> </b><b>anstelle</b><b> </b><b>Israels zu handeln,</b><b> </b><b>erkl&#228;rte Plesch.</b></p>
<p>&quot;Die USA ver&#246;ffentlichen das Ausma&#223; ihrer Vorbereitungen nicht, weil das den Iran zum Einlenken bringen k&#246;nnte, und machen damit eine Konfrontation nur wahrscheinlicher,&quot; f&#252;gte er hinzu. &quot;Die Vereinigten Staaten nutzen &#8230; ihre Streitkr&#228;fte als Teil einer Gesamtstrategie, um Aktionen des Irans (in die erw&#252;nschte Richtung) zu lenken.</p>
<p><b>F&#252;r</b><b> </b><b>Ian</b><b> </b><b>Da</b><b>v</b><b>is,</b><b> </b><b>den</b><b> </b><b>Direktor</b><b> </b><b>des</b><b> </b><b>neuen</b><b> </b><b>unabh&#228;ng</b><b>i</b><b>gen</b><b> </b><b>T</b><b>h</b><b>i</b><b>nk</b><b> </b><b>T</b><b>anks</b><b> </b><b>&quot;</b><b>N</b><b>A</b><b>TO</b><b> </b><b>Watch&quot; </b><b>(</b><b>Beobachtung </b><b></b><b>der </b><b></b><b>N</b><b>A</b><b>T</b><b>O</b><b>)</b><b>,</b><b> </b><b>gibt</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>Verschiffung</b><b> </b><b>(der</b><b> </b><b>Bomben)</b><b> </b><b>nach</b><b> </b><b>Diego</b><b> </b><b>Garcia </b><b>A</b><b>nl</b><b>a</b><b>s</b><b>s</b><b> </b><b>zu gro&#223;er</b><b> </b><b>Soge. &quot;Wir sollten</b><b> </b><b>die U</b><b>S</b><b>A</b><b> </b><b>n&#246;tigen,</b><b> </b><b>ihre mit</b><b> </b><b>diesen Waffen </b><b>v</b><b>er</b><b>f</b><b>ol</b><b>g</b><b>- ten</b><b> </b><b>A</b><b>b</b><b>s</b><b>i</b><b>c</b><b>h</b><b>ten</b><b> </b><b>offenzulegen,</b><b> </b><b>und</b><b> </b><b>das </b><b></b><b>(britische)</b><b> </b><b>A</b><b>u&#223;</b><b>e</b><b>n</b><b>m</b><b>i</b><b>nisterium</b><b> </b><b>m</b><b>u</b><b>ss</b><b> </b><b>s</b><b>i</b><b>ch</b><b> </b><b>zu seiner</b><b> </b><b>Einstellung</b><b> </b><b>zu</b><b> </b><b>einem</b><b> </b><b>A</b><b>ng</b><b>r</b><b>i</b><b>ff</b><b> </b><b>auf</b><b> </b><b>den</b><b> </b><b>Iran</b><b> </b><b>v</b><b>o</b><b>n</b><b> </b><b>D</b><b>i</b><b>ego</b><b> </b><b>Garcia</b><b> </b><b>aus</b><b> </b><b>&#228;u&#223;ern,&quot;</b><b> </b><b>for</b><b>der</b><b>t</b><b>e</b><b> </b><b>er.</b></p>
<p><b>F&#252;r</b><b> </b><b>A</b><b>l</b><b>a</b><b>n</b><b> </b><b>Mackinno</b><b>n</b><b>,</b><b> </b><b>den</b><b> </b><b>Vorsitzenden</b><b> </b><b>der</b><b> </b><b>schottischem</b><b> </b><b>Sektion</b><b> </b><b>der</b><b> </b><b>Campaign</b><b> </b><b>for Nuclear</b><b> </b><b>Disarmament</b><b> </b><b>/</b><b> </b><b>CNN</b><b> </b><b>(der</b><b> </b><b>Kampagne</b><b> </b><b>f&#252;r</b><b> </b><b>atomare</b><b> </b><b>A</b><b>b</b><b>r</b><b>&#252;</b><b>s</b><b>t</b><b>u</b><b>ng),</b><b> </b><b>w</b><b>ar die</b><b> </b><b>Enth&#252;l</b><b>lung</b><b> </b><b>&quot;&#228;u&#223;erst </b><b></b><b>beunruh</b><b>i</b><b>gend&quot;.</b><b> </b><b>Er</b><b> </b><b>stellte</b><b> </b><b>fes</b><b>t</b><b>:</b><b> </b><b>&quot;Es</b><b> </b><b>ist</b><b> </b><b>k</b><b>l</b><b>ar,</b><b> </b><b>dass</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>US-Regierung auch</b><b> </b><b>w</b><b>e</b><b>i</b><b>terhin</b><b> </b><b>f&#252;r</b><b> </b><b>einen</b><b> </b><b>Krieg</b><b> </b><b>gegen</b><b> </b><b>den</b><b> </b><b>Iran</b><b> </b><b>t</b><b>rommelt,</b><b> </b><b>w</b><b>i</b><b>e</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>j&#252;ngsten</b><b> </b><b>&#196;u&#223;eru</b><b>n</b><b>gen der</b><b> </b><b>A</b><b>u&#223;</b><b>e</b><b>n</b><b>m</b><b>i</b><b>nisterin</b><b> </b><b>Hillary Clinton</b><b> </b><b>belegen.&quot;</b></p>
<p><b>&quot;Ihre</b><b> </b><b>deprimierende</b><b> </b><b>Rhetorik</b><b> </b><b>gleicht</b><b> </b><b>derjenigen,</b><b> </b><b>die</b><b> </b><b>w</b><b>ir</b><b> </b><b>2003</b><b> </b><b>v</b><b>or</b><b> </b><b>dem</b><b> </b><b>Krieg</b><b> </b><b>gegen den Irak zu</b><b> </b><b>h&#246;ren bekamen.&quot;</b></p>
<p>Das britische Verteidigungsministerium hat in der Vergangenheit immer gesagt, die US- Regierung m&#252;sse erst die Erlaubnis einholen, wenn sie von Diego Garcia aus Angriffshandlungen durchf&#252;hren wolle. Die Insel wurde bereits 1991 und 2003 bei Luftangriffen auf den Irak benutzt.</p>
<p><b>A</b><b>u</b><b>f</b><b> </b><b>der</b><b> </b><b>Insel</b><b> </b><b>sind</b><b> </b><b>nur</b><b> </b><b>50</b><b> </b><b>britische,</b><b> </b><b>a</b><b>b</b><b>er</b><b> </b><b>mehr</b><b> </b><b>als</b><b> </b><b>3.200</b><b> </b><b>US-Soldaten</b><b> </b><b>s</b><b>t</b><b>ationiert.</b><b> </b><b>Ein </b><b>T</b><b>eil</b><b> </b><b>des</b><b> </b><b>Chagos-</b><b>A</b><b>rc</b><b>h</b><b>i</b><b>p</b><b>e</b><b>ls</b><b> </b><b>(zu</b><b> </b><b>dem</b><b> </b><b>Diego</b><b> </b><b>Garcia</b><b> </b><b>geh&#246;rt)</b><b> </b><b>ist</b><b> </b><b>e</b><b>t</b><b>w</b><b>a</b><b> </b><b>1.000</b><b> </b><b>Meilen</b><b> </b><b>v</b><b>o</b><b>n den</b><b> </b><b>s&#252;dlichen</b><b> </b><b>K&#252;sten</b><b> </b><b>Indiens</b><b> </b><b>und</b><b> </b><b>S</b><b>ri</b><b> </b><b>Lankas</b><b> </b><b>entfernt</b><b> </b><b>und</b><b> </b><b>gut</b><b> </b><b>f&#252;r</b><b> </b><b>einen</b><b> </b><b>&#220;ber</b><b>f</b><b>all</b><b> </b><b>auf den Iran</b><b> </b><b>geeignet.</b></p>
<p>Das US-Verteidigungsministerium hat nicht auf eine Anfrage geantwortet.</p>
<p><strong><font color="#000080">Wir haben den Besorgnis erregenden Artikel, der keines Kommentars bedarf, komplett &#252;bersetzt und mit Erg&#228;nzungen und Links in Klammern und Hervorhebungen versehen.</font></strong></p>
<div class="tags3">
<p><strong>Ramsteiner Appell:</strong> Angriffskriege sind verfassungswidrig – von <a href="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/taube_65x6317.png" rel="lightbox[17622]"><img title="taube_65x631" border="0" alt="taube_65x631" align="left" src="http://womblog.de/wp-content/uploads/2010/03/taube_65x631_thumb7.png" width="65" height="63" /></a> deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen!<a href="http://www.ramsteiner-appell.de/unterzeichnen.php"></a>
<p>Unterschreiben Sie jetzt!</p>
</p>
<p>Quelle: – <a href="http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP07510_180310.pdf" target="_blank">Luftpost LP 075/10 vom 18.03.10 – &#252;bersetzt von Wolfgang Jung</a> – VISDP: Wolfgang Jung, Assenmacherstr. 28, 67659 Kaiserslautern <a href="http://www.luftpost-kl.de/"><u>www.luftpost-kl.de</u></a>.</p>
</p></div>
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		<title>Im Sinne der Atomlobby</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 06:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lopez Suarez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Gorleben]]></category>
		<category><![CDATA[JungeWelt]]></category>
		<category><![CDATA[norbert röttgen]]></category>
		<category><![CDATA[Reimar Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Reimar Paul &#124; jungeWelt- 18.03.10 &#124; &#8211; Bei der Erkundung von Gorleben soll Strahlenschutzamt entmachtet werden. B&#252;rgerinitiative warnt vor »Privatisierung« der Endlagersuche- Erste Ger&#252;chte gab es bereits im November. Damals berichteten Umweltsch&#252;tzer aus dem Wendland von einem Treffen mit einem ranghohen Bundesbeamten.
Der habe mitgeteilt, da&#223; das in Gorleben bislang federf&#252;hrende Bundesamt f&#252;r Strahlenschutz (BfS) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.jungewelt.de/2010/03-18/024.php" target="_blank">Reimar Paul | jungeWelt- 18.03.10</a> | &#8211; Bei der Erkundung von Gorleben soll Strahlenschutzamt entmachtet werden. B&#252;rgerinitiative warnt vor »Privatisierung« der Endlagersuche- Erste Ger&#252;chte gab es bereits im November. Damals berichteten Umweltsch&#252;tzer aus dem Wendland von einem Treffen mit einem ranghohen Bundesbeamten.<span id="more-17620"></span>
<p>Der habe mitgeteilt, da&#223; das in Gorleben bislang federf&#252;hrende Bundesamt f&#252;r Strahlenschutz (BfS) und sein atomkraftkritischer Chef Wolfram K&#246;nig bei der weiteren Erkundung des Salzstocks »ausgebootet« werden sollten. Diese Woche erh&#228;rteten sich die Spekulationen. Mehrere Zeitungen meldeten, das Bundesumweltministerium erw&#228;ge, dem BfS die Verantwortung f&#252;r Gorleben zu entziehen.</p>
<p>Weder vom Ministerium noch vom Bundesamt werden solche &#220;berlegungen bislang best&#228;tigt. Doch f&#252;r eine Entmachtung des BfS bei der nun angek&#252;ndigten Weitererkundung des Salzstocks Gorleben g&#228;be es aus Sicht der Bundesregierung Gr&#252;nde. So hatte K&#246;nig bem&#228;ngelt, der Standort Gorleben sei in der Vergangenheit nicht nach einem internationalen Standards entsprechenden Verfahren ausgew&#228;hlt worden. Zudem bef&#252;rwortete er die vergleichende Untersuchung auch anderer Standorte.</p>
<p>Die Koalition aus Union und FDP f&#228;hrt bei der Endlagersuche bekanntlich einen anderen Kurs. Erst am Montag bekr&#228;ftige Umweltminister Norbert R&#246;ttgen (CDU), vorerst werde nur Gorleben gepr&#252;ft. </p>
<p>Erst wenn sich der Salzstock als nicht geeignet erweisen sollte, w&#252;rden auch andere Standorte unter die Lupe genommen.    <br />R&#246;ttgen, dem das BfS unterstellt ist, hat allerdings zu ber&#252;cksichtigen, da&#223; sich K&#246;nig bei der komplizierten Sanierung des maroden Atomm&#252;llagers Asse Respekt auch bei Anwohnern und B&#252;rgerinitiativen erworben hat. Nach jahrelangen Schlampereien und Vertuschungen durch den fr&#252;heren Betreiber bem&#252;ht sich das seit Anfang 2009 f&#252;r die Asse zust&#228;ndige BfS sichtlich um Offenheit. Ein Personalwechsel an der Beh&#246;rdenspitze k&#246;nnte die politischen Konflikte um die Asse schnell eskalieren lassen.</p>
<p>Nach den Modellen, die im Umweltministerium diskutiert werden, k&#246;nnte entweder eine neue Entsorgungsbeh&#246;rde die Regie in Gorleben &#252;bernehmen oder die Deutsche Gesellschaft f&#252;r den Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) mehr Kompetenzen erhalten. Die DBE mit Sitz im nieders&#228;chsischen Peine war urspr&#252;nglich ein Staatsbetrieb. Heute geh&#246;rt sie zu 75 Prozent der Gesellschaft f&#252;r Nuklearservice (GNS), einer Tochter der gro&#223;en Stromkonzerne.</p>
<p>Eine Entmachtung des BfS in Gorleben w&#228;re im Interesse der Atomwirtschaft. Die Stromkonzerne haben im Rahmen der vorgeschriebenen Endlagervorausleistung den gr&#246;&#223;ten Teil der bislang in Gorleben verbauten 1,5 Milliarden Euro getragen; auch f&#252;r die k&#252;nftig anfallenden Kosten m&#252;ssen sie als Verursacher des Atomm&#252;lls aufkommen. W&#252;rden neben Gorleben noch weitere Standorte untersucht, m&#252;&#223;ten die Konzerne sehr viel tiefer in ihre Tasche greifen.</p>
<p>Die B&#252;rgerinitiative (BI) Umweltschutz L&#252;chow-Dannenberg h&#228;lt die offenbar erwogene »Privatisierung« der Endlagerung f&#252;r einen Skandal. »W&#252;rden diese Pl&#228;ne umgesetzt, dann f&#252;hren diejenigen, die den Atomm&#252;ll produzieren, auch noch Regie bei der Endlagersuche«, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.</p>
<div class="tags2">
<p>Quelle: – <a href="http://www.jungewelt.de/2010/03-18/024.php" target="_blank">jungeWelt</a> – Donnerstag, 18.03.2010, Nr. 64 | – <a href="http://www.jungewelt.de"></a>Die Ver&#246;ffentlichung wurde uns von jungeWelt genehmigt. Danke daf&#252;r!</p>
</p></div>
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